@Alphamännchen
Das Grundgesetz kann auch geändert werden. Wenn damit den Gleichheitsgrundsatz beispielhaft entsprochen wird zumal.
Es sind 3 Szenarien, die die Zukunft gefährden:
1. Die Altersverteilung ändert sich und damit wird der Generationenvertrag zum massiven Problemfall. Dem ist mit kosmetischen Änderungen nicht beizukommen.
2. Die Säule der Vollbeschäftigung ist bereits zusammengebrochen und kann auch nicht wieder aufgerichtet werden. Da hilft geschäftiges Herumwursteln gar nichts.
3. Die Binnennachfrage als weitere Säule wird stetig geringer, weil die Regierung die Verteilung von unten nach oben befeuert obwohl diese fatale Verteilung bereits seit langen durch die geringere Besteuerung von Kapital längst zum Selbstläufer geworden ist. Das widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz nach GG und gefährdet den sozialen Frieden.
Das Gebäude ist schon gefährlich schief und im Einsturzfall ist eine Revolution unausweichlich. Nur weiß man, dass eine Revolution außer Leid gar nichts bringt. Es werden nur ein paar Köpfe an der Spitze ausgetauscht. Man weiß auch, dass der reale Sozialismus ebenfalls nichts bringt, weil die Menschen so (egoistisch) sind wie sie nunmal sind.
Was bleibt also:
Es bleibt die Möglichkeit, nach dem Gleichheitsgrundsatz ein System zu entwickeln, das es ermöglicht, unter Ausnutzung der verbliebenen Produktions- und Dienstleistungsfaktoren, - ich nenne das mal Leistungsfaktor, um die unsägliche Exportabhängigkeit und im Kollapsfall noch schlimmere Importabhängigkeit abzuwenden und durch eine starke Binnenwirtschaft die Versorgung dauerhaft und gerecht zu sichern. Das kann durch ein BGE sehr gut realisiert werden.
Das vermeidet, dass niemand über Gebühr belastet wird und alle Leistungsfaktoren zum Tragen kommen weil das enthaltene Motivationspotential für Leistung nicht nur unbeschadet bleibt sondern erhöht wird, weil jetzt brachliegende Leistungsfaktoren reaktiviert werden.
Ein BGE stiftet durch die vollständige Umsetzung des Gleichheitsgrundsatzes sozialen Frieden und ermöglicht jeden auf der Basis einer existentiellen Grundsicherung ohne Restriktionen im Rahmen seiner Leistungsbereitschaft das persönliche Leistungsmaximum anzustreben.
In diesem Umfeld bleibt auch genug Raum, elementare soziale Sonderrisiken abzufangen, die in einer dynamischen und der Ethik verpflichteten Gesellschaft zusätzlich auftreten und die auch heute schon abgefangen werden, aber mit dem ethisch höchst bedenklichen Damoklesschwert der Wirtschaftlichkeit bedroht werden.
„Schwetzingen“ (Pseudonym)
Das bedingungslose Grundeinkommen steht jedem in der selben Höhe zu und ist steuerfrei. Es bildet die erste Einkommenssäule.
In Namibia gab es das Modell als BIG. Jeder Säugling bekam das BGE, so zumindest die Förderer und Unterstützer vom BIG/BGE !
Die BGE-Initiative hat sich EU-weit zusammen geschlossen und konnte aus dem Ablehnungsbescheid der EU-Kommission bereits die Gründe entnehmen, die zur Negativierung geführt haben. Es gibt unterschiedliche Grundsicherungs- und BGE-Modelle. Daher verweise ich auf die jeweiligen Urheber, zu denen Parteien und Privatpersonen, aber auch Interessensgemeinschaften gehören.
Als Urheber vom "TEE" gebe ich an, dass das menschenwürdige Existenzminimum jedem Bedürftigen zu gewähren ist. Da ist also bereits eine Entscheidung vom BVerfG ergangen.
Ich distanziere mich vom Regelbedarfsermittlungsgesetz, da die "methodischen Bedarfsausblendungen" wieder einzublenden sind und das RBEG vom März 2011 unfertig ist. Nähere Ausführungen erscheinen zu einem späteren Zeitpunkt durch das BVerfG.
Die Beschäftigten der Ausführungsbehörden setzen lediglich die derzeit gültigen Gesetze und Rechtsbestimmungen um. Sie sind also nicht befugt, den Regelsatz beliebig anzupassen, wenn ein Betroffener nachweist, dass ihm der Regelsatz nicht ausreicht !
Einige Beschäftigte sind Deutsche mit Migrationshintergrund, so dass die Hautfarbe, Rasse, Gewicht, Figur und Optik keine Rolle beim jeweiligen Ausfertigungsbescheid spielt. Die Beschäftigten erhalten in der Regel weniger als wie in der freien Wirtschaft. In diesem Zusammenhang gibt es eine Zusatzversorgung im Alter bzw. Pension, die diese Nachteile im Ruhestand ausgleichen.
