Gesundheit & Wellness

Impfungen Forum für Dicke

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13.04.2019, 16:33

Brandenburg hat diese Woche die Einführung einer Masern-Impfpflicht für Kitas beschlossen, NRW plant nachzuziehen und die Große Koalition berät derzeit über die Einführung einer bundesweiten Masern-Impfpflicht für Kinder.

Ich verfolge die Impfdebatte schon seit längerem und sie bereitet mir Unbehagen.
An ihr bildet sich exemplarisch ab, was als Entwicklungstendenz schon seit einigen Jahren wahrnehmbar ist: eine (zumindest partielle) Ablehnung der evidenzbasierten, wissenschaftlichen Medizin (die man durchaus kritisch-skeptisch betrachten sollte) und eine Hinwendung zu allerlei "alternativen" Heils- & Gesundheitslehren inklusive ihrer bizarren Glaubens- & Erklärungssysteme. Diese Phänomene sind nicht neu und fanden immer ihre Anhänger, gerade die Impfdebatte zeigt jedoch deutlich, wie (auch und gerade) ansonsten vernunftorientierte und gebildete Menschen sich in größerer Zahl durch alternative "Fakten" irritieren und manipulieren lassen.

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/brandenburg-beschliesst-masern-impfpflicht-in-kitas-a-1262540.html

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/nordrhein-westfalen-will-masern-impfpflicht-pruefen-a-1262723.html

https://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/masern-ausbrueche-bundesregierung-prueft-gesetzliche-impfpflicht-a-1259427.html

https://www.zeit.de/thema/impfung

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-05/infektionskrankheiten-impfungen-kinder-masern-risiken

13.04.2019, 17:37

https://twitter.com/zideshowbob/status/1011564612398080000 Sorry, der musste sein. :o

Ich bin der Meinung, es gibt Basic-Impfungen die müssen sein. Nur deswegen haben wir eine so niedrige Kindersterblichkeit und viel weniger stärkste Behinderungen. Polio (Kinderlähmung), Masern waren ja dank Impfung bei uns so gut wie ausgemerzt.

13.04.2019, 17:51

Bin auch für eine gewisse Basis an Impfungen...dazu gehört Masern!

Habe meine Kinder damals impfen lassen, meine Enkelkinder sind auch geimpft gegen Masern.

Weil ich niemanden mit- und durchleben lassen wollte, wie ich abgeschottet wurde als bei mir die Masern ausgebrochen sind.... zum Glück habe ich es ohne Schäden überstanden.

Möchte die Mütter, Eltern sehen die sich wehren auf Grund der Inhaltsstoffe...evtl Nebenwirkungen...wenn das eigene Kind erkrankt... Schäden zurück behält oder sogar an Masern stirbt.
Was ich niemanden Wünsche... weder das eine oder andere!

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13.04.2019, 18:57

"...eine (zumindest partielle) Ablehnung der evidenzbasierten, wissenschaftlichen Medizin (die man durchaus kritisch-skeptisch betrachten sollte) und eine Hinwendung zu allerlei "alternativen" Heils- & Gesundheitslehren inklusive ihrer bizarren Glaubens- & Erklärungssysteme..."

Für mich auch sehr beklagenswert 😳
Aber wirklich fassungslos macht mich, dass meine Krankenkasse einige Kapriolen dieses Trends in ihre Leistungen mit aufgenommen hat.

13.04.2019, 22:58

Meine Schwester ist mit 11 Jahren an Masern erkrankt, ausgerechnet da, als meine Eltern 10 Tage verreist waren. Ich war zwar bereits 19, aber ich war ziemlich überfordert mit der Situation als das Fieber stieg und stieg und stieg...meine kleine Schwester lag 4 Tage auf der Intensivstation und kein Arzt konnte voraussagen, ob sie überlebt und welche Folgeschäden eintreten könnten. Sie war geimpft, nur ausgerechnet gegen Masern nicht. Es ging alles gut aus, aber es war knapp.
Meine Kinder hab ich impfen lassen und auch meine kleinen Enkel wurden geimpft. Wobei meine Töchter, genau wie ich, versuchen so oft wie möglich im Krankheitsfall mit homöopathischen Mitteln gesund zu werden...natürlich bzw erst recht bei den Kleinen. Meine Mädchen haben sich intensiv mit dem Thema impfen auseinander gesetzt und dann ihre kleinen Lieblinge impfen lassen - gerade weil sie ihre Kinder sehr lieben und versuchen, sie gesund groß zu ziehen.
Es gibt mittlerweile sehr gute Studien, welche belegen, dass die gravierenden Spätfolgen ohne Impfung in keinem Vgl stehen zu negativen Folgen bei Impfung - auch prozentual gesehen (Häufigkeit).

