Alterssicherungsmanagement oder Unsere Renten sind sicher...es kommt aber auf dessen Höhe an ! ^^

in „Politik und Weltgeschehen“

Zu diesem Thema gibt es 132 Antworten

„Schwetzingen“ (Pseudonym)

Das Großvater-Vater-Sohn-Prinzip ist ein Schneeballsystem, welches darauf aufbaut, dass sich die Kinderzahlen in den nachfolgenden Generationen immer erhöhen werden, welche bedarfsorientierte Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlen, damit das Rentenversicherungsssystem auf sehr gesunden Beine steht.

Dies bedeutet, dass jeder Mensch, der ein bestimmtes Alter erreicht, automatisch vom normalen Arbeitsprozess ausgesteuert wird und Platz für die nächste Generation macht.

Die neuen Beitragszahler finanzieren den Ruhestand der Vorgeneration, die wiederum die Vorgeneration finanziert haben.

Die Höhe der Rente hängt von bestimmten Faktoren ab.

Natürlich kann man eine private Vorsorge betreiben, damit zum "Ruhestandsgehalt" noch ein bestimmter Betrag hinzu kommt. Die Versicherer werden hiermit begünstigt, da sie an zusätzliche, laufende Einnahmen kommen und ihre Unkosten dem Kunden auferlegen. Der Staat unterstützt Versicherer, in dem er den Kunden einige Bonbons zukommen lässt, um diverse Anreize zum Versicherungsabschluß zu schaffen.

Damit soll bewirkt werden, dass die künftige Gewährung einer Grundsicherung im Alter auf Basis eines menschenwürdigen Existenzminimums nicht anfällt oder zumindest durch diese zusätzliche Altersvorsorge vermindert wird. Nach meinem Dafürhalten sind die wahren Gründe immer zu benennen und nicht unter den Teppich zu kehren.

Das bisherige Rentensystem ist veraltet. Als erstes haben sich die Menschen in der BRD nicht fortlaufend vermehrt, so wie es ursprünglich angedacht war, da man Geburten als Gesetzgeber allenfalls auf den Papier erhöhen kann. Denn eine Singlefrau steht nicht am Meer und wird dann als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme von beliebigen Männern beglückt, um ein Kind nach dem anderen zu bekommen, damit wieder mehr Kinder entstehen. Denn diese Kinder würden dann ohne Väter aufwachsen und die Frau müsste vom Gesetzgeber finanziert werden, bis die kleinen Sprösslinge alt genug für den Arbeitsmarkt sind, so dass diese Kinder sozial entwertet werden würden, von den Gleichen, die jene ABM geschaffen haben. Natürlich kann man Menschen aus Drittstaaten mit ihren Kindern ins Land holen, was aber viele Mitbürger ablehnen, da sie selbst nicht ihre liebgewonnene Heimat wegen Entbehrungen verlassen würden.

Doch das behebt das zweite Problem nicht. Denn um überhaupt in die Rentenkasse einen bestimmten Beitrag einbezahlen zu können, benötigt man ein festes Einkommen, bei dem Sozialversicherungsbeiträge in die DRV abgeführt werden. Und somit benötigt man sicher keine Unternehmen, die nur Miniaturbeiträge in die SV abführen, sondern solvente Firmen und Betriebe, die an ihren eigenen Erfolg denken und wissen, dass ihre Beschäftigten wie Kronjuwelen zu behandeln sind, da es durch ihre Hände zu diesen Ergebnissen gekommen ist.

Die soziale Verantwortung ist vielen fremd, da sie ein Unternehmen nie selbst gegründet haben und deshalb auch nicht die Anfangsschwierigkeiten kennen, sondern sich nur ins gemachte Nest legen und sich mit fremden Federn schmücken. Wenn jemand mit nichts nach Kanada auswandert und eines Tages zu den Wohlhabenden und Reichen gehört, blickt ein solcher Mensch immer auf seine schwierige Vergangenheit hin und weiß, was bei Problemen und Schieflagen als erstes zu tun ist. Vor solchen Leuten habe ich wiederum großen Respekt.

Unser Rentensystem gleicht einem Oldtimer, bei dem es eine gewisse Runderneuerung von Zeit zu Zeit gibt. Man kann beispielsweise die Rentenbeiträge um einen gewissen Prozentpunkt erhöhen und das wackelige "Riestergerüst" wieder demontieren, weil es seinen eigentlichen Zweck nur sehr beschränkt erfüllt.

Denn eine Friseuse kann in Ostdeutschland mit einem Stundenlohn von ca. 5 € zwar zehn Stunden am Tag arbeiten, damit sie 250 € Brutto die Woche bekommt. Damit würde aber kaum etwas in die Sozialversicherungssysteme fließen.

Der Monatsverdienst reicht ihr im Hier und Jetzt kaum aus, um das Notwendigste zu kaufen, so dass kein Spielraum bleibt, um etwas für die Altersvorsorge zu tun. Und genau für solche Leute war das "Riestermodell" gedacht, damit sie dem Staat später mal nicht auf der Tasche liegen...

Und wenn sie immer so wenig verdient wie heute, wird sie bei Renteneintritt bestimmt ein Clubmitglied der staatlichen Fürsorge werden, da sie nur eine Minirente erhält, die für die Abdeckung ihres Mietzinses ausreicht, aber nicht für die Bedürfnisse vom täglichen Leben.

