„Germering“ (Pseudonym)
Nachdem was ich in letzter Zeit in den Medien gehört habe , weiß ich gar nicht mehr ob ich noch einen Organspendeausweis haben möchte .
„Lage“ (Pseudonym)
Natürlich habe ich einen Organspendeausweis, das ist für mich gar keine Frage. Zu der Entscheidung kam ich allerdings tatsächlich auch erst, nachdem mein erstes Kind geboren wurde, da war ich 21. Die Vorstellung, dass mein Kind mal dringend auf ein Spenderorgan angewiesen sein könnte und im schlimmsten Fall verstirbt, weil kein Organ gefunden wird war der Punkt ab dem ich meinen Ausweis immer bei mir trug und immer noch trage.
Die neue Regelung, die dann ja nach dem Ausschlußprinzip funktioniert, finde ich gut.
Ich kann absolut verstehen, dass ein Familienangehöriger im Zweifelsfalle schlicht diese schwere Entscheidung nicht treffen kann, er hat gerade einen geliebten Menschen verloren und den Kopf sicher nicht frei für soetwas. Deswegen sollte jeder im Vorfeld Sorge tragen, dass solche Dinge im Fall des Falles geregelt sind, das gilt übrigens auch für eine Patientenvollmacht z.B.
„Metzingen“ (Pseudonym)
Ob sich damit jemand bereichert oder nicht, der Patient hat die Organspende bekommen die er benötigte. Damit wurde ein Leben gerettet.
Niemand hat nen Wurstsalat für teuer Geld aus den Organen gemacht... Organe wurden benötigt, auch wenn die Reihenfolge der Vergabe mißachtet wurde. Das ändert doch nichts an dem Fakt, daß eine Organspende ein Leben gerettet hat...
Ich habe auch seit fast 20 Jahren einen Organspendeausweis immer bei mir. Ich hatte selbst mit 15 Jahren mal einen so schweren Unfall, daß mir fast ein Bein amputiert werden mußte. Vor der OP mußte meine Mutter die Einverständniserklärung zur Amputation unterschreiben und ich habe dies damals mitbekommen. Nach der OP - glücklicherweise konnten die Ärzte damals mein Bein retten - habe ich mit meinen Eltern darüber gesprochen. Meine Familie und auch meine Freunde wissen, das ich im Falle eines Falles meine Organe spenden möchte. Auch bin ich bei der DKMS seit ewigen Zeiten typisiert.
Selbst meine Mutter hat im letzten Jahr eine Patientenverfügung erstellen lassen in der diverse Dinge geregelt sind. Das A und O ist doch, dieses Thema einmal im Familienkreis anzusprechen und sich Gedanken darüber zu machen.
Allerdings möchte ich mich nicht registrieren lassen als Spender oder nicht Spender. Die Registrierung in einer Datenbank ist mir viel zu unsicher. Ich weiß doch nicht, wem die Daten zu welchen Zwecken zugänglich gemacht und mit welchen Folgen (evtl sogar illegale) ich zu rechnen hätte.
„Germering“ (Pseudonym)
Ich habe schon seit 20 Jahren einen Spenderausweis .
Aber wenn Leute damit Geld machen wollen, schmeiß ich ihn lieber weg .
„Naumburg“ (Pseudonym)
...ich habe auch einen Organspendeausweis
die meisten hier von uns bei rf werden jedoch nicht als Organspender in Frage kommen... weil die Organe bereits geschädigt sind
„Metzingen“ (Pseudonym)
@Sommersusi
Naja, es gibt so einiges was man noch gebrauchen kann... von Ohrknöchelchen über die Netzhaut bis zu den inneren Organen. Klar, meine Lunge wird wohl keinen Blumentopf mehr gewinnen aber a bissl Schwund is ja immer ;o)
„Naumburg“ (Pseudonym)
... na unsere Herzen... und Nieren... die Leber usw haben doch auch schon ne Macke weg ;o)
„Germering“ (Pseudonym)
Im Grunde ist es auch egal . Wenn ich die Segel gestrichen hab , können sie machen was sie wollen .
