„Gummersbach“ (Anonymer Beitrag)
Lasst uns doch einfach einen zweiten un-anonymen Thread aufmachen um Leihmutterschaft unabhängig von oder ohne den Hauptfokus Jens Spahn zu diskutieren.
„Schwäbisch Gmünd“ (Anonymer Beitrag)
Warum nicht?
OMG!! Du fragst mich ernsthaft, warum man Menschen nicht kaufen und verkaufen kann?
WOW.
Weil uns Herr Spahn eben genau vorführt, dass man einen kleinen Menschen wunschgemäß kaufen kann.
Meine weiteren Gedanken dazu habe ich doch heute um 15.25 Uhr erläutert. Was willst du denn mehr?
„Homburg“ (Anonymer Beitrag)
Geht es hier jetzt um Jens Spahn oder um Leihmutterschaft generell ???
Jens Spahn ist zurückgetreten und nun normaler Abgeordneter der CDU und nicht mehr Vorsitzender.
Was von ihm zu halten ist, war eigentlich vielen von lange klar. Beginnend mit dem Maskendeal, Teilnahme bei Thiel und nun Wortbruch. ( Hätte er vor ein paar Wochen gesagt, er habe diesbezüglich seine Meinung geändert, wäre es auch eine andere Sachlage gewesen. ) Ich persönlich finde gut,daß er sich da ein Eigentor geschossen hat.
Zum Thema Leihmutterschaft.
Ich finde Paare, die Kinder haben wollen, aber nicht können, haben in Deutschland sehr viele Probleme. Adoption ist extrem schwierig, Adoption aus dem Ausland auch. Pflegekinder auf begrenzten Zeitraum zu nehmen, ist auch nicht jedermanns Sache. Auch die bekommt ja nicht jedes Paar.
Künstliche Befruchtung usw ist auch extrem teuer, maximal belasteten und für den Körper der Frau sind die Hormongaben auch nicht ohne.
Manche Frauen könnten theoretisch Kinder ( meist erneut) bekommen, haben aber ein extrem hohes gesundheitliches Risiko dabei.
Für solche Paare ist die Leihmutterschaft eine Chance auf ein Kind.
Homosexuelle Paare könnten zwar theoretisch sich auch im Freundeskreis eine Mutter/ Vater suchen und so ein Kind bekommen. Aber es gibt dann eben extrem viele juristische und dadurch auch pragmatische Probleme.
Manchmal tragen auch die Großmütter die Kinder aus, weil die ( Schwieger-) Töchter es nicht können. Auch das zählt ja als Leihmutterschaft.
Ich maße mir nicht an, ob Leihmütter gleich "Sklavinnen" sind oder "Geburts- Prostitution " betreiben.
Ich kenne Frauen, die gerne Schwanger sind ,weil der Hormon Cocktail ihnen gut bekommt. Andere leiden massiv unter ihrer Schwangerschaft... kotzen sich die ersten Monate die Seele aus dem Leib ....
In manchen Ländern wird ja sogar Frauen zugemutet, eine Schwangerschaft durch eine Vergewaltigung auszutragen.
Es ist glaube ich so, wie auch bei dem Thema Abtreibung.
Zum einen ist es für mich ein reines Frauen Thema. Zum anderen muß jeder für sich selber entscheiden, wo er/ sie moralisch/ ethisch steht und (be)urteilt.
Und mir erschließt sich nicht, warum über solche Themen so heftig und hochgradig moralisierend diskutiert wird. Vor allem nicht in der Form, daß anderen eine Haltung vorgeschrieben werden soll.
Es gibt staatliche Gesetze, aber auch die sind nicht in Stein gemeißelt.
Auch an Gesetzen kann sich etwas ändern. Da hat sich ja vieles schon rechtlich verändert. Da sollte der gesellschaftliche Konsens gelten. Wer Leihmutterschaft usw ablehnt, muß ja so nicht handeln. Aber andere, die damit anders umgehen, diese dann beschränken oder gar bedrohen wegen ihrer Haltung, geht für mich überhaupt nicht.
( .....mir fallen da gerade diese regelrecht miltiaten Abtreibungsgegner ein)
Ich persönlich finde z.B, daß hier die Kirche / Religionen sich raus zu halten haben. Auch politische Parteien. Weil es eine individuelle Entscheidung ist.
Letztlich sollte sich auch Männer bei diesen Themen sehr zurück halten. Weil es um den Körper von Frauen geht....
Frauen/ die Politik diskutiert auch nicht öffentlich darüber, ob Männer sich sterilieren lassen dürfen.... oder ob Männer Väter werden sollen , weil das ihre genetische Aufgabe ist...
Oder ob Männer in Samenbanken ihr Sperma zur Verfügung stellen für fremde Frauen.
Es wird immer nur bei den Frauen moralisiert......
Ich persönlich finde die Möglichkeit zur Abtreibung und auch die zur Leihmutterschaft wichtig und daß die gesetzlichen Bedingungen dazu gelockert werden müssen.
Ich sehe da nicht so große ethische Bedenken.
Die sehe ich in anderen Bereichen viel größer....
„Gevelsberg“ (Anonymer Beitrag)
Ich habe in meinem direkten Bekanntenkreis auch einen Fall von Kinderzeugen, wider dem deutschen Gesetz. Der Fall ist etwas anders gelagert, aber auch in DE nicht gesetzeskonform.
Dennoch hat die Kindsmutter gerade in einem Präzedenzfall für DE, die rechtliche Anerkennung durchgeboxt vor den Behörden.
Manchmal muss es einfach mal einer machen und ebnet dann vielleicht den Weg für weitere ähnlich gelagerte Fälle.
Mal ganz auf den Ursprung runtergebrochen: 2 Männer die sich lieben wollten Papas werden. So viele Möglichkeiten haben sie nicht. Also sollte es dieser Weg sein. Am Ende ist er auch nur ein Mensch, der eine Familie gründen wollte.
Ja, seine Partei wünscht diese Vorgehensweise nicht, aber die wollten auch lange die Option der Heirat für Gleichgeschlechtliche nicht. Und sowas wie Abtreibung wollen die auch nicht so wirklich.
Nun ist er zurückgetreten. Das kann man feiern oder es kann einem egal sein. Ich selber gehöre zu Letzteren.
Mir wäre lieber, der Wahlkampflügner Merz würde ähnliche Konsequenzen ziehen und nicht solche Sätze sagen wie: „Glaubwürdigkeit ist in der Politik das höchste Gut."
Hat er wahrscheinlich vergessen, was er alles im letzten Wahlkampf erzählt hat.
Dem Baby wünsche ich alles Gute. Schon Scheiße, gleich mit so einem Stigma ins Leben gestartet zu sein.
„Gummersbach“ (Anonymer Beitrag)
Ja, wir haben ganz andere Probleme in Deutschland als homosexuelle Pärchen in stabilen Beziehungen, die Familien gründen.