Natürlich haben Versicherer ein Interesse an Vertragsabschlüssen, die zusätzliches Geld einbringen. Aber für die meisten rentiert sich das Riestermodell nicht. Denn da gibt es ja viel bessere Alternativen, um sich zusätzliches Geld fürs Alter anzusparen.

Ich denke gerade an meinen Millionengewinn im Lotto, auf den ich noch warte, weil mir die richtigen Zahlen im Traum noch nicht erschienen sind. Das wäre meine Vorsorge...

Im Internet gibt es einige Berechnungsmodelle, die lediglich Spekulationen enthalten. Ein seriöser Anbieter teilt mit, was man mindestens erhält, wenn man bis Laufzeitende seine Beiträge bezahlt. Eine Hochrechnung ist also immer mit größter Vorsicht zu genießen. Es ist ferner zu bedenken, dass die Beiträge jährlich steigen und man Herr bzw. Frau Arbeitslos plötzlich heißen kann.

Während einer Arbeitslosigkeit müsste man die gleichen Beiträge bezahlen, um überhaupt die staatlichen Subventionen in vollem Umfang zu erhalten, was oft nicht funktioniert, da man ja fixe und variable Kosten im Laufe eines jeden Monats hat, die zu decken sind.

Eine Rentenbeitragserhöhung wäre viel effektiver als die Altersvorsorgemodelle, da hier ja noch andere mitverdienen wollen, was den Ertrag schmälert.

Und ich bin neben der Grundsicherung im Alter gemäß GG der BRD für eine stufenweise Mindestversorgung, in dem auch die Arbeitsjahre und nicht bloss der Verdienst zählen.

Denn viele Bürger beschweren sich über Menschen, die nie gearbeitet haben und dann das Gleiche wie einfachste Beschäftigte erhalten, die ihr Leben lang buckelten. Dieses könnte mit einem neuen Modell vermieden werden, in dem man für jedes abgeleistete Arbeitsjahr noch einen Boni bekommt. Kindererziehung ist Arbeit. Soziales Engagement ist Arbeit.

Dies bedeutet, dass auch die freiwilligen Helfer einen kleinen Obulus im Alter erfahren. Man schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe, weil wir uns selbst um unsere alternde Gesellschaft etc. kümmern und somit Hilfe zur Selbsthilfe gewähren. Natürlich steht es jedem frei, einen sozialen Beitrag zu leisten. Denn niemand muss wegen ein paar Euro einen kleinen Teil seiner freien Zeit opfern. Gleichzeitig entfällt der Anspruch im Alter auf den Danksagungsbetrag, der nur Menschen mit sozialem Engagement zusteht.

Denn die Beschäftigten bezahlen lieber höhere Beiträge in die SV, als dass sie sich bei dem Erreichen der individuellen Altersgrenze im Grundsicherungsamt anstellen und sich gerade wegen ihrer Lebensarbeitsleistung vollkommen "entehrt" fühlen.

„Bingen am Rhein“ (Pseudonym)

Alphamännchen, die AlG II- Bezieher bekommen später (wenn sie nie gearbeitet haben) überhaupt keine Rente, da schon vor einiger Zeit die Rentenbeitragszahlung durch die ARGEN/Jobcenter gesetzlich abgeschafft wurde. Die rutschen also vom AlG II ins Sozialgeld/Sozialhilfe mit Überschreiten der Altersgrenze.

Das gesetzliche Rentensystem ist zwar ein "Generationenvertrag", aber gerade kein Schneeballsystem. Denn man wusste von Anfang an, dass nicht auf ewig immer jede Frau acht Kinder bekommen würde. Das System basiert zu einem erheblichen Teil auf Rücklagen, mit denen -genau wie die privaten Unternehmen es tun- Gewinne erzielt wurden (und damit meine ich nicht die lumpigen 50 Mio, die die Deutsche Rentenversicherung bei Lehman Bros. verspekuliert hat). Dass unser hochverehrter Altkanzler, der neulich noch im Rolli vor die Kameras geschoben wurde, die Wiedervereinigung im Wesentlichen aus diesen Rücklagen bezahlt hat, war die Hauptursache für die Schieflage.

19 Millionen Menschen, die nie etwas in das System eingezahlt haben, mit vollwertigen Leistungsansprüchen auszustatten, kostet hierneben auch reichlich.

Kinderkriegen wird übrigens belohnt - Geburtenjahrgänge vor 1992 (96?) werden mit einem Jahr, danach mit drei Jahren pro Kind "Pflichtbeitragsgutschrift" honoriert. Abgesehen davon, was hat die Gesellschaft davon, wenn Kinder produziert werden? Es ist nicht gesagt, dass die, die sich am meisten vermehren, auch Beitragszahler produzieren. Schon heute gibt es Leute, die einfach vom Kinderkriegen leben. Das bringt aber dem Solidarsystem nur Kosten, keine Beiträge.

Und, nein, ich würde nicht gerne wieder einzahlen. Zehn Jahre Deutsche Rentenversicherung haben mir voraussichtliche 132 EUR Rente eingebracht. Eher weniger. Das, wo ich seit fünf Jahren einzahle, hat mir jetzt schon einen Anspruch von 1.500 eingebracht. Also, rette sich, wer kann. Das System ist nicht zu retten.