Es ist wichtig sich zu informieren und auch die Quellen zu überprüfen...es wird immer eine unterschiedliche Meinung zu dem Thema geben und dabei spielt das Internet leider auch eine unrühmliche Rolle mit allen möglichen Verschwörungstheorien. Es geht um ein sehr wertvolles Gut, um die Gesundheit unserer Kinder und ich bin mir sicher, dass die meisten Eltern sehr viel dafür machen...nur ich würde mir wünschen, dass es mehr Hinweise geben würde, welche auf sehr gute Studien verweisen.

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14.04.2019, 01:30

Mal ganz unabhängig , ob ich pro oder <contra bin...es wird interessant, wie sich diese Impfpflicht durchsetzen wird...denn...die Unversehrtheit des eigenen Körpers ist ein Grundrecht und jede Impfung stellt , rein rechtlich gesehen einen Akt der Körperverletzung dar( wie jede normale Spritze im Übrigen auch)zu der man sein Einverständnis geben muss( auch passiv durch nicht Widersprechen)...ein Impfzwang greift in dieses Grundrecht ein...und ein Impfzwang um einen Kitaplatz zu bekommen stellt, rein rechtlich beim heutigen Stand, den Tatbestand der Nötigung dar...woher ich das weiß? Einige Eltern haben genau deshalb vor Gericht geklagt und recht bekommen...Denn grundsätzlich gilt ja, geimpfte Kinder brauchen vor den ungeimpften keine Angst haben und das Grundrecht auf die Unversehrtheit des eigenen Körpers bleibt und ist unantastbar...wie sie das nun zukünftig regeln wollen, da bin ich gespannt...ich weiß von einigen, die sich bewusst gegen eine Impfung ihrer Kinder entschieden ganz sicher, dass sie diesen Weg gehen werden...das wird also ziemlich chaotisch...


Meine Kinder wurden gegen einige wenige Grundsachen, darunter auch Masern , geimpft...aber gegen sehr vieles auch nicht und das ist und bleibt auch so.Und das dann auch erst weit nach dem ersten Geburtstag...ich selbst habe alle Kindererkrankungen durchgemacht und lange gestillt, der Nestschutz war also gegeben...und ich würde es jederzeit auch wieder so tun...

Fakt ist, es gibt unangenehme Worst-Case-Fälle...gerade bei einem Beispiel von Masern...bei Impfung die Impfschäden, die nicht von der Hand zu weisen sind und eben auch die üblen Verläufe...dazu darf es keine Pflicht geben, so lange man die körperliche Unversehrtheit durch eine Impfung ganz klar beweisen und garantieren kann...
Mehrfachimpfungen sind und bleiben meines Erachtens schädlich, das frühe Impfalter ebenso...man kann sich da streiten, wie man möchte...letzten Endes haben das die Eltern für ihr Kind zu entscheiden, sie müssen für sich abwägen, welches Risiko sie eingehen möchten...und jeder, er sich und seine Kinder schützen mag, dem steht das jederzeit frei...

14.04.2019, 12:07

Das sit zwar richtig, dass die geimpften Kinder keine Angst haben müssen. Allerdings bedeutet geimpft sein nur, dass diese Kinder selbst geschützt sind und nicht erkranken können. Überträger der Krankheit können sie aber genau so sein. Der Grund, warum man die ungeimpften Kinder dann ausschliesst aus der Schule/Kindergarten ist also rein und allein die Sorge, dass diese ungeipften Kinder erkranken können, da sie nicht geschützt sind. Und dann sind die Eltern, die sich eben gegen der Impfung entschieden haben, gefragt. Und müssen ihre Kinder zu deren eigener Sicherheit eben zu Hause betreuen.

14.04.2019, 12:48

Nestschutz gibt es bei Masern kaum.
Deswegen sind besonders Säuglinge, die noch nicht alt genug sind für die Impfe, gefährdet.

