Bariatrische OP

in „Gewicht reduzieren“

Zu diesem Thema gibt es 48 Antworten

„Neuburg-Schrobenhausen“ (Anonymer Beitrag)

Was macht eine Magenverkleinerung mit dem Stoffwechsel?
Man kann danach nur noch kleine Mahlzeiten essen und nimmt doch deswegen ab, oder etwa nicht!

Sorry ... Aber denke ich da falsch?


Jein.
Es wegen hormonbildende Bereiche ausgeschaltet/entfernt.
Ein bestehender Diabetis z.B geht postwendend in Remission. Die Darmflora ändert sich auch. Allerdings sind ganz viele Umstände noch gar nicht erklärbar erforscht. Man weiß es also gar nicht so genau.

„Nordenham“ (Anonymer Beitrag)

Das wusste ich alles nicht, danke @Neuburg-Schrobenhausen

„Werne“ (Anonymer Beitrag)

Zitat:
Ich habe genau darüber mit meiner Nachbarin diskutiert. Sie hatte eine Magen-OP beharrt darauf, dass sie nie viel gegessen hat und diese OP hätte ihren Stoffwechsel wieder in Schwung gebracht. Der arbeitet jetzt besser, deshalb hat sie in Windeseile 60 Kilo abgenommen!

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Ich glaube diese Aussage würden viele Menschen, die an Adiposititas erkrankt sind ggf. auch so tätigen. Es ist leider ein Bestandteil der Krankheit, seine Esssucht einesteils nicht zu verstehen und andererseits nicht zugeben zu wollen. Ist vielleicht sogar ein Stückweit menschlich. Ich habe solche Aussagen jedenfalls schon recht oft gelesen oder gehört.

Es ist glaube ähnlich zu sehen wie bei einem Trinker oder Drogenabhängigen, der erzählt, dass er doch gar nicht viel trinkt oder an Drogen konsumiert. Dass er eigentlich alles im Griff hat.

Ja, man sagt, dass die OP den Stoffwechsel verändert, aber die Hauptgewichtsabnahme wird zweifelsfrei dadurch erzeugt, dass man nach der OP in ein starkes Kaloriendefizit kommt. Alles andere ist Unsinn.

Bzgl. des Stoffwechsels habe ich gerade eine interessante Erfahrung gemacht:

Mein Mann und mein Sohn haben über einige Monate diese MetaFlow-Stoffwechseldiät gemacht. Sie wollten es einfach mal versuchen. 4 Tage die Woche normal essen, 3 Tage die Woche, 3 mal täglich diese Stoffwechsel-Shakes trinken.

Aus Solidarität und weil ich meinem Mann nichts voressen wollen, dachte ich, ich mach das mal eine Zeitlang mit. Das Ergebnis war spannend. Während mein Mann und mein Sohn wirklich gut damit abgenommen haben. Mein Sohn fast 20 kg. Mein Mann 11 kg, habe ich überhaupt nichts abgenommen.

Meine Theorie ist, dass sich mein Stoffwechsel durch die OP eh schon umgestellt hat. Und da ich ohnehin versuche eiweißreich und fettarm zu essen, habe ich von der Stoffwechseldiät nicht mehr profitiert. Nachdem sich ca. 3 Monate nichts bei mir getan hatte (und ich hätte noch gut 20 kg an Übergewicht abzugeben), hab ich es dann gelassen.

„Weinstadt“ (Anonymer Beitrag)

Ich möchte nur kurz auf den Widerspruch aufmerksam machen:

Wenn andere nicht abnehmen, dann gehört es dazu "seine Esssucht einesteils nicht zu verstehen und andererseits nicht zugeben zu wollen".

Wenn man selbst nicht abnimmt mit etwas, mit dem andere abnehmen, dann liegt das daran " dass sich mein Stoffwechsel durch die OP eh schon umgestellt hat".

Wenn das mit den Kalorien so einfach wäre, dann würde bei der MetaFlow Diät auch gelten, dass einfach noch zuviele Kalorien aufgenommen wurden (für den eigenen Stoffwechsel).