Tja, wer das Glück hat und sich noch privat versichern kann, ist gut dran. Was ist mit den anderen, die das nicht können?
Die Pflichtbeitragsgutschrift für die geborenen Kinder ist nicht wirklich sehr hoch... ob sich das im Endeffekt lohnt? Wenn wir mal annehmen, daß sich jemand nur aus diesem Grund Kinder anschaffen will, denke ich eher, daß das eine "Milchmädchenrechnung" ist!
Daß das System nicht mehr zu retten ist, glaube ich auch.

„Bingen am Rhein“ (Pseudonym)

Ich bin nicht privat versichert.

„Ruhr“ (Pseudonym)

Das Grundproblem war schon bei Festlegung dieses Rentensystems bekannt. Adenauers Antwort auf den entsprechenden Einwand von Wirtschaftsminister Erhard lautete "Was in 30 Jahren ist, interessiert mich nicht".
Aber es brachte ihm die Stimmen der damaligen Rentner und Kriegsheimkehrer, weil es eben sofort Geld gab.

„Hamm“ (Pseudonym)

Die private Rente ist sicher toll - nur kann ich mir das als "normaler" Arbeitnehmer nicht aussuchen - es wird leider automatisch abgezogen - auch wenn ich Veto einlegen würde.

Ohne private Vorsorge wird es vermutlich tatsächlich nicht mehr gehen - es stellt sich nur die Frage, wann auch hier noch eine zusätzliche Versteuerung eingeführt wird.

Fr von der dingens hat natürlich leicht reden - egal ob kinderversorgung oder Rente - sie hat ihre Schäfchen im trockenen.

Das Problem war auch meines Erachtens die Zusammenführung von Ost und West - nur wäre es im Osten sowieso nicht weiter gegangen und somit kann sich unser Einheitskanzler nur auf das Schildchen schreiben, dass er einen Staat integriert hat, der auf der damaligen Basis nicht hätte weiter existieren können.

Insofern können die Menschen nichts dafür, die dort gelebt haben - der Ruin lag an der politischen Führung.

Das Problem wird sich wohl nicht so schnell lösen lassen - uch bin froh, dass wir keine Kinder haben, derzeit gut Geld verdienen und vorsorgen können - und im Alterleben wir sicher nicht in Deutschland - denn in ein paar Jahren wird man abends wohl nicht mehr ruhig auf die Straße gehen können - das muss ich mit nicht antun.

„Schwetzingen“ (Pseudonym)

Man muss wissen, dass es vor der Spaltung ein Ostdeutschland mit wirtschaftlicher Problematik gab. Die Abtrennung kam durch mehrere Länder, Parteien und Politiker zustande.

Die Wiedervereinigung wurde durch mehrere Länder, Parteien und Politiker möglich, wie beispielsweise durch einen Mann mit einem Feuermal auf dem Kopf, den wir "Gorbi" nennen. Und so ist der 17.Juni ein Tag, der weitaus wichtiger ist, als wie heut der 03.Oktober. Denn zwischen Freud und Leid muss man hier den Unterschied würdevoll betrachten. Herr Kohl hat nur sehr wenig mit der Wiedervereinigung zu tun. Es waren sehr viele !

Ich war daran nicht beteiligt. Nach der Öffnung der ehemaligen DDR sah ich marode Strassen, herunter gekommene Häuser und Landschaften, die irgendwie trostlos auf mich wirkten. Die Luft war merkwürdig. Die Bewohner wirkten relativ bleich. Natürlich ist dies nur ein ganz kleiner Anblick gewesen. Und so steht es mir nie zu, über das schöne und nicht so schöne zu berichten, da ich dort weder aufwuchs noch längere Zeit lebte.

Mir war bewusst, dass hier viele Jahre ins Land gehen werden, bis unsere ostdeutschen Nachbarn auf unser Niveau kommen.
Daher wunderte es mich, dass man nicht eine Stadt nach der anderen sanierte, sondern alles auf einmal machen wollte. Ich stimme Herrn Lafontaine in vollem Umfang zu.

Die Wiedervereinigung kostete knapp 2 Billionen Euro. Dass wir im Osten unsere Hausaufgaben noch nicht gemacht haben, ist bereits an den Arbeitslosenzahlen und an den heutigen Löhnen und Gehältern erkennkar, aber auch an den Wanderungen von Ost nach Süd der jungen Bevölkerung.

Eines funktioniert in Ostdeutschland besser als im Süden, da es dort eine hohe Offenheit und einen Gemeinschaftssinn gibt, den ich als sehr positiv anerkenne.

Es wurde also vieles nicht bedacht. Russlanddeutsche, die sich bescheinigen lassen, dass sie hochqualifizierte Tätigkeiten dort machten und viel Geld verdienten, bevor sie zu uns gekommen sind, ist nur ein Beispiel. Ich schmunzle über die Lehrkräfte, die es dort ja an jeder Ecke gibt. Andere Nationalitäten wurden am selben Tag öfters geboren, wenn die Bescheinigungen stimmen.
Doch hier gilt immer die Unschuldsvermutung !

Wenn also eine westdeutsche Rentnerin, die ihr ganzes Leben lang gearbeitet hat, eine Rente von z. B. 400 € bekommt, wird dies als Einkommen bei der Grundsicherung berücksichtigt. Eine Person, die nie gearbeitet hat, bekommt die Grundsicherung, in der kein Einkommen berücksichtigt werden kann. Dies bedeutet also, dass beide die gleiche monatliche Summe bekommen und sich im Amt begegnen. Die Rentnerin schämt sich dafür. Vielen ergeht es so, dass sie sich nicht einmal in das Amt trauen und lieber nur noch Nudeln mit Sosse essen. Ich sehe es so, daß es vielleicht eine einfache Tätigkeit gewesen ist. Aber genau hier ist ein Umdenken notwendig, da wir solche Leute brauchen, die sich für nichts zu Schade sind.

