Fehlende Lkw-Fahrer - Kurz vor Versorgungsengpass. Was sagt ihr dazu? Forum für Dicke

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https://www.welt.de/wirtschaft/article194571059/Zehntausende-Lkw-Fahrer-fehlen-Wir-sind-kurz-vor-dem-Versorgungskollaps.html

Tja so langsam zeichnet sich ab, wir haben ein Problem
Bzw es steht kurz vor der Tür..

Es fehlen mehrere 10k(!) Fahrer und es werden immer weniger..

Jahrelanges kaputt- und schlechtmachen der Branche seitens Politik, Wirtschaft aber auch großen Teilen der Gesellschaft führen halt langfristig zu so etwas (nicht nur hier)

Doch bevor der Durchschnittsbürger nicht vor einem leeren Regal steht oder die Tanke nichts mehr zu bieten hat, interessiert es keinen..

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Mehr auf die Schiene ist nur eine kleine (wenn auch sinnvolle) Problementschärfung
Aber aufgrund von riesigen Mängeln bei Netz, Flexibilität und vor allem termingerechter Abladung, kann hier ohnehin nur begrenzt angefangen werden (und auch nur kleine Teile des Lkw Verkehrs würden tatsächlich wegfallen; das liegt an der Situation/Lage Deutschlands)
Außerdem kann nicht jedes Kleinunternehmen hier angebunden werden, und keine 100% tägliche Frachtbeförderung kann stattfinden..

Autonomes Fahren (ganz ohne Fahrer) ist noch so weit weg, das ist nicht ansatzweise eine Lösung ;)

Angemerkt sei auch Lkw sind für ihre Aufgabe hocheffiziente, sparsame Maschinen die natürlich die Straße mehr belasten, aber wesentlich umweltfreundlicher als jedes moderne Auto sind..

//Wen es wirklich interessiert, hier noch mal ein wirklich tolles Video in dem ein Lkw-Fahrer mit eigenem YT-Kanal alles sehr sehr gut zusammenfasst

https://www.youtube.com/watch?v=uWUNN38yutU

//Und dieses Video aus AT zeigt, was 7 Tage ohne Lkw für uns alle bedeuten würde


https://www.youtube.com/watch?v=0t2pNAiWiiA

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Ja was sagt ihr dazu?
Was ist eure Meinung?

Interessiert mich persönlich sehr ;)

Vom Benutzer am 02.06.2019 um 22:45 bearbeitet

Och. Da fallen mir spontan noch mehr Branchen ein, denen Fachpersonal bzw überhaupt Mitarbeiter fehlen.
Sehr viele sogar. Quer durch alle mgl Berufsbereiche.
Das Thema ist schon lange bekannt, aber halt vor sich her geschoben
.........immer in der Hoffnung, es ergibt einfach so ne Lösung ;-))
@dagmar
Ja, es gibt einige Branchen leider
Viele von denen sind für unser Leben wie wir es kennen extrem wichtig!
Zu viele Tätigkeiten werden als selbstverständlich erachtet und/oder mit null Respekt behandelt..

Nur ist für viele das Thema Lkw ein absolutes Reizthema und deren Fahrer die allerletzten originalen Nichtskönner
Bei wenig Berufen wird es wirklich so mies was das Berufsbild angeht, so zumindest mein ganz persönlicher Eindruck (klar um viele steht es kaum besser!)

Allein für den Fachkräftemangel könnte man natürlich ein extra Thema eröffnen ja..

Mich interessiert speziell Stimmungslage und Reaktion in diesem Forum hierzu einfach

Vom Benutzer am 02.06.2019 um 23:02 bearbeitet

Wenn Kartoffeln in Deutschland wachsen, nach Italien gekarrt werden, um sie zu Chips zu rösten, und dann mit viel Luft wieder nach Deutschland transportiert werden. Was fällt einem dazu ein? So schlimm kann der Notstand nicht sein.

Wer Versorgungsscherheit will, muss seine Fahrer so bezahlen, dass sie davon leben können und nicht sich selbst ausbeuten müssen. Aber wer den Lehren der reinen Marktwirtschaft folgt in der Auslegung einer bekannten Steuersenkungspartei, der wird eben Mangelwirtschaft ernten...
Dann müssen sie die LKW-Fahrer halt einfach besser bezahlen und dann löst sich das Problem auch. *hust*

Es ist ein Einstiegsberuf, für den es eine recht geringe Qualifikation braucht. Außerdem ist es ein Job, der vielleicht in 15-20 Jahren so wesentlich weniger gebraucht werden könnte (autonomes Fahren) d.h. es ist ein super Job für alle so um die 40, die JETZT halt noch ne Plan B-Berufsalternative brauchen, auch aus der Arbeitslosigkeit heraus.