Ich persönlich glaube, es ist eine Mischung: Natürlich spielt die Kalorienaufnahme eine Rolle. Aber es gibt noch wesentlich mehr was eine Rolle spielt: Es gibt auch "natürlich dünne" Menschen, die essen können was sie wollen, ohne zuzunehmen. Bei denen blockiert vermutlich irgendetwas die Fettaufnahme in die Zellen, etwas das wir heute noch gar nicht verstehen. GLP-1 wurde ja auch erst kürzlich gefunden, u.a. weil man festgestellt hat, dass die Level nach bariatrischen OPs anders waren als normal und das die Menschen nach OPs mehr abgenommen haben als ohne - bei ähnlicher Diät.

Außerdem kennt glaube ich jeder, der schon mal abgenommen hat, die Plateaus, wo es dann einfach nicht weiter runter geht, obwohl man stark unterkalorisch isst. Man wird dann i.d.R. nur müder. Der Stoffwechsel/Körper blockiert einfach und fährt runter und greift die eigenen Fettreserven nicht an.

Aber Forschung in diesen Bereichen wird nur weiter stattfinden, wenn wir von diesem "Fette sind allein selber Schuld", dass auch beim letzten Posting mitschwingt, runterkommen. Es ist auf jeden Fall so, dass viele Menschen es deutlich leichter haben schlank zu sein und zu bleiben als andere und das Hilfe okay ist.

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und Bewegung sind der Anfang, aber Hormone und andere Botenstoffe bestimmen vermutlich, ob Abnehmen "ein Spaziergang im Park" ist, oder ein "Marathon durch die Anden".

„Werne“ (Anonymer Beitrag)

Ich möchte nur kurz auf den Widerspruch aufmerksam machen:

Wenn andere nicht abnehmen, dann gehört es dazu "seine Esssucht einesteils nicht zu verstehen und andererseits nicht zugeben zu wollen".

Wenn man selbst nicht abnimmt mit etwas, mit dem andere abnehmen, dann liegt das daran " dass sich mein Stoffwechsel durch die OP eh schon umgestellt hat".

Wenn das mit den Kalorien so einfach wäre, dann würde bei der MetaFlow Diät auch gelten, dass einfach noch zuviele Kalorien aufgenommen wurden (für den eigenen Stoffwechsel).



Ich meine klar mitgeteilt zu haben, dass meine Beobachtung eine reine Vermutung ist. Einfach in Bezug darauf, dass oben geschrieben wurde, dass nach einer OP viele Stoffwechselprozesse noch unerforscht sind.

Die Dame, die da meinte, sie hätte vor der OP nicht abgenommen, weil ihr Stoffwechsel nicht korrekt funktionierte, obwohl sie wenig gegessen hatte, hat das sicher auch nicht schriftlich bestätigt bekommen, sondern nur als Vermutung.

Ich selber kann mich durch meine OP gar nicht mehr überessen.. Ich habe nie verstanden, wie Menschen nach der OP wieder drastisch zunehmen können. Ich weiß, dass es bei einigen Operierten nicht dauerhaft funktioniert hat, aber verstehen kann ich das bisher nicht. Natürlich weiß ich auch nicht, wo ich in 10 Jahren stehe, aber aktuell ist das der Ist-Zustand. Ich habe echte Beschwerden, wenn ich zu viel esse. Da mein Gewicht seit über 2 Jahren stabil steht und ich nicht zunehme, ist davon auszugehen, dass ich nicht über meinem Kalorienbedarf Nahrung zu mir nehme. Durch die 3 Shaketage in der Woche wäre also auch ich deutlich ins Defizit gekommen. Daher dachte ich, ich mach einfach mal mit.

Ich wollte damit nur die Aussage untermauern, dass viele Dinge den Stoffwechsel betreffend, noch nicht ausreichend bekannt sind. Warum genau diese Diät bei mir nicht funktioniert hat, weiß ich natürlich nicht. So habe ich halt die Theorie entwickelt, es könnte damit zusammenhängen, dass durch die OP mein Stoffwechsel ohnehin in "die richtige Richtung" verändert wurde. Das kann natürlich auch komplett falsch sein. Ich kann nicht mehr als vermuten und meine Erfahrung mitteilen.