Die Altersvorsorge wird im übrigen auch als Einkommen gesehen und führt dazu, dass das "Grundsicherungsamt" sich Geld spart.
Für den Menschen, der nie gearbeitet hat, muss es also immer das Meiste erbringen. Die Rentnerin bekommt 400 € Rente. Der Rest, der zur Existenzsicherung benötigt wird, kommt vom Amt.

Grundsicherungsbezieher haben sehr engen Spielraum, weil hier alles anzugeben ist, wie z. B. ein Krankenhausaufenthalt etc., so dass man sich ständig "überwacht" fühlt.

Bei bestimmten Personenkreisen wird nichts in die RV bezahlt, wenn wir hier an Beamte denken, die eine Pension erhalten...

Seit 01.01.2011 wurden die Peanuts für Leistungsbezieher nach dem SGB II gestrichen, die bislang in die RV überwiesen wurden.
Dies bedeutet, je länger man zu diesem Personenkreis gehört, desto niedriger wird die künftige Rente sein.

Wenn also jemand 100000 € im Jahr vorher verdient hat, hatte er sehr hohe Beiträge entrichtet. Durch eine Insolvenz wird die Person mit 40 Jahren arbeitslos und dann Langzeitarbeitslos, da diese "alte" Person niemand mehr benötigt.

Hauptstadtfrau gibt an, dass die Jobcenter keine Beiträge mehr in die RV entrichten, so dass also Mister X und Miss Y bei ihrer nächsten Rentenauskunft eine deutliche Kürzung sehen. Und so wiederholt sich jedes Jahr diese "Erkenntnis". Denn es wird hier nichts mehr einbezahlt, so dass die Hochrechnung von Einst ja nur vom bisherigen Verdienst ausging, den man auch künftig habe.

Und nun führt der fehlende Verdienst in der Hochrechnung zum völlig anderen Zwischenergebnis. Also statt 2000 € stehen nur noch 700 € in der Rentenauskunft drinn. So viel kann das heute ausmachen, aber noch weitaus mehr...

Eine Frau, die zehn Kinder bis 1970 gebahr und eine einfache Tätigkeit ausübte, bekommt pro Kind etwa 3 € mehr Rente...
Dann sind wir bei 400 + 30 €. Arbeitet die Frau durch, wenn wir vom Mutterschutz absehen, kann der Bonus entfallen, da sie dann ja Kohle verdiente *Räusper*

Hier wird ein Günstigkeitsprinzip angewendet, so dass daher die Behörde schaut, womit die Frau besser wegkommt. Dies wird dann berücksichtigt. Meist ist es eben der Verdienst !

Die Beschäftigten im ÖPNV bekommen teilweise eine ZV zu ihrer Rente, so auch Lehrkräfte, die nicht mehr beamtet sind. Beamtete Lehrkräfte bekommen eine Pension, die sie deutlich besser als ihre Kollegen stellen, die das gleiche machen, aber nicht beamtet sind.

Leiharbeiter im ÖPNV bekommen schlechtere Konditionen, so dass ich das Motto:"gleiches Geld für gleiche Arbeit" wirklich nachvollziehen kann.

Die Schwäche des Rentensystems und die zusätzliche Schwächung durch die Entscheidung im Zuge der Wiedervereinigung kann schon jetzt und in Zukunft noch viel weniger mit Reparaturmaßnahmen ausgeglichen werden.
Da muss ein völlig neuer Ansatz her.

Desgleichen bei der Arbeitslosenunterstützung. Es ist eine feststehende Tatsache, dass bei der Effizienz der Produktion - sowohl in der Industrie als auch der Landwirtschaft und selbst bei Dienstleistungen, die Anzahl der benötigten Arbeitskräfte stetig geringer wird und zusätzlich die verbleibenden Arbeitsplätze zeitlich und örtlich starken Schwankungen unterliegen.

Was braucht es, um diese zwei Riesenbaustellen zukunftsfähig zu machen und dabei nicht Einzelnen den nach GG berechtigten Anspruch auf Teilhabe an der Gesellschaft und Würde zu nehmen, wie dies für Kleinrentner und Hart IV-er gegenwärtig schon geschieht?

Meine Antwort darauf ist: BGE

Alle aber auch wirklich alle Einwände dazu sind durch die Erkenntnisse aus den Pilotprojekten bereits eindrucksvoll widerlegt worden.

Warum wird es nicht eingeführt?

Weil gegenwärtige Politiker in der überwiegenden Mehrzahl keinen Ar... in der Hose haben um ein derartiges Projekt auch durchzuziehen und sogar ein Teil der Politiker, die es befürworten, möchten aus egoistischen Motiven nicht, dass wegen der Dauer bis zur Wirkung von mehr als einer Legislaturperiode, eventuell Andere die Anerkennung dafür einstreichen. Ich behaupte dagegen - die Befürchtung ist völlig unbegründet. Man verbindet auch heute noch das Wirtschaftswunder untrennbar mit den damaligen Kanzler Ludwig Erhard.

„Bingen am Rhein“ (Pseudonym)

Sorry. Das BGE fordern nur ALG II Empfänger. Das hat auch einen Grund.