Generell habe ich da selbst schon ein paar Mal zittern müssen, weil im Kindergarten Masernfälle auftraten und ich meinen Säugling immer dabei hatte beim Wegbringen des Geschwisterkindes.

Toll waren auch die Mamis, die mit ihrem ungeimpften, dann an Masern erkrankten Kind im Wartezimmer des Kinderarztes saßen, weil sie es nicht für nötig empfanden, bei so einer "harmlosen Kinderkrankheit" mal vorne Bescheid zu sagen, damit sie im "Pockenzimmer" warten können...da sitzt du dann mit deinem wenige Wochen alten Baby und bekommst so nebenbei mit, was Sache ist.
Klar habe ich Bescheid gegeben, es gab richtig Ärger für die Dame. Aber was hab ich davon gehabt? Banges Zittern, hat das Baby sich angesteckt? Hat es nicht?

Sich gegen Impfungen zu entscheiden, ist eben nichts, was man nur für sein Kind allein entscheidet.
Damit bringt man unter Umständen andere in Gefahr.
Und schwächt den "Herdenschutz"

Deswegen bin ich Pro Impfpflicht.
Alternativ kann ja jede Gemeinde eine Kinderbetreuungsgruppe betreiben, in der nur ungeimpfte Kinder aufgenommen werden. Wenn dort ein Kind erkrankt und andere ansteckt, ist es nicht so wild, die Eltern nehmen das ja bewusst in Kauf.

14.04.2019, 12:57

Beim Thema Impfungen fallen mir spontan die Erzieherinnen oder Lehrerinnen ein die bei Schwangerschaften sofort krank geschrieben werden bis zur Geburt. Warum wohl, weil alles so harmlos ist?

Ich hatte keine einzige Kinderkrankheit. Wenn ich daher aus Selbstschutz sehr radikal womöglich erkrankten Kindern gegenüber reagiere, stoße ich auf großes Unverständnis. Das eine Erkrankung in meinem Alter lebensbedrohlich sein kann verstehen die besorgten Muttis und Vatis nicht.

Ich selbst bin geimpft. Als die Windpockenimpfung möglich war, habe ich auch diese machen lassen.

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14.04.2019, 14:04

Man kann noch so gute Meinungen für oder gegen die Impfpflicht haben ihr Lieben...mit dem heutigen Grundgesetz und der aktuellen Gesetzeslage ist und bleibt eine solche Pflicht nicht durchsetzbar...das wird euch auch jeder Arzt, der sich damit auskennt , so bestätigen...
Fakt ist...eine Impfpflicht ist Schwachsinn, da sie so rechtlich nicht durchsetzbar sein wird und falls dies doch mal möglich sein wird, dann stellt das eine Aushebelung unsere demokratischen Grundwerte, der Selbstbestimmung dar und dann Gnade uns Gott...ich sehe es diesbezüglich so...ganz oder gar nicht...entweder lebt man das oder man befindet sich in einer Diktatur...ein bisschen demokratisch und Grundrecht auf Selbstbestimmung mit Ausnahmen ist einfach nur Heuchlerei...es fängt immer irgendwo klein an...das Ende wäre so für mich nicht absehbar. Und allein aus diesem Grundprinzip bin ich ganz klar gegen die Impfpflicht...ohne selbst gegen das Impfen an sich per se zu sein...anders wäre es natürlich, es wäre einwandfrei bewiesen und es könnte zu 100 % garantiert werden, dass der Impfvorgang keinerlei Nebenwirkungen hätte oder Spätfolgen und es bestünde eine andere Art der Verabreichung, also nicht durch die Verletzung der Haut und Venen und dem damit verbundenen Infektionsrisiko , ...dies ist aber zum heutigen Standpunkt nicht gegeben...

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14.04.2019, 14:18

Naja...es gibt sehr wohl Fälle wo der Staat in die elterlichen Befugnisse/Rechte eingreifen darf (und nach meiner Einschätzung auch soll)
zb....wenn anthroposophisch verblendete Eltern ihrem an Krebs erkrankten Kind die Chemotherapie verweigern.. (im Bekanntenkreis erlebt)
Und auch der Glaube ein Kind könne einen Unfall unangeschnallt überleben (und dürfe nicht in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden) wird vom Staat (völlig zu recht) sanktioniert.
Die Entscheidungsrechte der Eltern gehen eben nur so weit, wie sie das Lebensrecht der Kinder (oder gar ganzer Gruppen) nicht massiv beeinträchtigen.