Und, dass wir an Adipositas Erkrankten leider oftmals esssüchtig sind und viele sicher bei einem Therapeuten gut aufgehoben wäre (was leider in DE quasi ein Ding der Unmöglichkeit ist) ist ja nun kein Geheimnis, wenn wir ehrlich sind. Und ja, auch ich gehöre da dazu und musste viele Dinge in Vorbereitung der OP erst aufarbeiten, lernen anzuerkennen und mir bewusst machen. Auch ich dachte oft, dass ich doch gar nicht so viel esse. Im Vergleich zu meinem recht normalgewichtigen Mann, habe ich tatsächlich deutlich weniger gegessen. Nur, was nützt mir so eine Beobachtung, wenn ich 100 kg Übergewicht habe und er putzige 20 kg abnehmen müsste für Normalgewicht. Mein Problem bleibt, auch wenn es vielleicht eine medizinische Erklärung dafür geben würde, dass ich schon zunehme, wenn ich am Stück Torte vorbei gehe, während er morgens 1 kg weniger hat, obwohl er abends noch den Kühlschrank plündert und alles, was ihm in den Sinn kommt, in sich reinstopft.

Eine echte Erklärung, warum bei 160 kg gelandet bin und andere unter ähnlichen Bedingungen nie in solche Gewichtsregionen vorstoßen, konnte mir bisher niemand geben. Auch nicht die Adipositas-Fachärzte in meinem Adipositas-Zentrum. Ich gehe jetzt noch einmal im Jahr zur Nachkontrolle. Am Anfang ist es engmaschiger, jetzt nur noch jährlich. Da gibts jedesmal nen großen Fragebogen. Es geht einfach darum, dass da immer noch Erfahrungen gesammelt werden, wie sich der Körper und das Leben nach der OP ändert. Welche Beschwerden hat man, was verbessert sich. Was hat sich "zufällig" also quasi unbeabsichtigt nach der OP verändert, bzw. verbessert.

Bei mir ist ein großes Mysterium, dass meine Migräne direkt nach der OP verschwunden war. Von Stund an hatte ich nie wieder Migräne. Die hatte ich schon als Kind. Kopfschmerzen und Migräne waren mein ständiger Lebensbegleiter. Vor der OP haben wir noch zusammen mit dem Adipositaszentrum eine Übersicht gemacht, welche Migränemedis ich noch nehmen kann. Ich hab nie wieder ein Medikament gebraucht. Das war auch schon vorbei, als ich noch gar nicht großartig abgenommen hatte. Vor der OP Minimum 2 mal im Monat schlimmste Migräne. Kopfschmerzen quasi täglich. Kein Tag ohne große Mengen Ibuprofen. Direkt nach der OP war schlagartig damit Schluss. Niemand kann mir das erklären. Es ist, als hätte sich der Migräneauslöser in dem Magenteil befunden, welches entfernt worden ist. Es kann mir niemand erklären, aber es ist so.

Da sind auch die Ärzte noch häufig überfragt und die ganzen Zusammenhänge sind noch längst nicht auserforscht. Und natürlich muss man daher auch von ausgehen, dass es neben unerklärlichen positiven Nebenwirkungen auch unerklärliche oder unerwartete negative Nebenwirkungen geben kann. Aber das muss man je nach persönlicher Situation halt selber für sich ausloten. Ich hab meine damalige wirklich miese Verfassung und Lebenssituation einfach gegen möglich Risiken abgewogen. Damals wars mir das Risiko wert.

Aber das ist was ganz Subjektives. Das kann man niemanden einreden. Das muss jeder für sich selber entscheiden, welcher Weg ggf. der Richtige ist und ob man überhaupt Handlungsbedarf bei sich sieht

„Weinstadt“ (Anonymer Beitrag)

"Ich selber kann mich durch meine OP gar nicht mehr überessen.. Ich habe nie verstanden, wie Menschen nach der OP wieder drastisch zunehmen können. "

Der Magen weitet sich nach und nach immer ein bißchen, wenn man sich regelmäßig voll ißt. Die meisten, die ihren Magen wieder dehen, nehmen 1-3 Jahre nach der OP wieder zu. Aber die Gefahr ist immer da.

"dass meine Migräne direkt nach der OP verschwunden war. Von Stund an hatte ich nie wieder Migräne."

Es könnte was mit Entzündungsprozessen im Körper zu tun haben, die weniger geworden sind. Die können ja in vielen Körperteilen Schmerzen auslösen, warum nicht auch im Gehirn. (Nur eine Vermutung)

„Korbach“ (Anonymer Beitrag)

Viele berichten von Haarausfall nach OP. Wie ging/ geht es euch in der Richtung?
Es muss ja auch einiges an Nahrungsergänzung eingenommen werden ?