Die Arbeitslosenversicherung funktioniert bestens. Das AlG1 ist als Risiko Versicherung top. Da auch die Bevölkerung schrumpfen wird, werden qualifizierte Arbeitnehmer gesucht. Viele Branchen können schon heute ihren Bedarf nicht decken.

„Vulkaneifel“ (Pseudonym)

Die Aussage, dass das BGE nur von ALGII-Empfängern gefordert wird, zeugt entweder von einer mangelnden Auseinandersetzung mit dem Thema oder von bewusstem Polemisieren.

Die Ursprünge dieses Modells gehen letztlich auf Philosophen und Gelehrte zurück. Auch die in der Gegenwart diskutierten Konzepte haben sich ganz sicher nicht Arbeitslose ausgedacht, sondern Ökonomen und Sozialwissenschaftler.
Ob dieses Konzept funktionieren würde, ist aufgrund vieler Faktoren, die in ihrer Gesamtheit einen schwer berechenbaren gesellschaftlichen Umbruch herbeiführen würden, kaum absehbar.
Es als Idee von Arbeitslosen abzutun, wird diesem Konzept, dass auf weit mehr abzielt, als auf ein sorgloses Leben für sozial Benachteiligte, in keiner Weise gerecht.

Fakt ist, dass bislang praktizierte Wirtschafts- und Sozialmodelle die absehbaren Probleme der Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit nicht lösen können, weshalb eine Suche nach alternativen Konzepten sinnvoll ist.

Dass die Arbeitslosenversicherung bestens funktioniert widerspricht wohl nicht nur meiner persönlichen Wahrnehmung, sondern auch allen mir bekannten Statistiken.
Ein bürokratischer Wasserkopf, der mit den Versicherungsbeiträgen einen Niedriglohnsektor subventioniert und Geld in teils bizarren Förder- und Fortbildungsprojekten verbrennt.
Volkswirtschaftlich zudem problematisch, weil den Binnenmarkt schwächend.

Kreativling schrieb:
"Die Aussage, dass das BGE nur von ALGII-Empfängern gefordert wird, zeugt entweder von einer mangelnden Auseinandersetzung mit dem Thema oder von bewusstem Polemisieren. "

So ist es.

Da ein BGE auch Einkommensmilliardären zur Verfügung stehen würde, sind als Urheber dieses Konzept ALGII-Empfänger auszuschließen.

„Bingen am Rhein“ (Pseudonym)

Anonymer Text aus dem Internet:

Es waren einmal 10 Männer, die jeden Tag miteinander zum Essen gingen und die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau 100,00 Euro.

Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:

Vier Gäste (die Ärmsten) zahlten nichts.
Der Fünfte zahlte 1 Euro.
Der Sechste 3 Euro.
Der Siebte 7 Euro.
Der Achte 12 Euro.
Der Neunte 18 Euro.
Der Zehnte (der Reichste) zahlte 59 Euro.

Das ging eine ganze Zeitlang gut. Jeden Tag kamen sie zum Essen und alle waren zufrieden.

Bis der Wirt vorschlug, den Preis für das Essen um 20 Euro zu reduzieren. „Weil Sie alle so gute Gäste sind!“ Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 80 Euro, aber die Gruppe wollte unbedingt beibehalten so zu bezahlen, wie wir besteuert werden.

Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos. Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus? Wie konnten sie die 20 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?

Die sechs stellten schnell fest, dass 20 Euro geteilt durch sechs Zahler 3,33 Euro ergibt. Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen.

Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere. Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen.

Heraus kam Folgendes:

Der Fünfte Gast, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis). Der Sechste zahlte 2 Euro statt 3 Euro (33% Ersparnis). Der Siebte zahlte 5 statt 7 Euro (28% Ersparnis). Der Achte zahlte 9 statt 12 Euro (25% Ersparnis). Der Neunte zahlte 14 statt 18 Euro (22% Ersparnis). Und der Zehnte (der Reichste) zahlte 49 statt 59 Euro (16% Ersparnis). Jeder der sechs kam günstiger weg als vorher und die ersten vier aßen immer noch kostenlos.

Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten. „Ich hab’ nur 1 Euro von den 20 Euro bekommen!“ sagte der sechste Gast und zeigte auf den zehnten Gast, den Reichen. „Aber er kriegt 10 Euro!“ „Stimmt!“ rief der Fünfte. „Ich hab’ nur 1 Euro gespart und er spart zehnmal so viel wie ich.“ „Wie wahr!!“ rief der Siebte. „Warum kriegt er 10 Euro zurück und ich nur 2? Alles kriegen mal wieder die Reichen!“ „Moment mal,“ riefen da die ersten vier aus einem Munde. „Wir haben überhaupt nicht bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!!“ Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Zehnten los und verprügelten ihn.

Am nächsten Abend tauchte der zehnte Gast nicht zum Essen auf.

Also setzten die übrigen 9 sich zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war, die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest:

Alle zusammen hatten nicht genügend Geld um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können! Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute.
Denn so funktioniert unser Steuersystem

Die Menschen, die hier die höchsten Steuern zahlen, haben die größten Vorteile einer Steuererleichterung.

Wenn sie aber zu viel zahlen müssen, kann es passieren, dass sie einfach nicht mehr am Tisch erscheinen. In der Schweiz und in der Karibik gibt es auch ganz tolle Restaurants, und sie könnten auch einfach zu Hause sitzen bleiben und selber kochen. Oder feststellen, dass sie nichts davon haben, viel zu arbeiten, und daher einfach damit aufhören, reich zu sein.