Meine, hier liegt doch z.B. ein Problem:
"Immerhin ist die Bundeswehr mit mehr als 11.000 Auszubildenden auch heute noch eine der größten Institutionen für die Ausbildung im Kraftfahrbereich. Das Logistikunternehmen Dachser, das sich selbst als einen „der größten Ausbilder für Berufskraftfahrer in Deutschland“ beschreibt, stellt etwa nur 100 neue Auszubildende pro Jahr ein."

Wenn ich keine neuen Kraftfahrer ausbilde, dann kann die Not ja wohl noch nicht soooo groß sein, sondern mich darauf verlasse, dass das Arbeitsamt oder die Bundeswehr schön die Führerscheine bezahlen. Meine, Programme, in denen man den Führerschein dann innerhalb der ersten 2 Berufsjahre abstottert, sollten doch möglich sein z.B.. Aber damit die Unternehmen, die die Leute brauchen, selbst in sie investieren, ne soooo groß ist die Not auch noch nicht. ;)
Naja, es geht hier ja nicht nur um die "scchlechte" Bezahlung. Auch der Unternehmer möchte für seine Leistung entsprechend entlohnt werden, erst dann kann er dies in Form von "gerechteren" Löhnen an seine Mitarbeiter weiter geben. D.h. wir als Verbraucher müssen auch bereit sein höhere Preise für die Ware zu bezahlen.
Jetzt mal unabhängig davon wieviel Sinn es macht erst die Ware von A nach B zu transportieren und dann wieder zurück.
wir als Verbraucher müssen auch bereit sein höhere Preise für die Ware zu bezahlen.

Das Todschlagargument jeder Branche 🙄
Der Endverbraucher als Verantwortlicher? So ganz kann das nicht klappen.
Wenn die Löhne stiegen, würden diese Kosten für alle Anbieter steigen, somit könnten / müssten alle Unternehmer ihre Preise anpassen.
Natürlich, jetzt kommt gleich: aber dann ist mit dem europäischen Ausland nicht mehr wettbewerbsfähig... Aber jeden durch z.b. die polnischen Nachbarn abzudecken, wird auch nicht funktionieren, sonst wäre es doch jetzt schon so, das es keinerlei deutsche Transportunternehmen mehr gäbe..
Den jeweiligen Markt für die Preise verantwortlich zu machen, ist ziemlicher Humbug: das zieht nur, wenn es ein Überangebot an Dienstleistung in einer Branche gibt.
Ein Hauptverantwortlicher der Misere ist noch nicht genannt worden. Man darf nämlich nicht vergessen, das unsere Industrie seit Jahrzehnten auf “Just in Time“ Lieferungen setzt und Lagerkapazitäten (die natürlich Geld kosten) abbaut. Diese rollenden Lager (LKW) verstopfen (auf Kosten der Allgemeinheit) Autobahnen und Landstraßen.

Ob das dadurch massenhaft eingesparte Geld in die Preisfindung für die Produkte einfließt oder doch eher auf die “Shareholder“ verteilt wird, kann sich jeder selbst ausmalen.

Da man nun, mit stillschweigender Billigung durch die Politik, erfolgreich ein beträchtliches Risiko auf die Steuerzahler abgewälzt hat (wer darf die Sanierung der maroden Infrastruktur bezahlen?), kann man ja gut jammern, dass der Steuerzahler nun gefälligst auch die Folgen dieser Aktion (durch höhere Preise) zu tragen hat.
@IsterMix

Vielleicht ist Dir beim steten Blick durch die linke Brille entgangen, daß in einer Marktwirtschaft Konkurrenzdruck besteht und ebenso die Notwendigkeit, Prozesse preisgünstiger zu machen bzw. den Aufwand dafür zu reduzieren.

Wer ist denn nun DER HAUPTVERANTWORTLICHE? Die Industrie? Dann verklag die Industrie doch...grins....

Wenn Du Dir die Preisentwicklung von vielen Produkten, z.B. technischen Geräten anschaust, wirst Du auch sehen, daß sie sehr wohl im Lauf der Zeit günstiger geworden sind.
Außerdem sind sehr viele Betriebe, gerade auch deutsche Mittelständler, keine Aktiengesellschaften, also gibt's auch keine Shareholder.
Also mit den 68ern hast Du nichts am Hut. Ich habe selten einen unpassenderen Nic gesehen.

In diesem Thread ging es um fehlende LKW-Fahrer, ich habe einen Grund dafür genannt. Wenn dieser Dir als Fan der Reichen und Mächtigen nicht gefällt, dann ist das Dein Problem, nicht meins.