Die Impfpflicht gibt es in einigen europäischen Staaaten bereits:
https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/impfpflicht-in-diesen-eu-laendern-funktioniert-sie-a-1259575.html

und aus den im Thread bereits aufgeführten Gründen bin ich auch dafür.

Vom Benutzer am 14.04.2019 um 14:28 bearbeitet

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14.04.2019, 14:22

Der Nestschutz gilt nicht für sämtliche Infektionskrankheiten und greift auch nur in den ersten Lebensmonaten.
Er kann natürlich nur von Müttern gegeben werden, die Antikörper gegen einen bestimmten Erreger gebildet haben (durch frühere Erkrankung oder Impfung), wobei die Antikörperkonzentration auch hoch genug sein muss. Für manche Erreger sinkt die Antikörperkonzentration nämlich nach der Impfung oder Erkrankung relativ schnell auch wieder. Eine Frau, die als Kind z.B. an Pertussis erkrankt war bzw. dagegen geimpft wurde, kann als Erwachsene kaum bis keine Antikörper über die Plazenta auf ihr ungeborenes Kind übertragen. Es sei denn, sie lässt sich (erneut) immunisieren.
Bei Masern greift der Nestschutz max. für ein halbes Jahr und Stillen ist für den Schutz des Babys hier irrelevant.

@*.*:*
Kannst Du konkrete Beispiele nennen bzw. erläutern, was genau Du mit "unangenehmen Worst-Case-Fällen", "Impfschäden" und "üblen Verläufen" meinst und warum Du Mehrfachimpfungen sowie das frühe Impfalter für schädlich hältst ?

Vom Benutzer am 14.04.2019 um 14:28 bearbeitet

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14.04.2019, 14:40

In Westdeutschland existierte bereits von 1949 - 1975 eine allgemeine Pocken-Impfpflicht auf Basis des Reichsimpfgesetzes von 1874. In den 50ern wurde diskutiert, ob diese gegen das im GG formulierte Persönlichkeitsrecht verstoße, woraufhin das Bundesverwaltungsgericht 1959 eine Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz entschieden hat.

14.04.2019, 14:59

Fleur de Lys..
Mein Sohn wurde als Frühchen geboren in der 26 Woche.
Im Krankenhaus auf der Intensivstation wird bei den Frühchen durch geimpft was das Zeug her gibt.
Der Tenor... Babys zu schützen.
Was aber ganz wichtig ist und umzusetzen ist das man bei den Frühchen noch die Wochen dazu zählt die sie im Mutterleib verblieben wären und dann erst impft!
Daran wurde sich nicht daran gehalten.
Ich war zu dem Zeitpunkt leider auch zu wenig informiert!Mein Sohn hatte auf Folge einer Kombi Impfung im Alter von 1 Monat und einen Gewicht von 900 Gramm eine Sepsis an der er war fast gestorben ist.Ein Ausschlag zog sich über den Körper fast ein Jahr bis zur seiner Entlassung!
Da kann man aber glauben wie ich danach mit Impfungen umgegangen bin!
Wenn ich mich so umhöre scheint man im Betreff Impfungen und Frühchen noch nichts dazu gelernt zu haben.
Impfungen zum Wohle des Kindes .Für mich eine Impf -Wut die ihres gleichen sucht!
Erst mal hinein...

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14.04.2019, 15:02

@Moai 🗿
Homöopathische Behandlungen werden inzwischen von rund 70 deutschen Krankenkassen übernommen oder bezuschusst, darunter auch große Kassen wie die Barmer und Techniker KK. Auch zahlreiche andere "komplementärmedizinische" Richtungen haben bereits bei den gesetzlichen Kassen "eingecheckt", u.a. die anthroposophische Medizin, eine Richtung, die gerade zu den Themen Impfung und Masern haarsträubende Ansichten vertritt.

