Ein Thread für echte Ideen....
Diskutiert sie gerne, aber seid wohlwollend.
Zusätzlich zum freiwilligen sozialen Jahr, solltes ein freiwilliges Oma/Opa Jahr (oder Jahre) geben, das Menschen Ü60 offen steht und explizit Angebote schafft, bei bei denen ältere Menschen die Gesellschaft unterstützen können:
- Kinderbetreuung
- soziales Ehrenamt z.B. in der lokalen Gemeinde
- Wissenstransfer z.B. Vorträge in Schulen zu Lebensorganisation/Finanzen etc. in Schulen halten
Bezahlung: Ähnlich wie im FSJ + Sozialleistungen wie Krankenkasse & Co und man sammelt weiter Rentenpunkte, plus Veranstaltungen zur Vernetzung untereinander
Idee wäre, Menschen, die vielleicht nicht mehr in ihrem ursprünglichen Beruf arbeiten können oder wollen, einen Rahmen zu geben, in dem sie sich mit etwas sozialem Sicherungsnetz für Dinge in ihrem Umfeld einbringen zu können. Es könnte ein sanfter Einstieg in die Rente sein ohne gleich ohne Aufgabe zu sein.
Kapitalerträge sollten standmardmäßig mit dem Maximalsteuersatz besteuert werden.
Heute werden bei Verkauf von Aktien mit Erfolg 25% Abgeltungssteuer im Moment fällig. Ich wäre dafür sie mit dem Maximalsteuersatz von 42% besteuern. Greift ein individuell niedrigerer Steuersatz (wie sich aus der jährlichen Steuererklärung ergibt), gibt es am Ende des Jahres eine Rückerstattung. Dort können auch Verluste gegengerechnet werden.
Vorteil: Wohlhabende Menschen müssen Kapitalerträge mit ihrem echten Steuersatz versteuern. Es gibt Gesellschaftsschichten, die nur von Kapitalerträgen leben. Warum sollen die nur 25% Steuern zahlen....
Nachteil: Weniger Liquidität von Investoren über das Jahr, das könnte die Märkte bremsen. Dafür mehr Geld für den Staat, d.h. vermutlich weniger Staatsschulden.
SelfCare...Menschen ü60 sind noch am arbeiten. Rente gibt es im Normalfall erst ab 67. Es ist verdammt schwer, die letzten 6 oder 7 Jahre durchzustehen. Ich hatte da keine Energie mehr für mein Ehrenamt. Vielleicht wirst du ja an mich denken, wenn du soweit bist.
Für den sanften Einstieg in die Rente gibt es die Flexirente...ich war heilfroh, dass ich diese fürs letzte Jahr nutzen konnte...
Ansonsten müssten ganz andere Maßnahmen eingeführt werden. Die Anzahl der Politiker drastisch reduzieren, das Beamtentum abschaffen, lediglich Polizei und Bundeswehr dürften diesen Sonderstatus haben. Rente nur für Leute, die auch tatsächlich eingezahlt haben...alle anderen müssen aus anderen Töpfen bedient werden.
Ach...es gibt noch soviel zu verbessern.
Grundsicherung im Alter, sprich, wenn es keine Rente aus Einzahlungen in die Rentenversicherung gibt oder diese zu niedrig sind um den Grundbedarf zu decken, ist steuerfinanziert und wird nicht aus der Rentenkasse bedient.
https://de.wikipedia.org/wiki/Grundsicherung_im_Alter_und_bei_Erwerbsminderung
Daraus:
"Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (§§ 41 ff. SGB XII) ist eine seit dem 1. Januar 2005 in Deutschland bestehende bedarfsorientierte Sozialleistung zur Sicherstellung des notwendigen Lebensunterhalts bei Hilfebedürftigkeit von Personen, die nicht mehr im Arbeitsleben stehen (über dem Rentenalter oder erwerbsunfähig). Sie greift, wenn das eigene Einkommen (z. B. Leistungen aus der Gesetzlichen Rentenversicherung wie Altersrente oder Erwerbsminderungsrente, plus zusätzliche private Einkünfte) nicht zur Deckung des Lebensunterhaltes ausreicht."
https://www.test.de/Grundsicherung-im-Alter-Wenn-das-Geld-spaeter-nicht-reicht-5153035-0/
Daraus:
"Grundsicherung im Alter – die wichtigsten Infos
Voraussetzungen.
Die Grundsicherung im Alter ist keine Rente, sondern eine Sozialhilfe. Sie wird aus Steuern finanziert und auch gezahlt, wenn Sie nie in die Rentenkasse eingezahlt haben. Die Voraussetzungen: Sie haben die reguläre Altersgrenze erreicht und Sie haben ein so geringes Einkommen und Vermögen, dass Sie ihren Lebensunterhalt damit nicht decken können."