Der Bund, Länder und Gemeinden kann natürlich hergehen und das reduzierte Einkommen an die Wirtschaft anpassen. Jedoch hätte er hier nur große Mehrausgaben und könnte mit deutlich weniger Geld wirtschaften. Er müsste Personal entlassen, aber auch umfangreich die Steuern und Abgaben erhöhen. Denn die BGE-Anhänger sehen nur die Kosten der Staatsbediensteten im Alter, nicht aber all die Vorteile, die sich durch das abgesenkte Gehalt während der Erwerbstätigkeit ergeben. Mir selbst liegen keine Zahlen, Daten und Fakten vor, die vergleichbar sind. Hier lese ich immer nur was von Vermutungen und Schätzungen. Es ist für keinen Staat möglich, ins Blaue hinein ein neues System einzuführen. Denn es wäre eine höchstriskante Spekulation, die von den BGE-Befürwortern selbst abgelehnt wird, wenn wir uns an die bösen Bänker-Spekulanten zurück erinnern, die für einen wirtschaftlichen Eklat sorgten.
Denn auch die Eurobegründung, dass mit dessen Einführung ja alles billiger wird, insbesondere unsere Urlaube im Ausland, darf und kann heute von jedem Einzelnen als richtig sowie unrichtig bewertet werden, da wir eben alle hiervon betroffen sind.
Es ist also so, dass die gleichen Leute, die jenes propagierden, als "Wirtschaftsweise" nicht mehr in Betracht kommen. Und das ist meine ganz persönliche Meinung.
In der ehemaligen DDR gab es eine Vollbeschäftigung, wobei es zu Engpässen in der Versorgung und zur Staatspleite kam. Hier ist dann die BRD eingesprungen und hat das Land übernommen, das kaum noch etwas wert war. Die Wiedervereinigung hat sehr viel Geld gekostet. Und doch lassen wir Bürger aus Nord, West und Süd keine Landsleute aus dem Osten im Stich. Denn es ist unser aller Problem gewesen, das Volk wieder zu vereinen, auch mit all den verbundenen Vor- und Nachteilen.
In der BRD gab es eine Vielbeschäftigung, die dann durch einen bzw. mehrere Denkfehler zur Massenarbeitslosigket führte, weil wir ja vor Einführung der Zeitarbeit noch sehr wenige Menschen ohne Arbeit hatten. Es gibt hier aber vielerlei Ursachen.
Normalerweise müssten wir alle Fremden nach Hause schicken, damit die Deutschen wieder in Lohn und Brot stehen. Denn als erstes kommen die Landbewohner und dann erst Fremde, wenn wir noch Kapazitäten frei haben. Es gibt also zu wenig Jobs, so dass einige Millionen zu Hause herum hängen und keine Arbeit bekommen.
Es solle einen Fachkräftemangel geben...
Gemeint sind Unternehmen, die Experten nicht für ein Ei und ein Butterbrot anheuern können.
Sie suchen billigstes Personal, das topqualifiziert ist, so dass es in diesem Sinne einen "Fachkräftemangel" gibt, der jedoch durch bessere Einkommensangebote sofort behoben werden kann. Und die klevere Konkurrenz hat keinen Personalmangel, da sie Beschäftigte als Teil vom unternehmerischen Erfolg ansehen, der sogar noch kostenlose Firmenwerbung macht !
Dass es Arbeitslose gibt, die sich selbständig machen wollen, ist sehr lobenswert. Allerdings sind die meisten Konzepte gar nicht förderungswürdig, weil sie kaum Kohle abwerfen. Daher wären die meisten "selbständigen" weiterhin arbeitslos. Wenn ein Arbeitsloser ein Lebensmittelgeschäft gründen will, so hat er als Erstes die starke Konkurrenz zu beachten. Und so wird er kaum Kunden finden, die seine überteuerten Lebensmittel kaufen, selbst wenn er sehr knapp kalkuliert hat. Ursache ist und bleibt, dass die Masse den Preis bestimmt, so dass also die gute "Tante Emma" sehr schlechte Konditionen bekam. Es gibt die gute alte Emma nur noch ganz selten !
Ein solches Konzept wäre also zu verwerfen. Was noch geht sind Marktnischen und neue Erfindungen, die man braucht...
Allerdings muss da eine Bank mitspielen, wenn man zu wenig Eigenkapital hat, so wie es bei Leistungsbeziehern nach dem SGB II/XII der Fall ist. Das wird vielfach übersehen. Ich sehe eine Selbständigkeit immer als Chance und Risiko zugleich an.
Denn mein Euroblütenbaum muss erst noch erfunden werden, bevor ich ihn auf den Markt bringen kann.
Denn Blätter sieht noch kein Geschäft als Zahlungsmittel an, selbst wenn ich 100 Alphataler drauf schreibe... :-)
„Altmark“ (Pseudonym)
Macht doch ein BGE-Gruppe auf!
Eine Gruppe wäre in sich geschlossen aber das Thema geht alle was an. Ob sie sich beteiligen oder nicht.