„Bingen am Rhein“ (Pseudonym)

@ Alphamännchen, woher nimmst Du Deine These, dass pro Kind die Rente um 3 EUR höher wird?

Für ab dem 1.2.1992 geborene Kinder bekommt man 3 Entgeltpunkte gutgeschrieben. Für vorherige Geburtenjahrgänge gibt es einen Punkt. Des weiteren werden die Rentenbeiträge des Erziehenden zwischen dem 3. und dem 10. Lebensjahr des Kindes höher bewertet. Wer mehr als ein Kind hat, bekommt weitere Zuschläge.

Ein Entgeltpunkt entspricht einem Jahr (!) Beitragszahlung.

Selbst wer nur den Mindestbeitrag (79,60 EUR) im Monat einzahlt, erhält "immerhin" ca. 5 EUR mehr Rente dafür (siehe aktuelle Broschüre "Freiwillige Versicherung" von der 'Deutschen Rentenversicherung Bund). Gutgeschrieben wird aber der Durchschnittssatz, also der Mittelwert, der im Schnitt von dem Normalverdiener eingezahlt wird, und der liegt deutlich darüber. So dass sich die Rente nach den aktuellen Broschüren der DRB jedenfalls pro Kind um (vor 1992) ca. 50 EUR bzw. 150 EUR (ab 1992) erhöhen soll.

Dafür, dass man auch zehn AlG II-Empfänger, Auswanderer, Frühversterbende, Beamte, ... gebären kann und die Rentensteigerung nicht davon abhängt, ob die Kinder später Beiträge ein dieses System einzahlen, klingt das nicht so pessimistisch wie bei Dir. Aber vielleicht hast Du ja eine bessere Quelle als die Deutsche Rentenversicherung? Bin gespannt.

„Vulkaneifel“ (Pseudonym)

@ Hauptstadtfrau
Das Kopieren eines mehr oder minder satirischen Textes aus dem Internet, der zudem auch noch polemisiert und eher auf ESM und nicht auf aufs BGE abzielt (meines Wissens nach werden im Originaltext Gäste verschiedener EU-Mitgliedsländer genannt), zeugt jedenfalls nicht von einer inhaltlichen Auseinandersetzung.
Der Text als solches geht deshalb auch voll am Thema vorbei.

Neben dem sozialen Grundgedanken, versprechen sich viele Befürworter vom BGE auch Einspareffekte. Stichwort Armutseffekte, aufgeblähte Bürokratie, etc.

Steuerlich könnte das BGE ebenso positive Entwicklungen fördern.
Der Gedanke ist, durch das Erhöhen des Pro-Kopf-Einkommens den Binnenmarkt zu stärken. In Anbetracht internationaler Wirtschaftskrisen macht es durchaus Sinn, den heimischen Markt als Basis am Laufen zu halten und das funktioniert halt nicht dadurch, dass man Arbeitskraft immer billiger macht, denn das entzieht den Geldkreisläufen notwendiges Kapital, das dann wiederum bei Zinns- und Spekulationsgeschäften Anwendung findet - also weder ausreichend besteuert wird, noch Arbeitsplätze schafft.

Das BGE würde im Idealfall Arbeitskraft wieder wertvoller machen. Arbeitskräfte ließen sich nicht mehr in den Niedriglohn zwingen, da das BGE ihre Grundbedürfnisse decken würde. Die Löhne in diesem Sektor würden steigen, der Konsum würde gefördert und die Steuereinnahmen würden steigen.
Zudem erhofft man sich durch das BGE einen größeren Mut zur beruflichen Selbständigkeit, da die Grundsicherung das Armutsrisiko im Falle des Scheitern abfedern würde.

Die große Frage ist nicht die Finanzierbarkeit, sondern wie der damit verbundene gesellschaftliche und wirtschaftliche Umbruch aussehen würde. Hier gibt es unzählige Variablen und Möglichkeiten, die nicht absehbar sind.
Zudem dürften ideologische Scheuklappen und festgefahrene Machtansprüche ein solches Projekt in absehbarer Zukunft eh unmöglich machen.

„Bingen am Rhein“ (Pseudonym)

Kreativling, der Urtext ist gut und gerne 15 Jahre alt und wurde unter BWLern schon immer gern weitergeleitet. Die ESM-Abwandlung, die neuerdings durch Facebook geistert, ist nicht die Urversion.

Der Gedanke des BGE ist: Gebt denen, die eh nicht arbeiten wollen/können, noch mehr Geld, damit sie ihre viele Zeit mit Konsum verbringen können. Aber einer muss dieses Geld erwirtschaften, und dreimal darfst Du raten, wer.

„Vulkaneifel“ (Pseudonym)

@ Hauptstadtfrau
Du gehst auf keines meiner vorgebrachten Argumente ein, sondern wiederholst, bzw. verschärfst sogar die Phrase vom faulen Arbeitslosen, der das fordert, damit er faul bleiben kann.

Kein Blick auf die Geschichte dieses Konzeptes, keine Auseinandersetzung mit dem ökonomischen Hintergrund, keine Berücksichtung, dass das BGE nicht nur Arbeitslose, sondern Bürger aller (!) Einkommensschichten berücksichtigen würde.
Kein einziges Argument von Dir, sondern nur billige Polemik...

Sorry, für derartig platte Diskussionen ist mir meine Lebenszeit echt zu kostbar.

