Interkulturelle Beziehung.

in „Politik und Weltgeschehen“

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Es kommt doch immer auf die beiden Menschen an, die sich finden, und wie gut sie miteinander können. Da stecken wir nicht drin. Darum ist es meines Erachtens sinnlos, über ein Dafür oder Dagegen zu debattieren. Man kann noch nicht mal Generalisierungen zu bestimmten Kulturen machen, denn jeder Mensch ist anders.

Man könnte somit auch fragen: Beziehungen zwischen Menschen unterschiedlicher Geschlechter - sind wir dafür oder dagegen. Wäre genauso zielführend. Oder eben nicht.

Bin da bei Blackadder. Die Umstände können immer völlig andere sein und die Menschen auch.

Grundsätzlich machen kulturelle Unterschiede Beziehungen nicht einfacher, sondern i.d.R. viel komplizierter. Ich würde sie mir nicht bewußt aussuchen. Aber würde ich mich in jemanden aus einer anderen Kultur verlieben, könnte die Person es wert sein und es kommt auch darauf an, wie diese Person ihr Leben lebt und mit ihrer Kultur umgeht. Würde sie z.B. an Traditionen festhalten wollen, die sich extrem negativ auf mich auswirken, wäre das eine Red Flag und ein Grund gegen die Beziehung.

Aber alles andere muss man im Moment beurteilen.

Bei anderen ist mir das völlig egal, so lange z.B. Partner von Freundinnen sie respektvoll und gut behandeln. Da habe ich gewisse Vorbehalte bei Partnern aus dem nahen Osten, speziell mit muslimischem Background, einfach weil ich da schon extrem schlechte, abwertende Beziehungen mitbekommen habe. Gerade weil die Familien oft auf traditionellen Ehen im eigenen Kulturkreis bestehen. Die Männer saßen oft selbst zwischen den Stühlen: Einem modernen Leben im westlichen Land in dem sie selbst aufgewachsen sind und den Werten des ursprünglichen Herkunftslandes. Wenn sie sich dann den Idealen der Familien gebeugt haben, hat sich das selten gut auf die Partnerin ausgewirkt. Aber ganz grundsätzlich: Andere Kulturkreise können ja auch total spannend und bereichend sein. Man muss immer die konkrete Situation sich anschauen.

@Ghaith Wie siehst du das denn?

Ich habe für mich gemerkt, dass ich mich in Beziehungen am wohlsten fühle, wenn wir eine ähnliche Sozialisierung und kulturelle Prägung teilen.

Mir sind gemeinsame Referenzen im Alltag wichtig und solche kleinen Dinge wie ähnliche Kindheitserinnerungen, Humor oder ein intuitives Verständnis füreinander, ohne viel erklären zu müssen.

Auch ein vergleichbares Verhältnis zu Lebensstil und persönlichen Werten spielt für mich eine große Rolle.

Deshalb suche ich eher nach jemandem, der aus einer ähnlichen Lebenswelt kommt, weil sich das für mich einfach stimmig und leicht anfühlt.

Ich hatte schon Beziehungen der unterschiedlichsten Läge und Intensität zu Partnern aus anderen Kulturkreisen. Liegt vllt auch daran, daß ich eh eher auf dunkelhaarig und den "südländischem" Typ stehe und mit blond und blauäugig nicht sooo viel anfangen kann. 😉
Allerdings hatten diese Partner meist keine Familie in Deutschland. Sprich ich mußte mich nicht so sehr mit familiären Traditionen, Gepflogenheiten und kulturellen Prägungen beschäftigen.
Schwiegerfamilien können ja generell schwierig sein. Egal, wo sie herkommen 😉 Ich bin generell nicht so der Großfamilien Typ. Oft konnte ich mich entziehen, weil ich ja immer jedes 2. WE arbeiten mußte 😀
Jemand, der ständig mit seiner Familie "beschäftigt" ist und sehr viel Zeit verbringt, ist eh nicht so meins.

Mein Bruder ist mit einer Spanierin verheiratet und lebt dort.
In meiner Familie haben einige eine zeitlang im Ausland gelebt und gearbeitet.
Das multikulturelle ist mir halt nicht fremd.
Und in meinem Beruf hatte ich viele Kollegen aus allen mgl Ländern. Da bekommt man viel mit, wenn sie so erzählen.

Letztlich ging und geht es mir immer um ähnliche Welteinstellungen, Haltungen und Interessen, bzw sie müssen halt so weit kompatibel sein, daß es im Alltag nicht ständig Streit darum gibt. Und ich mag es eh nicht, mit einem Partner zu einer Symbiose zu verschmelzen...

Aber die Liebe spielt eh nach eigenen Spielregeln 😇 Da kann der Verstand noch so genaue Vorstellungen haben 😉