Es wird uns alle früher oder später mehr beschäftigen als uns lieb ist. Deshalb hier diese Erörterungen. Zum Einen, weil noch viel zu viele Missverständnisse darüber bestehen und sie es nur deshalb ablehnen und zum Anderen es auch Leute gibt, die so etwas hopplahopp verwirklich sehen wollen.
Beides wird der an sich guten und zukunftsfähigen Sache nicht gerecht und deshalb ist so etwas nur mit Information, Diskussion und dann breiter Unterstützung durchführbar.
Dafür sind Foren bestens geeignet. Nicht Twitter, nicht Facebook und im Vorfeld auch nicht ein zentrales Portal.
@Alphamännchen
Die Marknischen gibt es zuhauf, weil die Industrie und der Mittelstand so weit durchrationalisiert sind, dass flexible und individuelle Problemlösungen kaum noch möglich sind. So etwas ist auch völlig unökonomisch, wenn man das über den Import abdecken möchte. Die Ökonomie und die Nachfrage braucht aber gerade diese regionalen und individuellen Lösungen.
Zur Selbstständigkeit: Viele Entwicklungen brauchen nur Zeit und wenig Geld und für die Zeit braucht ein Entwickler nur eine grundlegende Existenzsicherheit. Für die marktfähige Umsetzung werden die Kickstarterprojekte noch sehr viel mehr als bisher Platz greifen.
Die Banken können gar nicht einschätzen, was Sache ist. Dazu fehlt ihnen der Sachversand und in den kleinen Dimensionen erst recht. Kickstarter ist Kapitalakquisition und Marktforschung zugleich. Erst in zweiter Linie kämen die Banken dann zum Zuge und dann hat auch die Bank die dazu nötigen Informationen für eine vernünftige Finanzierung.
Öffentliche Förderung wäre nur für solche Projekte überhaupt sinnvoll, wenn damit öffentliche Aufgaben wahrgenommen oder durch Entwicklungen bzw Dienstleistungen unterstützt werden.
Zusatz zu meinem vorhergehenden Posting:
Die Säule der Geldwertstabilität ist ja ebenfalls schon gefährdet und die Stützmaßnahmen werden durch die Währungsspekulanten und die Spekulanten auf die Pleite einzelner Länder zum Großteil wieder zunichte gemacht.
Was da nur hilft, ist die Binnenversorgung wieder aufzubauen, die durch die Globalwirtschaftseuphorie arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die ist als einzige immun gegen Spekulationen und ökonomisch wie ökologisch optimal.
„Weingarten“ (Pseudonym)
soso du gibst dann also z.B. bei lebensmittel mal eben ein paar euro mehr aus und kaufst beim Bauern um die Ecke ein und nicht bei aldi oder sonstwo..
„Schwetzingen“ (Pseudonym)
Die ins Auge gefasste Zuschussrente der CDU auf 850 € ist unzureichend, weil das menschenwürdige Existenzminimum damit nicht erreicht werden würde.
Herr Gabriel (SPD) möchte die Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahren überprüfen, da die Zielvorgabe war, dass damit die Rentenauszahlung etwas später beginnt. D
Es kommt auf die körperliche, geistige und seelische Gesundheit an, aber auch auf den jeweiligen Arbeitsplatz und die Aufgaben.
Denn dies ist individuell verschieden. Die wenigsten können ihre Tätigkeit bis zum Erreichen der Regelaltersrente fortführen. Und hier drohen dann gewaltige Rentenkürzungen, mit denen man im Erwerbsleben nie gerechnet hatte.
Nach meinen Feststellungen werden Arbeitslose ausrangiert und in die vorgezogene Rente geschickt. Für mich ist dies eher kein "Vermittlungserfolg". Denn sonst könnte jeder Arbeitslose gleich in Rente geschickt werden, um "Vollbeschäftigung" erreichen zu können. Die Jubelschreie der Bevölkerung sind zwar gewiss. Und doch entstehen hierdurch Umverschiebungen der Kostenträger sowie Mehrbelastungen der sozialen Sicherungssysteme.
Vor allem gibt es Unternehmen, die viele Gründe haben, Ältere einstellen, da sie ja Teil unserer Gesellschaft sind. Und so habe ich persönlich schon erlebt, dass eine Frau um die 30 schon als "zu alt" bezeichnet worden ist. Die Beschäftigte schüttelte den Kopf und fragte mich, wie dies dann erst bei den Arbeitslosen aussieht, die länger als ein Jahr zu Hause sind ? Nun ja, da wird so manchem Unternehmen eine staatliche Subvention gewährt.
Manche schlagen unentgeltliche Praktikas vor, damit sich diese vorläufige Einstellung rechnet. Manche freuen sich, dass es zur Bewerbung kam und entlohnen wiederum sehr gerecht, da es ja so ist, das Arbeitslose mit langjähriger Berufserfahrung nur eine Einarbeitungszeit benötigen, die aber eher üblich ist.