So wie ich Motorrad fahre , stehen die Chancen nicht schlecht , einen unnatürlichen Tod zu erleiden .
„Metzingen“ (Pseudonym)
@Willi
Du solltest Dir dringend Hilfe suchen. Deine agressiv-depressive Stimmung schwingt hier in allen postings mit. Dir kann hier in dem Forum allerdings keiner helfen....
@Sommersusi
Ich finde, da bist Du Opfer Deiner Vorurteile.
Woraus schließt Du denn, das die meisten hier bei RF als Spender nicht in Frage kommen?
Weil sie dick sind? Dick = krank?
„Naumburg“ (Pseudonym)
...nicht gleich unbedingt krank.. aber die Organe sind ebenso verfettet.. die Herzen vergrößert.. weil sie mehr leisten müssen... sehr viele hier sind Diabetiker... da enstehen schnell Frühschäden an den Organen.. und daraus Folgeschäden
..und glaub mir.. das sind keine Vorurteile... ich komme aus der Medizin.. und weiß schon.. wovon ich schreibe..
„Neumarkt in der Oberpfalz“ (Pseudonym)
Ich würde immer ein deutliches ja zur Organspende sagen. Egal, ob Augenhornhaut oder andere "Kleinteile", wenn schon Herz oder Lunge, Leber etc. nicht in Frage kommen.
Ich habe einen Organspendeausweis und hoffe, dass mit meinen "Ersatzteilen" mal keine Geschäfte gemacht werden.
Ich finde diesen Skandal auch schlimm, aber so ist der Mensch - wo es was zu verdienen gibt, wird es immer von raffgierigen, skrupellosen Menschen ausgenutzt. Das gibts überall - in Politik und Wirtschaft.
„Germering“ (Pseudonym)
Kommt darauf an warum ein Herz vergrößert ist .
Für ein Herz eines Fußballers werden sie wohl Verwendung haben .
„Coesfeld“ (Pseudonym)
ich sehe das ähnlich wie aoxomoxoa: die organe wurden verpflanzt, ein leben wurde gerettet.
natürlich ist es völlig inakzeptabel, wenn damit geld gemacht wird und wenn menschen vorgezogen werden, weil sie das nötige kleingeld haben um den arzt zu bestechen, allerdings denke ich doch, daß die organvergabe im allgemeinen korrekt verläuft. wegen eines einzelfalls gleich den organspendeausweis wegzuwerfen halte ich - gelinde gesagt - für bescheuert.
im übrigen ließe sich eine deutliche verbesserung bei der anzahl der möglichen organtransplantationen erreichen, wenn die rechtlichen voraussetzungen entsprechend geändert würden: deutschland hat hier das zustimmungsprinzip rechtlich verankert, was im klartext heißt, daß bei einem menschen ohne organspendeausweis keine organe entnommen werden dürfen.
hier in österreich dagegen funktioniert das ganze schon seit den 80ern nach dem widerspruchsprinzip - organe dürfen entnommen werden, wenn ich nicht in einer datenbank registriert bin, die besagt, daß ich das explizit ablehne.
die zahlen, die die auswirkungen dieses kleinen unterschieds belegen, sprechen bände. die spenderquote (post mortem, wohl gemerkt) in deutschland liegt bei 15,8%, in österreich bei 23,3%. (stand 2010)
Ich habe auch einen Spenderausweis. Vielleicht kann damit jemandem nach meinem Tod noch geholfen werden. Ich finde das wichtig.
Was da gemacht wurde, ist natürlich nicht ok! Aber deswegen gebe ich meinen Ausweis nicht wieder ab. Ich sehe das wie jana. Ich denke auch, dass es normalerweise korrekt verläuft und verliere meinen Glauben in die Medizin nicht.