@Seeangel Es wäre ja kein Ehrenamt, es wäre eine gering bezahlte aber durch Versicherungen abgesicherte Tätigkeit.
Eben für Menschen, die den Vollzeitjob den sie früher hatten, nicht mehr machen wollen oder schaffen, die vielleicht auch ihren Job verlieren und einen Überganz zur Rente brauchen, statt für 1-2 Jahre auf HartzIV zu rutschen - aber eben mit sinnvoller Aufgabe.
Die Flexirente ist doch steuerbefreites Arbeiten in der Rente. Sehr-Gut-Verdiener im Alter LIEBEN sie, also eigentlich gerade die, denen man nicht noch ein Steuergeschenk hätte machen müssen.
Machen das wirklich viele, die eher knapp bei Kasse sind, dass sie ihren Vollzeitjob kündigen und dann z.B. mit dem Minijob zu Rewe an die Kasse gehen? Wenn ihr da Beispiele kennt, erzählt gerne. Ich hatte das Gefühl die Flexirente ist ein MASSIVES Steuergeschenk für Rentner, die es nicht brauchen.
"alle anderen müssen aus anderen Töpfen bedient werden. " Alle Töpfe wären Steuertöpfe. Gäbe dann nur die Wahl Altersarmut akzeptieren oder eben alle fast auf Grundrentenniveau absenken, d.h. es ist fast egal was man einbezahlt hat. Ich bin auch dafür, dass sich Leistung lohnen muss, warum sollte sie sonst irgendjemand erbringen und ohne Leistung gibt es kein solidarisches System.
Eben für Menschen, die den Vollzeitjob den sie früher hatten, nicht mehr machen wollen oder schaffen, die vielleicht auch ihren Job verlieren und einen Überganz zur Rente brauchen, statt für 1-2 Jahre auf HartzIV zu rutschen
In welchem Universum ist das denn eine bessere Welt?
Wer seinen Job gesundheitlich nicht schafft sollte Erwerbsminderungsrente bekommen, wie das vorgesehen ist und zwar mit weniger bürokratischem Aufwand als bisher und die Zeit nicht in einem feuchten Traum neoliberaler Menschen überbrücken müssen, der die noch verbliebene Gesundheit raubt.
Und: Statt einen angemessen bezahlen Job zu haben in einen gering bezahlten Service für andere gedrängt zu werden, ist doch auch nur für Arbeitgeber eine bessere Welt. 😑
Naja, oder für die Gesellschaft. Wenn sich jeder eben so einbringt, wie er es noch kann und persönlich denke ich auch für viele Menschen. Etwas mit Sinn zu tun kann ja auch glücklich machen.
Es wäre ja auch nicht nur für harte Krankheitsfälle gedacht, sondern einfach für Leute, die weniger machen wollen oder was anderes.
Aber he, macht andere Vorschläge oder entwickelt es weiter.
SelfCare...über die Flexirente bist du offenbar falsch informiert. Es ist eben keine Rente für steuerbefreites Arbeiten für Gutverdiener.
Die Flexirente ist möglich, wenn man 45 Jahre in die Rentenversicherung einbezahlt hat (unabhängig vom aktuellen Alter), um die Zeit bis zur Altersrente zu überbrücken. Heißt, man arbeitet in dieser Zeit in Teilzeit, bekommt den entsprechenden Teil seines Gehaltes und einen Teil aus der Rentenversicherung. Sie endet mit dem Eintritt in die Altersrente. Ich habe sie genutzt, habe 9 Monate lang 4 Tage in der Woche gearbeitet und dann noch 6 Monate 3 Tage pro Woche. Ich war sehr froh, dass ich das machen konnte, denn Vollzeit bis zur Altersrente...ich glaube, das hätte ich nicht geschafft. Man kündigt für diese Rentenart seinen Job nicht, man ist bis zum letzen Tag sozialversicherungspflichtig im Unternehmen beschäftigt. Lediglich Renten- und Arbeitslosenbeiträge sind für beide Seiten nicht mehr fällig. Und man hat in dieser Zeit Kündigungsschutz.
Es hat auch meiner Nachfolgerin sehr geholfen, weil der Betrieb sie rechtzeitig eingestellt hat, so dass ich sie noch gut einarbeiten konnte.
Hätte ich früher von dieser Möglichkeit gewusst, hätte ich sie tatsächlich 5 Jahre nutzen können...das wäre schon eine große Hilfe gewesen, 5 Jahre in Teilzeit mit ausreichend Geld zu arbeiten.