Die Absenkung von 67 auf 60 Jahre wäre realistischer. Denn ein Bonussystem schafft sicher Anreiz, noch mit dem Erreichen der Altersgrenze von 60 Jahren zu arbeiten. Manche wollen also mit 60 Jahren noch voll arbeiten und manche nur teilweise, weil sie ein paar Wehwechen haben. Die wenigsten wollen in Rente, da sie eben ihr ganzes Leben gearbeitet haben und nichts anderes kennen. Der Umbruch macht vielen zu schaffen. Vielleicht wäre der stufenweise Ausstieg aus dem Erwerbsleben besser, damit man sich langsam an das neue Leben gewöhnen kann...
Das im letzten Absatz deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
Ein Individualisierung wäre zumindest anzustreben. In Österreich hat man dazu die sog. Hacklerregelung gefunden. Soll aber auch wieder abgeschafft werden, da nur ein zweites starres System dazugekommen ist und der Gesundheitszustand, die einsetzbaren Kompetenzen und die Bereitschaft, ggf. auch länger zu arbeiten nicht berücksichtigt werden.
Hier ist auch der Rentenschock mit zu berücksichtigen. Plötzlich nicht mehr gebraucht zu werden obwohl noch körperlich und geistig fit sowie arbeitsbereit kann gesundheitliche Probleme verursachen, dessen Kosten nicht zu vernachlässigen sind.
Wenn andererseits durch Weiterarbeit und langsamen Ausstieg noch Wertschöpfung erbracht wird und ein Jüngerer während dieser Ausstiegszeit dem Rentenaspiranten zur Seite gestellt wird um zu lernen, dann wird Wissen und Können erhalten und dem zukünftigen Rentner nicht nur der Ausstieg erleichtert sondern auch seine Gesundheit erhalten und seine Bereitschaft, weiterhin seinen Teil zur gesellschaftlichen Integrität beizutragen gefördert.
Das ist die Situation, wie sie bei kleinen Handwerksbetrieben üblich war und auch heute noch üblich ist, wenn es sich um Familienbetriebe handelt und das funktioniert so gut, dass viele Betriebe nur dadurch erhalten bleiben. Selbst in Industriebetrieben mit Arbeitsgruppen wäre ein solches Vorgehen möglich.
Es sollte heute kein unüberwindbares verwaltungstechnisches Problem damit geben, denn die Datenlage erlaubt eine systematische und passgenaue individuelle Öffnung des Renteneintrittsalters, das im Überschreitungsfall durch Boni attraktiv gemacht wird. So wird auch ein allfälliger Fachkräftemangel vermieden oder abgefedert.
„Schwetzingen“ (Pseudonym)
Die aktualisierte Einkommens- und Verbrauchsstichprobe, bei der um die 60000 Bundesbürger befragt werden, erscheint im Jahr 2013.
Die bisherige EVS 2008 enthält Bedarfsausblendungen, welche zu den Konsumausgaben von mindestens 846 € führen. Dieser Betrag wird gemäß Sonderauswertungen des RBEG ein weiteres Mal gekürzt.
Die Grundsicherung für unsere Rentner und Rentnerinnen liegt damit unterhalb vom menschenwürdigen Existenzminimum, was mit dem GG für die BRD unvereinbar ist. Selbst die angekündigte Überlegung auf eine Erhöhung auf 850 € bliebe zu niedrig, da ja die ausgeblendeten Bedarfe einzublenden sind und ferner noch die aktualisierten Verbrauchsausgaben zu berücksichtigen sind, die vor fünf Jahren noch etwas anders ausgesehen haben...
Quellverweis:
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Datenreport/Downloads/Datenreport2011Kap6.pdf?blob=publicationFile
Zeitungsbericht im Rahmen der öffentlichen Diskussion:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/staatliche-rente-armutsrisiko-fuer-rentner-steigt-deutlich-1.1500305
„Duisburg“ (Pseudonym)
@philosoph Ich erlebe es eher so, dass heute sehr genau gerechnet wird. Die Erbringung der Leistung A kostet dann halt pro Einheit B 3,24 €. Würde ein älterer Kollege hinzukommen, der noch ein zweites, vielleicht sogar höheres Gehalt bezieht, würden die Stückkosten um vielleicht 230% ansteigen.
Das macht heute keine Firma mehr und diese Art beurteilt zu werden, betrifft vor allem gering bezahlte Jobs, um die es ja bei der Dramatik der Altersarmut vor allem geht.
UND....eine neue Regelung für das Thema Alterssicherung wäre gut, aber bitte NICHTS, was so kompliziert ist, dass 20-30% der einbezahlten Beträge in der Verwaltung versickern. Das will ich mir von meinen Beiträgen schlicht nicht (mehr) leisten. Ich finde es gruselig, welche Abzüge jemand in der Mittelschicht heute schon hinnehmen muß.
„Aalen“ (Pseudonym)
zitat philosoph "So wird auch ein allfälliger Fachkräftemangel vermieden oder abgefedert."
du träumst wohl auch vom pferd. ich kenne derartig viele qualifizierte, teilweise akademisch gebildete arbeitnehmer anfang/mitte 50, die keiner mehr haben will. das wissen und die kompetenz der älteren arbeitnehmer interessiert die meisten jungen nicht.
in österreich würde ich als frau mit 60 in rente gehen, hier mit 66. das gilt noch für meine generation. da könnte man leicht flexibel sein.