„Werne“ (Anonymer Beitrag)

Ja, der Haarausfall kommt bei fast allen Operierten ca. 3 Monate nach der OP. Meiner Beobachtung nach, bleiben nur Wenige verschont. Ich habe tatsächlich eine Kollegin, die hatte das gar nicht. Aber alle anderen Bekannten waren Betroffen.

Bei mir hat es ca. 3 Monate gedauert, dann war der Spuk wieder vorbei. Aber es war für den Moment heftig. Ich habe gefühlt ca. die Hälfte meiner Haare verloren. Das war schon ziemlich beängstigend.

Ich habe glücklicherweise dicke Haare und hatte immer noch ausreichend Haare auf dem Kopf, aber sie waren wirklich sehr dünn. Das Gute war, dass sie sofort wieder nachgewachsen sind. Das sah echt wild aus, weil mir viele Babyhaare am Kopf abstanden. Meine lange Haare habe ich Stück für Stück gekürzt, weil dünn und lang wirklich verboten aussah in meinen Augen.

Da ich auch ziemlich große Angst vor dem Haarausfall hatte, habe ich schon Wochen vor der OP angefangen Biotin zu nehmen. Aber es konnte nicht verhindert werden. Mitten im schlimmsten Haarausfall habe ich alles versucht, was der Markt hergibt. Biotin, Priorin und all den teuren Kram. Ich glaube rückblickend nicht, dass es irgendwas geholfen hat. Heute, 4,5 Jahre nach der OP, sind sie wieder voll und dick. Ich habe jetzt eher schulterlange, statt ganz lange Haare. Aber sie sind voll wieder da. Ich merke keinen Unterschied mehr zu vor der OP.

Ja, Nahrungsergänzungsmittel muss man ggf. nehmen. Aber hier bin ich sehr entspannt. Ich nehme die normalen Vitamine und lasse regelmäßig meinen Blutwerte testen um ggf. zügig festzustellen, ob irgendwo Mangel besteht. Bisher war bei mir immer alles in Ordnung.

Es gibt so spezielle Ergänzungsmittel, die direkt für bariatrisch Operierten vorgesehen sind. Die sind ziemlich teuer, werden aber schon in der Klinik empfohlen in der Regel. Die kamen mit dem Zeug schon an mein Klinikbett und haben mir das vorgestellt. Da weiß man natürlich wo der Hase langläuft. Es ist ein gutes Geschäft.

Aber das muss ebenfalls jeder für sich selber entscheiden.

„Zweibrücken“ (Anonymer Beitrag)

Ich war ein "OP-Versager". Nach der OP gab es eine sehr turbulente Zeit. Darunter Schwangerschaft, 3 Todesfälle sehr naher Menschen und eine sehr stressige Partnerschaft. Das habe ich wohl kompensiert und der Körper selbst hat wohl auch u.a. weniger Cortisol ausgeschüttet. Dazu kommen u.a. Erkrankungen wie Lipödem Stadium III und Lymphödem.
Nach 5 Jahren habe ich mich überwunden einen Umbau machen zu lassen.
Es sind inzwischen 3 Jahre vergangen und über 80kg weg. Der Uhu und mehr erreicht.
Ich nehme kleinschrittig immer noch ab. Rechne aber mit den obligatorischen 10-20% Wiederzunahme des abgenommenen Gewichts in einigen Jahren. Es muss nicht, aber ich finde wichtig, sich vor Augen zu führen, dass das passieren kann.
Was die Supplemente betrifft, kann ich nur empfehlen, die zu nehmen, welche auch für Operierte angeboten werden. Mit der empfohlenen Tagesdosis für Operierte kosten die "günstigen" ähnlich viel, wie die "maßgeschneiderten". Zumal man bei den bariatrischen Supplementen auch weniger Menge zu sich nehmen muss. Wichtig ist auch, dass "Depot"-Supplemente nicht eingenommen werden sollten, da die Aufnahme bei Depotwirkung verhindert wird.
Ich habe erhebliche Mängel. Nach einer OP diesen Jahres brauchte ich z.B. 5 Eiseninfusionen, weil mein Körper es anders nicht kompensieren konnte.
Es ist es wichtig, regelmäßig seine Blutwerte mit gewissen Parametern abnehmen zu lassen. Dazu kommt, dass manche Werte sich erst nach Jahren im Blut anzeigen.
Haarausfall hatte ich so gut wie keinen.
Für mich war es die richtige Entscheidung und es ist ein ganz neues Lebensgefühl.
Der "Lebenshunger" und die "Freude, was noch kommt" hat enorm zugenommen.