"Den meisten Menschen fällt es nicht leicht, sich für oder gegen eine Organspende am Ende des Lebens zu entscheiden. Diese Entscheidungshilfe kann Ihnen beim Abwägen der Argumente helfen. "
Hier wurde öfter von Patientenverfügung gesprochen.
Vielen ist nicht klar, dass der Wunsch, am Lebensende nicht an Maschinen angeschlossen zu werden, normalerweise NICHT mit einem Organspenderausweis kompatibel ist!
Es empfiehlt sich in diesem Fall, folgenden Zusatz aufzunehmen:
"Grundsätzlich bin ich zur Spende meiner Organe und Gewebe bereit.
Es ist mir bewusst, dass Organe nur nach Feststellung des Hirntodes bei aufrechterhaltenem Kreislauf entnommen werden können. Deshalb gestatte ich ausnahmsweise für den Fall, dass bei mir eine Organspende medizinisch in Frage kommt, die kurzfristige (Stunden bis höchstens wenige Tage umfassende) Durchführung intensivmedizinischer Maßnahmen zur Bestimmung des Hirntodes nach den Richtlinien der Bundesärztekammer und zur anschließenden Entnahme der Organe."
„Germering“ (Pseudonym)
@ Sue aus Do
Sehr guter Beitrag finde ich .
Daran habe ich auch noch nicht gedacht .
„Bernkastel-Wittlich“ (Pseudonym)
Ich habe schon seit Jahren einen Organspendeausweiß . Trotz dieses Skandals werde ich ihn nicht zurück geben. Wenn ich auch nur einen einzigen Menschen damit helfen kann, dann ist es schon gut.
„Neumarkt in der Oberpfalz“ (Pseudonym)
@Sue..., dein Hinweis ist gut.
Ich wusste das auch nicht und habe es erst kürzlich im TV gehört. Muss meiner Patientenverfügung also noch einen Zusatz anfügen.
„Lauf an der Pegnitz“ (Pseudonym)
@ sue aus DO:
auch ich wusste das nicht obwohl ich eine Verfügung und einen Organspendeausweis habe- ich werds ergänzen- vielen Dank für diese wichtige Info!
zum Thema: ich halte den Organspendeausweis für wichtig, ich hatte einmal ein langes Gespräch mit einem Menschen, der ein Spenderherz hatte und sich nun für die Organspende einsetzt, er erklärte mir auch dass wesentlich mehr Menschen als Spender in Frage kommen als wir oft denken- auch Übergewichtige, Senioren etc.... man muss das eben im Einzelfall begutachten- Hauptsache es hilft anderen .....
„Region Angeln“ (Pseudonym)
Ich habe auch einen Organspendeausweis. Mich dürfen sie nach Lust und Laune weiter verwerten. Ich finde Skandal auch schlimm wobei es mich nicht überrascht das Menschen ihren Profit rausschlagen...
Ich hoffe es ist die Minderheit die sich so verhält und das irgendwann in weiter Ferne tatsächlich jemand durch mich gesund wird oder zu einer besseren Lebensqualität kommt...
Ich selbst habe ja in der Hand Courage zu zeigen. Den anderen (Organhändler) kann ich nicht ändern.
„Bad Schwartau“ (Pseudonym)
Organspende ist Ehrensache. Kenne keine Gründe die dagegen sprächen.
Und Sue: Exzellenter Zusatz!
„Frankenthal“ (Pseudonym)
Ein sehr guter Beitrag Sue ich habe den Link mal direkt per Facebook geteilt. Ich selber kann auch nur für die Organspende sprechen vor allem da mich das Thema mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mal selber direkt betreffen wird.
„Germering“ (Pseudonym)
Wahrscheinlich werde ich meinen Ausweis wohl behalten .
Solange ich nicht zu früh auseinandergeplückt werde , ist es auch egal wer ein Organ bekommt .