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14.04.2019, 15:12

@Fleur de Lys

Ja, ich weiss....leeiiider 😤
Ich bin pottsauer auf meine Kasse, dass sie allen Ernstes solch einen Unfug bezuschusst (und ihm damit offizielle Anerkennung verschafft)
Ich hatte mich bewusst sehr allgemein ausgedrückt, da ich Dein Thema nicht schreddern wollte..denn mir ist klar, dass es heftigen Gegenwind gibt sobald die gerüttelten Zuckerkügelchen ins Spiel kommen...

14.04.2019, 15:27

Und für mich wurde das Zeit das die Kassen ihre Schranken öffnen.
In meinen Augen absolut überfällig!
Eine gesetzlich anerkannte Heilkunde!
Ich hätte mir das gern schon vor 20 Jahren gewünscht..

14.04.2019, 15:55

Tja nur leider ist die Studienlage in Sachen Homöopathie recht mager, sprich, es gibt keine wissenschaftlichen Belege, dass sowas wirkt.

Deswegen sehe ich es auch nur als Kundenhascherei, dass gesetzliche Kassen das bezuschussen.

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14.04.2019, 16:26

@Karla Lagenfeld
Es gibt für Frühgeborene klare Impfempfehlungen des RKI/der STIKO und Leitlinien der pädiatrischen Stationen, die Frühgeborene behandeln. Frühchen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Infektionskrankheiten, sodass die Impfungen hier besonders wichtig sind. Das Erreichen eines bestimmten Mindestgewichtes (ca.1500-2000 g) und eine besonders sorgfältige Überwachung, v.a. der Atmung, sind dabei zu beachten. Möglicherweise lag bei deinem Sohn ein Behandlungsfehler vor, das kann ich natürlich nicht beurteilen. Allerdings werden ganz allgemein im Zusammenhang mit Impfungen und, zeitgleich oder zeitversetzt, auftretenden Erkrankungen Kausalität, Korrelation und Koinzidenz verwechselt bzw. kann ein Zusammenhang nicht geklärt werden.
Schwerwiegende Reaktionen sind sehr selten und, angesichts des Nutzens, als Argument gegen Impfungen generell nicht haltbar.

@*.*:*
"... und es könnte zu 100 % garantiert werden, dass der Impfvorgang keinerlei Nebenwirkungen hätte oder Spätfolgen und es bestünde eine andere Art der Verabreichung, also nicht durch die Verletzung der Haut und Venen und dem damit verbundenen Infektionsrisiko , ...dies ist aber zum heutigen Standpunkt nicht gegeben..."

Die Forderung ist absurd. Eine vollständige Garantie kann für keine medizinische Intervention gegeben werden und sei sie noch so geringfügig.

Vom Benutzer am 14.04.2019 um 16:34 bearbeitet

14.04.2019, 16:35

..

Vom Benutzer am 14.04.2019 um 17:16 bearbeitet

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14.04.2019, 16:42

@Karla Lagenfeld
"Und für mich wurde das Zeit das die Kassen ihre Schranken öffnen.
In meinen Augen absolut überfällig!
Eine gesetzlich anerkannte Heilkunde!
Ich hätte mir das gern schon vor 20 Jahren gewünscht.."

Die Anerkennung durch die gesetzlichen Kassen ist nicht mit wissenschaftlicher Evidenz gleichzusetzen. Durch diese Anerkennung wird hingegen ein völlig falsches Signal gesendet, nämlich dass es sich um eine nach wissenschaftlichen Kriterien in ihrer Wirksamkeit bestätigte Methode handle, was definitiv nicht gegeben ist.

14.04.2019, 16:53

...

Vom Benutzer am 14.04.2019 um 17:15 bearbeitet

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14.04.2019, 17:04

Stimmt, Karla ....Fleur de Lys spricht nur für die, denen an einer evidenzbasierten Medizin gelegen ist. Zum Glück!

14.04.2019, 17:42

Vielleicht könnte man aber auch mal sein Gehirn anschalten und empathisch mitüberlegen, gerade wenn jemand seine persönliche Geschichte erzählt:

Ich habe keine Empfehlung gefunden, die besagt, dasss Frühchen früher als vor dem 3. Lebendmonat geimpft werden sollten und Karlas Sohn war erst einen Monat alt UND dazu noch ein sehr kleines Frühchen mit 900g.

Ob man da den Organismus zusätzlich mit einer Infektion hat belasten müssen: Fragwürdig.