„Kaltenkirchen“ (Anonymer Beitrag)

Ich muss mal etwas genervte Frustration loswerden:
Ich habe mich jetzt endlich für die OP entschieden, mein Erstgespräch gehabt, Primärindikation bekommen und kümmere mich gerade u.a. um die Befürwortungsschreiben meiner Ärzte.
Meine neue Hausärztin scheint aber der Auffassung zu sein, dass ich mich einfach nur mehr bewegen muss...
Dass ich seit 45Jahren gegen diese Scheisse kämpfe ...und JA immer wieder auch große Mengen abgenommen habe, aber eben auch wieder zu (plusplusplus...) interessiert sie nicht.
Sie stellt sich nicht klar gegen die OP aber sie boykottiert es indirekt indem sie sich uneindeutig ausdrückt...*kotz
Ihr "Attest" ist wertlos, weil es nicht die Grundanforderungen erfüllt ☹️

Es wird mich nicht aufhalten und ich habe noch weitere Optionen, aber es ist ein wirklich schräger Move des Universums, nachdem ich mich seit mind 10Jahren gegen ständige Übergriffe anderere Ärzte (sogar ein HNO😵) gewehrt habe, die - zum Großteil völlig unbeleckt vom Thema- mich "mal eben" nebenbei zur OP aufgefordert haben...*kopfschüttel

„Weinstadt“ (Anonymer Beitrag)

@Kaltenkirchen Gerade wenn du der Typ "Ich konnte es nicht halten" bist: Eine OP verschafft dir 2 Jahre zum Abnehmen, danach kannst du alles wieder zunehmen, weil der Magen sich wieder dehnt, wenn du die Ursache nicht auch angehst.

Mach eine eine (beleitende) Psychotherapie, auch wenn du dich für die OP entscheidest. Für dich.

„Kaltenkirchen“ (Anonymer Beitrag)

@Weinstadt

Hast Du dich mal gefragt, warum dieses Forum so still geworden ist..?
Warum selbst ein Bereich, der von vielen Usern lang erbeten wurde, kaum Flow hat..?
Könnte zb daran liegen, dass unerbetene Ratschläge (ohne jegliches Hintergrundwissen) in solch einem sensiblen Themenbereich äusserst unbeliebt sind und keineswegs zu weiterem Austausch einladen.

Oder magst Du es, wenn ich im Gegenzug DIR eine Therapie empfehle (ohne auch nur irgendetwas über Dich zu wissen)??
Aufgrund Deiner schlecht informierten Hybris, deiner offensichtlichen Projektion und mangelnden Selbstreflektion bzgl deiner Motive dich hier einzubringen, empfehle ich auch Dir sehr gern therapeutische Begleitung ...zu deinem und unserem Nutzen.

„Kaltenkirchen“ (Anonymer Beitrag)

@Werne

Ganz herzlichen Dank für Deine sehr persönlichen und ausführlichen Berichte!!
Auch Danke für Deine Haltung und den Versuch möglichst objektiv und sachlich zu bleiben (trotz des hochemotionalen Themas)!!
🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻🌻

DIESE Art des Austausches würde ich mir hier sehr wünschen, aber leider ist der Zug dafür hier wohl abgefahren.. 😔

„Neuburg-Schrobenhausen“ (Anonymer Beitrag)

Weinstadt hat aber doch vollkommen Recht!
Ich finde es eher traurig, dass jegliche kritische Anmerkung unerwünscht ist und sofort das Argument kommt, man sei quasi Schuld, dass im Forum nichts mehr los sei.

Wenn man ausschließlich Positives und pro OP lesen möchte, sollte man das explizit und unmissverständlich dazu schreiben!
Ist dann aber halt kein Austausch mehr sondern nur noch Hätscheln.

„Kaltenkirchen“ (Anonymer Beitrag)

@Neuburg-Schrobenhausen

Wenn hier ein Austausch gewünscht würde, würden FRAGEN gestellt , statt leierkastenhaft ständig die banalsten Infos verteilt.
Oder glaubst Du ernsthaft, dass Jemand, der/die sich seit Jahrzehnten diesem Kampf stellen muss, uninformiert in solch eine weitreichende Operation geht?Selbstverständlich sind kritische Anmerkungen und informierter (!!) Austausch auch von mir erwünscht, aber nicht in dieser übergriffigen Form.
Woher wollt ihr wissen ob und in welcher Form nicht bereits Therapieerfahrungen vorliegen?