@Eleonoire
Deshalb habe ich auch das Thema BGE gerade hier eingebracht.
Das würde nicht nur eine Menge an Verwaltungskosten vermeiden sondern auch einen Mindestlohn überflüssig und das Kalkulieren am unteren Ende obsolet machen. Die Kosten dafür sind in allererster Linie Aktivposten im Sinne von Arbeit, die sich für alle lohnt
@maybe...
Im Moment ist der Fachkräftemangel noch nicht so ausgeprägt, dass er die Bleistiftspitzer und jungen einflussreichen BWL-er ohne volkswirtschaftlichen Verstand vom Sessel kegelt. Aber er kommt und dann sollte es nicht im Chaos enden denn die Verantwortlichen sind nicht in der Lage die Verantwortung zu tragen.
BWL-er haben zwar gelernt, Kosten zu vermeiden aber sie schieben sie nur ab und vermeiden sie nicht wirklich. Abschieben ist halt bequemer und man braucht sein Gehirn nicht sehr anzustrengen. - Aus den Augen, aus dem Sinn.
„Schwetzingen“ (Pseudonym)
Ich kann den Beitrag von Maybe nur bestätigen. Und so folgte von mir bereits eine Anfrage in Bezug auf die Unternehmen, die händeringend Fachkräfte suchen. Mir wurde leider kein einziges benannt ! Deshalb kann ich Maybe keine freien Stellen nennen, die sie an die Betroffenen weiterleiten könnte.
Zeitarbeitsunternehmen empfehle ich grundsätzlich nicht. Denn vor kurzem wurde schon wieder eine junge Frau kurz vor Ablauf ihrer Probezeit mit dem Ende ihres Beschäftigungsverhältnisses konfrontiert, so dass ihr Arbeitseinsatz in den letzten Monaten nahezu umsonst war. Sie arbeitete knapp über dem Satz nach dem SGB II.
Das gleiche Zeitarbeitsunternehmen sucht wieder 100 Leute, so dass hier ein "Heuer und Feuer" wie in den USA statt findet. Die Leute können also nur ihre Bewerbungsunterlagen optimieren und sich eifrig bewerben, damit es irgend wann mal wieder mit einer Arbeitsaufnahme klappt. Der Stellenmarkt gibt derzeit nur wenig her. Daher bleiben viele arbeitslos und beziehen Leistung nach dem SGB II oder werden frühverrentet. Dies entnehme ich aus den entsprechenden Statistiken.
Die Verwaltungskosten betragen laut Philosoph 20-30 %...Der aufgeblähte Verwaltungsapparat ist ein BGE-Sanierungsfall...
Verwaltungs- und Verfahrenskosten in der DRV Bund: 1 %
Pressekontakt:
Redaktion:
Dr. Dirk von der Heide
Tel.: 030 865 89178
Fax: 030 865 27379
Mail: pressestelle@drv-bund.de
Wir sind also im Centbereich, was die Verbescheidung betrifft.
Der Aufbau von Dachverbänden bedeutet flachere Hierarchien und Wegfall von Geschäftsführern und Beschäftigten, die also zu gegebener Zeit in den Ruhestand kommen und keiner mehr für jene nachrückt. Das ist ein kleiner Abbau von Planstellen...
Daher lässt sich so ein Projekt erst im Lauf der Zeit realisieren.
Die Partei "Die Linke" schlug eine Bürgerversicherung vor. Damit wäre man aber gegen die bisherige Arbeitgeberbevorteilung, die andere Parteien befürworten. Man wäre für Gerechtigkeit sowie Parität, was nicht im Sinne der Reichen und Vermögenden ist...
Parität (AG und AN bezahlen wieder je die Hälfte) in die BV ein, was zu betrieblichen Mehraufwendungen führen würde, die bei den Konsumenten ankommt. Alles würde etwas teurer.
Andere EU-Länder könnten sich hierdurch besser integrieren...
Man müsste also von jedem beliebigen Einkommen in Geld oder Geldeswert ein paar Prozent abführen. Bei 1000 € wären es ja beispielsweise nur 100 €. Bei einer Million wären es 100000 €...
Das ist noch nicht ganz sozial ausgewogen. Bei meinem Modell werden die bisherigen Tarifierungen angepasst, damit künftig jeder Arbeiter, Angestellte und Beamte das Gleiche für Gleiches bekommt und somit die selben Abgaben zur selben Zeit folgen. Dies führt zur besseren Planbarkeit und zur Sicherung unserer guten sozialen Systeme, die wieder auf festen Pfählen stehen.
Der Vorteil beim Bonussystem ist, dass jemand immer ein neues Ziel vor Augen hat und im Vorfeld weiß, was er als Rentner und Rentnerin erhalten wird, wenn er diese Stufe erreicht. Und den anderen wird ein Existenzminimum gewährt. Behinderungen sind eigens zu berücksichtigen und mit einem Boni zu versehen.