@``<< Hauptstadtfrau >>``

Ich hatte es schon erwähnt aber nur für Dich tue ich es ein zweites Mal.

Das BGE steht auch Einkommensmilliardären zu.

Du meinst also ein Einkommensmilliardär kann und will eh nicht arbeiten, also lässt er sich von Dir finanzieren.
Ich glaube, der ist da anderer Meinung.

„Bingen am Rhein“ (Pseudonym)

1) nicht von "mir"

2) wird das BGE ihm abgezogen, sobald er Einkommen hat, respektive sein Einkommen wird ihm abgezogen bis zur Bemessungsgrenze

3) Ich habe in der Tat keine Zeit und keine Lust, mich mit diesem merkwürdigen Modell weiter zu befassen, ich gehe arbeiten.

„Märkische Schweiz“ (Pseudonym)

Der von Hauptstadtfrau aus dem Internet kopierte Text trifft genau den Kern.

„Schwetzingen“ (Pseudonym)

Die DRV Bund erklärt in der Broschüre vom März 2012, daß eine Person, die während der Kindererziehungszeit deutlich weniger verdient oder gar nicht arbeitet, einen Ausgleich hierfür erhält.

Der Ausgleich beträgt pro Kind in Westdeutschland annähernd 27 € und in Ostdeutschland annähernd 24 € bei der Geburt vor dem Jahre 1992.

Der Ausgleich beträgt pro Kind in Westdeutschland annähernd 82 € und in Ostdeutschland annähernd 73 € bei der Geburt ab dem Jahr 1992.

Als Berechnungsgrundlage dient der Durchschnittsverdienst aller Versicherten, der aktuell 32446 € beträgt.

Nun will Hauptstadtfrau wissen, wie der Durchschnittsverdienst im Jahr 1963 eigentlich war, als Roberta da Vinci auf die Welt kam. Wir können auf den Spickzettel blicken:

http://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittsentgelt

Dieser betrug 7775 DM. Frau X erhält einen Entgeltpunkt aus dem Jahr 1963, so dass in ihrem Rentenbescheid die 7775 DM berücksichtigt worden sind, wenn keine Sonderregelungen für Frau X gelten und sie auch keine Ausschlusspunkte erfüllt. Es kommt also immer auf den jeweiligen Versicherungsverlauf an und auf die individuellen Lebensumstände.

Wenn Frau X aus gesundheitlichen oder privaten Gründen nicht mehr in die Arbeit gehen kann bzw. will, gibt es Kürzungen, die also den kompletten Versicherungsverlauf betreffen. Daher ist immer die aktuellste Rechtsprechung zu beachten, wenn es um eine tatsächliche Verrentung geht, so dass die Infos der DRV Bund nur ein kleiner Anhaltspunkt sind.

Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist interessant. Nur mangelt es an der Finanzierung und an der Umsetzbarkeit.

Alphamännchen schrieb:
"Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE) ist interessant. Nur mangelt es an der Finanzierung und an der Umsetzbarkeit."

Nur für den ganz großen Wurf, wo auch die KV steuerfinanziert ist und noch andere Dinge, ist die Umsetzbarkeit (noch) nicht im zuverlässigen Maße gesichert.
Für BGE, das die Basisrente enthält wäre die Umsetzbarkeit beim Negativsteuermodell gegeben, wenn man bei 900€ einsteigt und sukzessive nach Wirkung der Finanzierungsmöglichkeiten nach oben anpasst.
Sicher ist es ein gewaltiger Paradigmenwechsel und wie ich schon schrieb, getrauen sich da einige Parlamentarier aus den genannten Gründen nicht dran und bei einigen sind eigennützige Motive der Hinderungsgrund.
In Österreich ist das dasselbe. Es ist komplett durchgerechnet und selbst die während der Umsetzung möglicherweise auftretenden Entwicklungsrisiken sind kompensierbar.
Wenn die Finanzierungskosten pro Jahr nicht höher sind als eine ad hoc - Bankenrettung, dann kann man ein Finanzierungsproblem nicht plausibel vorschieben.

Zu beachten sind auch die, durch die derzeitigen "Baustellen" für die Wirtschaft bestehenden Friktionen, die dann wegfallen würden. Die sind noch gar nicht eingerechnet, weil von der Wirtschaft noch nicht genügend belastbare Daten vorhanden sind. Da mauern noch einige aus dem Handel und Dienstleistungssektor, weil das BGE eine Mindestlohnwirkung hat und die sich mit den derzeitigen Verhältnissen eine goldene Nase versienen. Verständlich, dass sie nicht wollen, dass ihre Marge sinkt oder ein Teil ihres Geschäfts dann durch einzelne Selbständige übernommen wird. Wenn die Politik sich aber nicht jetzt darüber hinwegsetzt (obwohl die Drohung mit Outsourcing gegenstandslos ist), werden sie es wenige Jahre später tun müssen, denn das ist ein Fass ohne Boden. Dann sind die Spielräume noch enger, denn dann kommt in anderen Branchen bereits der Fachkräftemangel zum tragen, weil diese zu sorglos mit Fachkräften umgingen.