„Werne“ (Anonymer Beitrag)

Die Sache mit der Therapie ist immer ein ganz toller Rat. Dabei ist doch eigentlich sehr bekannt, dass Deutschland im Punkto Therapie ein echtes Entwicklungsland ist. Versuch mal eine begleitende Therapie wg. Adipositas permagna oder Grad 3 zu bekommen. Es ist quasi eine Mission Impossible. Wer magersüchtig ist, kann sich einweisen lassen. Wer zu dick ist, eher nicht so. Magersüchtige werden eher bemitleidet und man erkennt die Krankheit gesellschaftlich schon ziemlich gut an. Dicke sind ja in der Regel selber Schuld. Essen zu viel, bewegen sich zu wenig, sind einfach fett und faul.

Es gibt mehr oder weniger keine Therapeuten für Adipositas. Gutachten von Hausärzten zu bekommen, ist oft schwer. Hausärzte haben ganz ganz oft einfach viel wenig Wissen über bariatrische OP´s und oft auch einfach über die Zusammenhänge von Adipositas überhaupt.

Meine Hausärztin hatte damals auch keinen Freudensprung gemacht, als ich ihr erzählte was ich vorhabe. Sie hatte große Bedenken. Hat mir aber die Befürwortung dann recht neutral geschrieben. Sie hat dann immer viel gefragt, hat sich erzählen lassen, wie es mir geht. Über die Entwicklung nach der OP war sie dann aber unfassbar begeistert. Sie hat dann echte Anteilnahme dran genommen und sich über jeden Erfolg mit mir gefreut.

Aber ich habe wirklich gemerkt, dass ihr jegliche Erfahrung damit gefehlt hat.

Als die Entscheidung damals bei mir getroffen wurde, hätte mich auch keiner mehr davon abbringen können. Am besten ist, man sucht sich ein Adipositaszentrum in seiner Nähe. Die lotsen einen dann durch das MMK und organisieren auch das Meiste gleich selber. Ab einem BMI von 50 kann in der Regel auch ohne Zustimmung der Krankenkasse operiert werden. So wars bei mir auch. Natürlich bleibt die lebenslange Aufgabe und Arbeit am Gewicht. Aber mit der OP ist es viel leichter. Fast alle, die sich operieren lassen haben eine jahrlange Abnehmodyssee hinter sich. Das Halten des Gewichts ist das Schwerste. Genau das, gelingt vielen Menschen eben nicht. Und dabei hilft eben die OP.

Ich habe es schon lange aufgegeben, irgendwen überzeugen zu wollen, dass der Schritt für mich der Richtige war. Viele Menschen denken, man geht den Weg des einfachsten Widerstandes. Aber dem ist nicht so. Es ist auch mit OP kein Spaziergang. Aber ich erkläre das niemandem mehr. Wer den Weg selber geht, weiß es. Wer ihn nicht gehen will, muss das ja nicht. Jeder entscheidet das für sich.

„Langen“ (Anonymer Beitrag)

@ Kaltenkirchen
Naja, aber in deinem anonymen Gespräch in einem öffentlichen Forum ist auch nicht jeder Tipp eine Anfeindung. Man muss auch nicht krampfhaft versuchen immer das schlechteste in jeden Beitrag hinein zu interpretieren. Und wenn du schon eine begleitende Therapie machst oder gemacht hast, dann hätte man das schreiben können und damit wäre doch allen geholfen gewesen. Das wiederum hätte in meinen Augen dann auch eher zu einer lebendigen Forenatmosphäre beigetragen, wo man sich beteiligen möchte. Selbst wenn du keine Therapie machst, machen kannst oder machen willst wäre doch auch das ein passender Hinweis gewesen. Zu guter Letzt gibt es auch immer noch die Möglichkeit nicht auf Beiträge zu reagieren, die einen vielleicht stören.
Mag ja sein, dass man in der Situation öfter ungefragt dumme Ratschläge bekommt, aber das kann eben nicht jeder außen stehende Mensch wissen und da wir hier nicht in einem medizinischem Forum sind hilft es viel mehr, wenn man schon erlangtes Wissen mit anderen teilt als so herum zu poltern. Vielleicht würde eine positive Einstellung im Leben auch schon einiges verändern, selbst wenn die Welt um einen herum manchmal scheiße ist. Aber was hilft es, wenn man sie nicht ändern kann.