Die maximale Besteuerung sollte unter 50 % sein. Denn da weiß jeder, das mindestens 51 Cent je Euro in den Geldbeutel gehen.
Das Modell ist human, sozial und christlich ausgewogen, weil es keine gefühlten Benachteiligungen beinhaltet.
„Rheinstetten“ (Pseudonym)
Allein, welche Arzt-und Psychiaterkosten sowie Psychopharmaka eingespart würden, wenn Menschen endlich keine Existenzängste hätten :)
„Seevetal“ (Pseudonym)
Ich habe da mal eine vielleicht etwas naive Frage. Heute gibt es vielfältige Versicherungsleistungen (ALG I/II, Rente) sowie soziale Transferleistungen, die bedarfsgerecht eine Grundsicherung gewährleisten sollen. Einen Menschen zur Arbeit zwingen kann man in der Praxis eigentlich auch nicht. Wieso wird immer davon gesprochen dass man erst mit einem BGE keine Existenzängste mehr haben müsste? Ich finde die existierende BEDARFSGERECHTE Grundsicherung hat auch ihre Vorteile und wieso mit einem PAUSCHALEN Grundsicherungsbetrag meine Existenzängste kleiner werden sollten verstehe ich nicht. Wenn ein BGE so hoch wäre, dass es einen wesentlich besseren Lebensstandard als den mit der aktuellen Grundsicherung bieten würde wäre das doch nur durch eine Umverteilung "von oben nach unten" möglich....und je höher das BGE, desto größer die Wahrscheinlichkeit dass mehr Menschen lieber Fernsehen schauen als was dazu zu verdienen ;-)
Von außen gesehen, ist die Frage durchaus berechtigt.
Das Ganze ist aber etwas subtiler.
Die existierende BEDARFSGERECHTE Grundsicherung gibt es so nicht. Alphamännchen hat dazu schon einiges geschrieben.
Dazu ist die Stigmatisierung der Transferempfänger und sind die Kürzungsdrohungen sowie die Anpassung nach Kassenlage sowie parteipolitischer Behandlung nicht geeignet, jemandem in der Grundsicherung die Existenzängste zu nehmen und genau das kann ein BGE beheben, selbst wenn es nicht höher als die verfassungsgemäße Grundsicherung wäre.
Das würde selbst bei denen Kräfte freisetzen, die jetzt resignieren. Zudem würden die absolut ausbeuterischen Praktiken bei der Entlohnung endlich aufhören.
„Seevetal“ (Pseudonym)
Ich sehe schon die große Idee hinter dem BGE, aber der Umbau wäre so radikal und sicher auch mit Anpassungsrisiken verbunden dass sich so leicht keine politische Mehrheit dafür finden wird. Themen wie die ausbeuterischen Praktiken bei der Entlohnung liessen sich da ungleich leichter angehen wenn mal all die zur Wahl gehen würden die davon betroffen sind.
Der Umbau ist gar nicht so radikal, wie er aussehen mag. Natürlich ist da sehr vieles sorgfältig auszuarbeiten aber am Ende lohnt es sich, da Zukunftssicherheit hergestellt wird.
Die vielen kleinen Stellschrauben am heutigen System sind eher komplizierter und da können sich einzelne Steuerungsvorhaben auch gegenseitig aufheben und trotzdem eine Menge kosten. Auch die sprichwörtliche Gerechtigkeit bleibt nicht selten auf der Strecke.
Das BGE ist ein durchgängiges Konzept und dementsprechend sind Anpassungen auch einfacher durchzuführen.
Was mit besonderer Sorgfalt angegangen werden muss, sind die dann noch verbleibenden Ausnahmen, die auch individuell berücksichtigt werden müssen, wie z.B. Vollpflegefälle, Behinderte o.ä. Sollen die nicht durch den Rost fallen, dann sind aber auch heute schon Ausnahmeregelungen notwendig. Die gilt es dann aber zusammenzufassen und von wirklich in jeder Hinsicht kompetenten Leuten bearbeiten zu lassen und zwar so, dass es so quasi einen persönlichen Betreuer für den ganzen Fall gibt, der dann in Absprache mit einem Vertreter bearbeitet wird.
Heute ist es so, dass der Bürger entweder Jurist sein muss oder unverfroren und am Besten beides, um nicht in Nachteil zu geraten. Gewinner sind heute die, die mit den Gesetzeslücken und Möglichkeiten spielen können und Verlierer alle anderen und vor allem die Ehrlichen.
Das kehrt sich durch ein BGE und einer Behörde, die Fallbezogen an den Ausnahmen arbeiten kann, zum allergrößten Teil um, wenn das Konzept aus einem Guss ist.