Das BGE in Höhe von etwa 1000 Euro wäre finanzierbar, wenn man die Mehrwertsteuer auf etwa 50 % anheben würde. Dann bräuchte sogar niemand mehr Einkommensteuer bezahlen, Schwarzarbeit wäre gänzlich uninteressant, da eh keine Steuern anfallen würden. Wir können aber auf solche Ideenumsetzungen lange warten, denn mindestens die Hälfte der Steuerbeamten wären dann ohne Beschäftigung. Weder Lohn- noch Einkommensteuern wären zu berechnen, zu verwalten oder zu erstatten, die Mehrwertsteuervereinnahmung würde weiterhin durch die Geschäfte erfolgen. Höhere Einkommen bedingen auch höhere Ausgaben und damit höhere Steuern, die Preise wären kalkulierbar: Heutiger Preis dividiert durch 1,19 mal 1,5, also würde ein Liter Benzin statt 1,55 dann etwa 2 Euro kosten. Allein die Einsparungen bei der Arbeitsverwaltung ( hier gingen ja dann nur noch diejenigen hin, die Arbeit suchten ) und bei den Sozialämtern, wären enorm. Jedes weitere Einkommen stünde dann dem Arbeitenden bis auf die Sozialabgaben zur Verfügung, sogar ohne Progression. Und wenn man für die KV personenbezogene Festbeiträge einrechnet und die Renteneinzahlungen in freiwilliger Höhe anbietet ( Arbeitslosenversicherung braucht man ja nicht, Rente durch das BGE auch nicht ) könnten Zigtausende in der Verwaltung auch noch eingespart werden. Und alles wäre gerecht.

„Schwetzingen“ (Pseudonym)

Das BGE-Modell Althaus (CDU) beträgt 800 €. Darin sind 200 € für die KV eingerechnet worden.

Bei dieser Höhe ist, ohne die Übergangsregelung zu beachten, die zusätzliches Geld kostet, eine Kostenabdeckelung gegeben.

Ich erkenne bereits bei der Erwähnung von 900 € einen Fehler.

Denn das menschenwürdige Existenzminimum gemäß GG für die BRD ist immer zu gewähren. Es besteht aus den Kosten für die Unterkunft mit Heizung, den regelmäßig und den unregelmäßig wiederkehrenden Bedürfnissen des täglichen Lebens sowie dem besonderen Bedarf.

Es sind in allen Bereichen die Durchschnittswerte zu beachten, die in den jeweiligen Altersklassen anfallen. Und ohne unserem BVerfG vorgreifen zu wollen, hat der Gesetzgeber versäumt, ein transparent ermitteltes Existenzminimum offen zu legen, welche all diese Positionen berücksichtigt.

Wir sind bereits bei weit über 900 € für die Einzelhaushalte. Als nächstes kommen die Beiträge für die Sozialversicherung hinzu, die laut Althaus bereits 200 € alleine für die KV betragen. Denn neben gesunder Menschen gibt es Kranke, Behinderte und auch Pflegebedürftige. Wir benötigen also eine Behörde weiterhin, da nämlich Menschen mit einer bestimmten Gesundheitsstörung ja umfangreich zu betreuen sind.

Ich nehme mal einen Schwerstbehinderten her, der trotz seiner Einschränkungen arbeiten will. Er benötigt Arbeitshilfen, um das zu realisieren. Es gibt Spezialeinrichtungen, in denen Menschen mit schwerwiegenden Gesundheitsstörungen unter gebracht sind. Es gibt Menschen, die sich nicht bewerben können. Daher benötigen sie zumindest einen Betreuer, der ihnen dabei hilft.

Und die Arbeitsagenturen können bei der Berufsfindung helfen, weil viele junge Leute verschiedenste Berufe nicht kennen und keine Ahnung haben, welcher Beruf zu ihnen am besten passt. Selbiges bei Fort- und Weiterbildungen bzw. Umschulung wegen gesundheitlicher Defizite z. B. aus einem Verkehrsunfall heraus.

Das BGE-Modell geht davon aus, das ganze Behördenapparate wegfallen. Es sind tatsächlich nur Verkleinerungen möglich, die also weiterhin Verwaltungskosten etc. pp. verursachen, die bei den laienhaften Berechnungen allesamt unberücksichtigt sind...

Dann gibt es medizinisch notwendige Rehabilitatonen, die zwar ein Facharzt erkennt und vorschlägt. Es muss aber noch einen geben, der die hohen Kosten für eine ambulante und stationäre REHA trägt. Das BGE ist nur eingeschränkt möglich, da hier eine Reihe von verfassungsrechtlicher Vorschriften zu beachten sind.
Das GG wurde von den BGE-Befürwortern "übersehen".

Das BGE-Modell könnte also deutlich mehr als unser bisheriges System kosten. Und Ausgaben müssen erwirtschaftet werden, selbst wenn man jedem Bürger die BGE-Pauschale von 1500 € gewähren würde, die ich aus einem BGE-Modell entnehme. Da gibt es humorvolle Analysen und Meinungen ;-)

Vielleicht würden dann auch einige Menschen in günstigere Wohnungen auf dem Land ziehen, als in Großstädten zu wohnen. Mehr Selbstverantwortung wäre gefordert und gefördert werden. Daß etwa Behinderte besondere Betreuung weiterhin benötigen, sollte auch weiterhin, so wie bisher auch, finanzierbar sein. 1000 Euro schon deshalb, um die Mehrwertsteuererhöhung auszugleichen. Jedem kann nicht alles rechtgemacht werden, vielleicht gibt es durch die BGE auch Menschen, die anderen unentgeltlich helfen. Es gäbe dann natürlich auch die Einheitsrente als BGE Leistung, es sei denn man hat privat vorgesorgt.