„Kaltenkirchen“ (Anonymer Beitrag)

Danke Werne,
die reale Versorgung für Menschen mit Adipositas per Magna ist fast nicht vorhanden...weder psychologisch, noch endokrinologisch oder gastroenterologisch...
Es ist fast unmöglich einen Termin bei zertifizierten Ernährungsmedizinern zu bekommen ...und viele von Denen arbeiten auch mit ganz anderen Schwerpunkten.
Leider.
Ich bin dann hier wieder raus.
War ne dumme Idee hier wieder mal zu schreiben...👋👋👋

„Weinstadt“ (Anonymer Beitrag)

Bye.

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

„Werne“ (Anonymer Beitrag)

Vielleicht würde eine positive Einstellung im Leben auch schon einiges verändern, selbst wenn die Welt um einen herum manchmal scheiße ist. Aber was hilft es, wenn man sie nicht ändern kann.


Also du meinst, es liegt einfach daran, dass man keine positive Einstellung zum Leben hat, dass man dann deshalb nicht abnehmen kann bzw. es nicht halten kann? Oder in welchem Kontext gibst du diesen Ratschlag jetzt?

@Kaltenkirchen

Dieser Forenbereich ist genau für Leute wie dich geöffnet. Ich würde mich freuen hier mehr von deinem Weg lesen zu können.

„Weinstadt“ (Anonymer Beitrag)

@Werne Meinst du mich mit der Frage zur Einstellung oder Kaltenkirchen?

„Langen“ (Anonymer Beitrag)

@ Werne
Nein, das bezog sich nicht auf das Abnehmen sondern mehr auf die Stimmung hier im Forum und gerade in diesem Thread. Aber danke, dass du nachgefragt hast. 😊

„Werne“ (Anonymer Beitrag)

Die Stimmung im Forum kommentiere ich so gut wie nie. Meine Frage bezog sich auf den Forianer, der die Theorie mit der fehlenden positiven Einstellung geschrieben hatte. Und das war, so wie ich das sehe: "Langen".

Das mein vorheriger Beitrag unterstrichen ist, war nicht beabsichtigt. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich über meinem Beitrag quasi den Satz von "Langen" zitieren wollte. Die Formatierung in diesem Forum ist für mich von jeher ein Buch mit 7 Siegeln.

„Weinstadt“ (Anonymer Beitrag)

Im Übrigen ist auch eine Therapie ABSOLUT nichts, für das man sich schämen muss. Im Endeffekt ist es ja nur ein Beratungsangebot um einem selbst bei der emotionalen Regulation zu helfen. Eine Gruppentherapie oder Selbsthilfegruppe kann auch helfen. Soweit ich weiß, bieten eigentlich die meisten OP Zentren sowas an. Ich bin nicht operiert, aber ich weiß, von anderen, dass sie danach Probleme mit den Portionsgrößen hatten oder irgendwelche "Hormonstürme" über sie hinwegfegten. Damit muss man auch umgehen lernen.

Zu lernen auf alles Wichtige zu achten, ehrlich mit sich selbst zu sein, die "Schuld" rauszunehmen, sich nicht angegriffen zu fühlen, wenn jemand eine Situation anders einordnet, für sich selbst Situationen neu zu bewerten: Das sollte man für sich lernen. Notfalls auch mal die AIs bemühen, die können auch Tipps geben.

Ich gucke z.B. immer mal eine Folge "My 600lbs-LIfe", weil einem bei anderen immer viel leichter Dinge auffallen, als bei sich selbst. Diese Aha-Moment á la "Oh, mach ich das auch".... unbezahlbar.

Man muss sich ja ganz viele Dinge wieder abgewöhnen, für die es Gründe im eigenen Leben gab/gibt.

Jeder erfolgreiche Mensch hat/hatte Berater. Es ist keine Schande sich HIlfe zu suchen und es war nicht als Angriff gemeint, dass ich empfohlen habe, sich nicht nur körperlich Hilfe zu holen, sondern eben auch für den Kopf.