„Seevetal“ (Pseudonym)
Einverstanden! Aber wie wird die Besteuerung gelöst, welches Modell wird hier von Euch bevorzugt (nicht hauen wenn es weiter ober schon steht und ihr da schon im Konsens seid)...Besteuerung von Konsum, oder von Einkommen, oder von beidem? Das soll ja alles auch einfacher werden. Bei dem Modell von Götz Werner, wo nur der Konsum besteuert werden soll, wird mir ganz komisch was die Schere zwischen Arm und Reich angeht..so ohne Einkommenssteuer.
„Bingen am Rhein“ (Pseudonym)
Philosoph, Du behauptest: "Zudem würden die absolut ausbeuterischen Praktiken bei der Entlohnung endlich aufhören."
Nun frage ich dich aber: Wenn künftig keiner mehr arbeiten gehen will, wenn ihm die Bezahlung nicht reicht, wie willst du dann von deinen 900 EUR oder meinetwegen auch 2.000 EUR Grundeinkommen einen Friseur bezahlen (der dann nicht mehr 20 EUR nimmt sondern 70), deine Brötchen (die der Bäcker dann für 2 EUR/Stück verkauft), Briefe verschicken (die dann 3 EUR kosten), Zeitungen abonnieren (die dann 5 EUR kosten), usw., wenn plötzlich alle Kassierer, Friseure, Pfleger, Boten, ... entweder 25 EUR die Stunde bezahlt bekommen oder nicht mehr arbeiten?
Und wie willst du verhindern, dass jemand, der Grundeinkommen bezieht, ganz relaxed nebenbei schwarz anderen die Haare schneidet, Wäsche bügelt, Wohnungen putzt usw. und diejenigen unterbietet, die davon professionell leben wollen (und die dann arbeitslos werden)?
@``<< Hauptstadtfrau >>``
Du kommst von Deinem Vorurteil einfach nicht weg, dass alle Menschen außer Dir stinkfaul und nur geldgierig sind.
Seltsame Auffassung: Wenn ich als Friseur meiner Mitarbeiterin, damit sie für mich arbeitet, statt 4,20€ dann 10-12€ /Stunde zahlen muss, bei gleichbleibenden Kosten und dann an der Kasse statt 20€ plötzlich 70€ verlange, dann habe ich als Unternehmer geistig völlig versagt und dann ist nicht der Mitarbeiter faul und geldgierig sondern ich, ganz allein.
Schwarzarbeit ist immer dann ein Problem, wenn ein Mitarbeiter der die ganze Arbeit macht, feststellen muss, dass es ein krasses Missverhältnis gibt, zwischen seinem Lohn und dem was der Kunde zu zahlen hat und wenn sein Lohn trotz Vollzeitarbeit nicht zum Leben reicht.
Bekommt er seinen gerechten Lohn, wird er wohl kaum den Ast absägen, auf dem er sitzt.
Wenn alle 900€ oder auch 2000€ BGE bekommen, dann will jeder außer denen, die alle anderen für faul halten, etwas machen, um noch mehr zu verdienen. So ist die Natur des Menschen und die kerneuropäische Mentalität ganz besonders.
Wer die freie Marktwirtschaft wie eine Monstranz vor sich hertragen will, muss sie zumindest verstanden haben und sie auch für sich selbst akzeptieren.
Will heißen: Wenn der Parade-Marktwirtschaftler, der für sich selbst 10 Mio € Jahresgehalt als gerade noch zumutbar gering empfindet und den Lohn eines abhängigen Mitarbeiters von 4,20€ als überhöht ansieht, plötzlich pflegebedürftig wird, so sollte nach dem Gesetzen der freien Marktwirtschaft, die Pflegestunde für ihn, der dann ja auch abhängig ist, nicht unter 10.000€ kosten.
So sind nun mal die Gesetze der selbst interpretierten freien Marktwirtschaft ohne ethischen Rahmen.
Wenn nach Einführung eines BGE solche Abzocker plötzlich ohne Mitarbeiter da stehen, dann sehe ich nicht den geringsten Grund das zu bedauern denn es wird an seiner Stelle sofort ein anderer auftauchen, der die soziale Marktwirtschaft begriffen hat und diese Mitarbeiter übernimmt und ordentlich bezahlt um sie auch zu behalten.
„Rhein-Kreis Neuss“ (Pseudonym)
[...] dass alle Menschen (..) nur geldgierig sind. [...]
Ja sind sie, nur deshalb funktioniert Geld, ...
... als ob nur die Unternehmer es wären, ...
... > vorallem sind es die Kunden die beim Preis mit den Füßen abstimmen, wenn sie einen Mehrwert für ihr Geld rausholen können juckt die eine Preisbildung über Ausbeutungslöhne nur in öffentlichen Diskussionen, privat wird sich schnell mal der Vorteil gegönnt ^^ < ...
... und jeder Arbeitnehmer holt auch raus was eben geht.
----<>----
Wo sind wir eigentlich jetzt bei der BGE Höhe?
... 900 EUR oder 2000 EUR = gemittelt 1450 EUR (?) ...
... 1450 EUR * 80 mio/Einwohner = 116 Milliarden/Monat ...
