Mir steht ja bald eine Knie-OP bevor, bin mir allerdings noch nicht 100 % sicher, ob ich das wirklich machen lassen will.
Habe mir eben eine Knie-OP im einzelnen im internet angesehen und muss sagen, dass ich mir die so nicht vorgestellt habe.
Das Knie wird wohl durchgesägt und das Ersatzteil wieder eingesetzt. Sah furchtbar aus und sah aus wie in einem Klempner-Laden.
Nun, das würde ich ja nicht sehen, aber ich weiß es jetzt. Da wird mir wirklich sehr bange. Mit meinem rechten Arm könnte ich noch nicht mal Krücken bedienen, weil ich mir die Schulter die ja letzten Winter gebrochen habe.
Tja, was nun?
Hat jemand Erfahrung mit solcher OP? Wäre dankbar für Erfahrungs-Werte.
Was sagen denn die Ärzte wegen den Krücken? Ohne Krücken finde ich tatsächlich schwierig. Jemand in der Familie hat eine Vollprothese, ist 75 Jahre alt, allerdings auch 2 Meter groß und um die 120 kg schwer.
Er hat zwar so keine Schmerzen und kommt gut zurecht, aber ohne Krücken gehts kaum. Nur kurze Strecken schafft er mittlerweile ohne Gehhilfen.
Ist natürlich immer Abwägung. Wie stark ist man beeinträchtigt? Je höher das Alter, desto länger dauert meist die Heilung und Eingewöhnung.
Ist direkt im Anschluß eine Reha angedacht?
Nein, das Knie wird nicht durchgesägt. Sowohl oberhalb, als auch unterhalb des Knies wird der Knochen durchgesägt...das neue Knie wird dann in diese beiden hohlen Knochen eingebracht...
In meinem Umfeld gibt es ein paar Leute, die neue Knie haben. Die sind sehr zufrieden und laufen schmerzfrei und ohne Probleme.
Vielleicht ist ein Rollator besser für dich. Musst halb mal mit dem Arzt sprechen...
Der Professor im Krankenhaus hatte nicht viel Zeit und weiß von der kaputten Schulter nichts. Außerdem meinte er, bevor ich nicht 10 kg abnehme werde ich nicht operiert. Ab einen BMI von 40 übernimmt die Firma, die die Prothese herstellt keine Garantie.
Ich habe einen BMI von 39.
Also wird ja doch am Knie ziemlich viel rumgesägt. Ich frage mich, wie soll das heilen?
Wir wohnen 3 Etagen ohne Fahrstuhl, ein Rollator wäre da nicht sehr hilfreich.
Im Moment ist es ganz schwierig für mich.
Eine Reha ist angedacht, ob ich die sofort nach dem Krankenhaus bekomme weiß ich nicht, ob das klappt.
Es gibt ja noch die Möglichkeit des Knorpelaufbaus u.a. auch mit Hyaloronspritzen und anderen Medikamenten. Vielleicht probiere ich das erstmal aus. Im Moment bin ich mir sehr unsicher.
Hi, Raimund
Ich hatte 2014 Knie rechts und 2018 Knie links ersetzt bekommen. Das rechte Knie hat es gut überstanden. Nach 7 Jahren mit dem linken Knie immer noch Probleme und laufe mittlerweile am Rollator.
Die ersten Tage danach läuft man mit einem hohen Rollwagen, danach mit Stützen. Ich wünsche viel Glück bei OP.
raimonda...wenn die Schulterverletzung erst ein Jahr her ist, kannst du noch kein gutes Ergebnis erwarten. 2022 habe ich mir auch den Humeruskopf gebrochen und die Rotatorenmanschette verletzt...hatte dann gut zwei Jahre wöchentlich Physiotherapie und habe die Übungen täglich zu Hause gemacht. Jetzt ist die Schulter weitgehend in Ordnung. Lediglich die obersten Fächer der Küche kann ich nicht mehr erreichen, da brauche ich ein Schemele. Mint Krücken könnte ich auf jeden Fall laufen.