... macht 1 Billion 392 Milliarden pro Jahr ohne Arbeitsleistung ...
... bei einem Bundeshaushalt (2011) von ca. 353 Milliarden EURO ...
... und den der Länder (2011) von ca. 294 Milliarden EURO ...
... die beide schon nur über Schulden finanziert werden können ...
Richtig so ?
Etwa 1000 € Geldwert ergäben etwa 80 Mrd pro Monat also etwa 960 Mrd pro Jahr, dafür müßte die Mwst auf etwa 50 % angehoben werden. Damit ist es dann finanzierbar, denn alle, die mehr ausgeben, zahlen automatisch mehr Steuern, die Berechnung wäre so vereinfacht, daß nur noch die Mehrwertsteuer und keine weiteren Einkommenssteuern mehr zu zahlen wären- damit gibt es keine Steuern auf Arbeit- Schwarzarbeit lohnt daher nicht, und jeder, der Geld ausgibt, zahlt damit Steuern. Alle, die zusätzlich arbeiten gehen, haben mehr Geld und die Steuerlast erhöht sich. Keine Steuerschlupflöcher mehr, nur noch die Unternehmen müssen kontrolliert werden.
„Rhein-Kreis Neuss“ (Pseudonym)
Warum sollte bei 50% Mehrwertsteuer noch jemand in Deutschland einkaufen und sein Geld hier ausgeben ?
Die Leute sind alle geldgeil und beim Einkaufen würde der kleine Mann und Frau, der Arme und der Reiche sowie die Industrie/Wirtschaft bei +30% Mwst.-Differenz doch hier nichts mehr kaufen um ja das Meiste aus dem zur Verfügung stehende Geld herauszuschlagen. (flapsig: 'ne Mauer baun für'n BGE-Traum ?)
Das wir in einem harten internationalen Wettbewerb stehen berücksichtigt ihr und das wir über die Lohnstückkosten konkurrieren auch ?
„Eschweiler“ (Pseudonym)
Hallo Philosoph
@``<< Hauptstadtfrau >>``
Du kommst von Deinem Vorurteil einfach nicht weg, dass alle Menschen außer Dir stinkfaul und nur geldgierig sind.
Dass du Haupstadtfrau als Stinkfaul und Geldgierig bezeichnest ist für mich eine absolute Unverschämtheit. - Hervorgebracht von einem ewig gestigen Kommunisten. WER NICHT BEREIT IST - LEISTUNG ZU ERBRINGEN IST EIN SOZIALSCHMAROTZER !!! Ich hab mir meinen sehr guten Lebensstandard über Jahre hart erarbeitet. 10 - 12 Stundentage, sehr viel Wochenendarbeit und wenig Urlaub. - Heute geht es mir wirtschaftlich gut, aber dafür musse ich auch Jahrzehnte ackern.
„Bingen am Rhein“ (Pseudonym)
"Seltsame Auffassung: Wenn ich als Friseur meiner Mitarbeiterin, damit sie für mich arbeitet, statt 4,20€ dann 10-12€ /Stunde zahlen muss, bei gleichbleibenden Kosten und dann an der Kasse statt 20€ plötzlich 70€ verlange, dann habe ich als Unternehmer geistig völlig versagt und dann ist nicht der Mitarbeiter faul und geldgierig sondern ich, ganz allein."
Philosoph magst du sein, aber von der Realität in der Wirtschaft hast du weniger Ahnung, gell?
10 - 12 EUR/Stunde lohnen sich nicht, wenn man 2.000 EUR netto im Monat sowieso für nichts vom Staat bekommt. Dein favorisitertes "Grundeinkommen" von 2000 netto entspricht immerhin bei einer 40-Stunden-Woche einem Stundenlohn von 12,50 EUR NETTO d.h. bis zu 25 EUR BRUTTO!...
Man müsste also schon 20 EUR an die Leute netto pro Stunde auszahlen, damit die noch für was antreten, denn 12,50 EUR werden denen ja gleich vom Staat abgezogen wegen des BGE. Damit 20 EUR bei meinem Angestellten netto ankommen [wegen des BGE eigentlich nur 7,50], muss ich als Arbeitgeber aber je nach Steuersatz und Abgabensatz bis zu 60 EUR für eine Stunde pro Mitarbeiter ausgeben. Diese Mitarbeiter muss ich außerdem auch dann bezahlen, wenn es Leerlauf gibt, sie krank sind, im Urlaub, schwanger, auf Fortbildung, oder einfach wenig Kunden kommen. Auch das muss über die Kosten gedeckt werden!
Dann warst du vermutlich noch nie bei einem Friseur? Da wuseln bis zu vier Leute gleichzeitig um einen herum.
Insofern solltest du mal aus deinem theoretischen Elfenbeiturm-Denkkonstrukt herauskommen und dich, wenigstens mal für einen Monat, in der Realität und in der Wirtschaft umschauen. Insbesondere, bevor du die Menschen, die diese wirtschaftliche Realität seit Jahren und Jahrzehnten um sich haben, beschimpfst und verurteilst...