Bekommst du denn Physiotherapie dafür?
Ansonsten würde ich dir raten, dich bzgl. der Knie-Endoprothese mal durchzugoogeln. Es gibt in Deutschland viele Kliniken, die darauf spezialisiert sind mit unterschiedlichen Ansätzen. Führend ist z. B. das orthopädische Klinikum Schloss Werneck, die haben eigene Prothesen entwickelt, die angeblich kleiner und schonender sind, als die herkömmlichen. Auch die Operationsmethode muss dort wohl schonender sein. Habe schon ein paar Reportagen dazu gesehen, ich glaube die waren im BR.
Ansonsten gibt es ja auch noch die Schlittenprothese...vielleicht ist das ein Weg für dich.
Der Knorpelaufbau wird ab einem bestimmten Verschleißstadium nicht mehr gemacht. Funktioniert soweit ich weiß nur, wenn noch ausreichend eigener Knorpel vorhanden ist.
Physio hatte ich damals ja schon hier in Portugal, was mir sehr gut getan hat, weil Osteopathie angewandt wurde und jeweils 50 Minuten bis 1 Std. In Berlin bekam ich ja im Quartal nur 2 x 6 Anwendungen, a 20 Minuten. Was längst nicht ausreichend ist.
Übungen für zu Hause mache ich. Es ist nur wirklich außerordentlich schmerzhaft. Ab und zu muss ich es dann auch mal ausfallen lassen.
Wegen dem Knorpelaufbau, werde ich mich erkundigen. Hier habe ich eine sehr gute Orthopädin, die ich dahingehend befragen will. Habe am 19.02. einen Termin.
Bei OP's außerhalb Berlins, weiß ich nicht, ob das meine Kasse bezahlt.
Wäre natürlich auch eine Option.
Werde mal gleich Klinikum Schloss Werneck googlen.
Danke, für die Info Seaangel
Naja, 12 Anwendungen im Quartal reichen ja aus für wöchentlich. Mehr bekam ich auch nicht...hab halt zu Hause täglich weiter gemacht. Was mir auch sehr hilft, ist Wassergymnastik.
Die OP selbst wird dir bundesweit bezahlt, du hast ja freie Arztwahl. Kann nur sein, dass die Fahrkosten nicht übernommen werden. Das musst du halt abwägen, wenn du eine Klinik findest, die für dich passt.
Wahrscheinlich heißt es nicht umsonst "Schulter und Knie heilt nie"...
Ich hatte immer zweimal die Woche a 20-25 Minuten Physio, was ich jetzt einfach zu wenig finde.
Die Schloss Werneck Klinik gefällt mir sehr gut. Vor allem wie sie dort operieren.
Die Anfahrt müsste ich wohl selber bezahlen, weil die Kasse so weite Wege nicht bezahlt, nur bis 100 oder 120 km ringsum Berlin.....
Nun muss ich erstmal mit der Krankenkasse verhandeln und danach dann die Klinik anschreiben. Operieren ginge ja sowieso erst nach dem 24.03.
Schauen wir mal.
Jedenfalls vielen Dank Seaangel für den Tipp.
Dann viel Erfolg raimonda...
Schloss Werneck hat auch eine geniale Nachbetreuung. Die Patienten kommen direkt von Werneck nach Bad Kissingen (das ist nicht weit) in eine ganz bestimmte Reha-Klinik. Die Ärzte sind einmal wöchentlich in der Reha-Klinik zur Sprechstunde und kümmern sich um ihre Patienten. Soweit ich weiß, macht das sonst niemand...
Nee, so etwas habe ich noch nicht gehört. Klingt ja wirklich bemerkenswert.
Na, ich werde berichten, wenn ich etwas erfahre. Ist natürlich von hier aus etwas schwierig, habe aber meinen Arztbericht, MRT-Ergebnis und Röntgenkopien dabei, die ich ggf. mit Fax oder email-Anhang schicken könnte. Bin ja erst ab 24.03. zurück in Berlin.
Schauen wir mal.