Rundum Leben

Männlichkeit stärken?😱 WTF😂 Forum für Dicke und Mollige Menschen

Erste und letzte Lektion: verlasse dich nicht auf irgendwelche Seminare, um dich selbst als Mann zu definieren. Tu es einfach! Scheiß' auf die unqualifizierten Meinungen anderer und zieh' einfach dein Ding durch!

Das ist heruntergebrochen die Definition des Mannseins aus der Vergangenheit. Leider werden einem dann so schöne Attribute zugeordnet wie "gewaltbereit", "potenzieller Vergewaltiger", "Kriegstreiber". Kurz gesagt, der Grund, warum heute viele Leute mit einem Y-Chromosom verunsichert sind, ist einfach der, dass Männern so ziemlich alles Schlechte, was in Vergangenheit und Gegenwart passiert, unterstellt wird. Das Schlechte, was von Frauen ausgeht, wird im Zuge der Emanzipation ausgeblendet, so dass der Mann im Wortsinn der Buhmann ist. Ist doch klar, dass da eine ganze Generation verunsichert ist.

Dabei ist die Sache so einfach. Es ist scheißegal, ob man sich als Mann oder Frau oder binär oder sonst was sieht. Entscheidend ist, was man für Werte kultiviert. Entscheidend ist, ob man ein Arschloch ist- oder eben nicht. Jeder hat diese Entscheidung.

Es sollte kein ganzes Geschlecht in Misskredit kommen, nur weil es echt miese Vertreter der Gattung gibt. Die gibt es nämlich auf beiden Seiten.

Wer mal ganz tief in die dunklen Untiefen des "Männlichkeitsinternets" abtauchen will, sollte mal Andrew Tate oder Bastian Yotta googeln.

Beide promoten einen besonders männlichen Lebensstil und bieten sich als Coaches an, sind aber primär als Zuhälter vermögend geworden.

Männern wird ein Männlichkeitsideal aufgezeigt, dass vor allem auf Dominanz und Ausbeutung der Frau beruht. Sollte man denken: "Das macht doch heute keiner mehr?", naja, die schon recht extremen Videos von Tate haben Views im zweistelligen MILLIARDENbereich.

Ist schon gruselig.

"Woher kommt diese Unsicherheit?"

Unsicherheit ist ja nun keine Erfindung der Neuzeit und die gab es schon immer. Neu dagegen sind die Sozialen Medien, die alles aber auch wirklich alles aufgreifen und bis zum geht-nicht-mehr hypen.
Menschen mussten schon immer ihren Platz in der Gesellschaft suchen/finden und haben sich damit schwer getan. Jetzt gibt es halt Tutorials bei YouTube und bestimmt auch noch woanders. Aber das gleiche gibt es auch für "Wie Du Deine Weiblichkeit mehr leben kannst" - https://www.youtube.com/watch?v=dDZlj2OYSIk
Ich habe weder das für Männer noch für Frauen angesehen, kann also zum Inhalt nichts sagen.

Ich hatte zwar noch Lehrer in meiner Schulzeit aber ich habe die nie als Rollenvorbilder gesehen oder gebraucht. Das eine war ein Mann, das andere eine Frau. Gute und schlechte gab es bei beiden.
Und Vorbilder... es gab einige Menschen in meinem Leben - hätte ich mir die als Vorbilder ausgesucht, wären vermutlich viel mehr schlechte Eigenschaften hängen geblieben.
Ich habe das Prinzip mit den Vorbildern eh nie ganz verstanden. Meiner Meinung nach, ist das eigene Verhalten auch die eigene Entscheidung.
Nur weil zum Beispiel mein Vater Frauen schlecht behandelt hat, muss ich das selbst ja nicht auch tun. Ich kann es anders machen, wenn ich will. Oder ich kann es als faule Ausrede verwenden, um es ebenfalls zu tun.
Wenn man sich nur nach Vorbildern orientiert, dürfte es ja auch nie einer Änderung der bestehenden Verhältnisse geben.

Für einen Mann gehört es sich schon seine eigene Persönlichkeit zu entdecken und das wird man indem Seminar schlecht vermitteln können.

Naja, jedem das seine ;)

Erstellt von einem Mann oder einer Frau
28.09.2022, 20:50

..

Erstellt von einem Mann oder einer Frau
28.09.2022, 20:45

@Vieldranvieldrin
Das ist doch schon sehr lange so -zumindest wenn wir das Gleiche "Hintertreffen" meinen..
Soziale Kompetenzen, Teamwork, Kommunikation sind ja auch in der Wirtschaft sehr viel mehr gefragt als Muckis und Aggression.
Dennoch müssen solche "negativen" Gefühle -für alle Geschlechter- ja irgendwo hin..
Eine der -für mich- schlechtesten Entwicklungen bzgl der Sozialisation von Kindern, ist, dass sie leider immernoch zu einem sehr großen Anteil bis mind zum 4. Schuljahr, fast ausschliesslich, von Frauen geprägt werden.
Es gibt zum Glück zwar immer mehr junge Väter, die auch in Elternzeit gehen (wenn auch sicher nicht 50/50) Aber KiGas/Kitas, Grundschulen sind fast ausschließlich in Frauenhand.
Wenn dort mal ein männlicher Praktikant auftaucht ist er den ganzen Tag belagert. :-)
Und zwar nicht nur von Jungens sondern auch von Mädchen. Kinder brauchen Rollenvorbilder jeglichen Geschlechts.

Dazu brauchts eine Aufwertung von Pädagogen und eine angemessene Bezahlung gerade auch in der Frühförderung/Primarstufe.

Ich habe zufällig gerade diesen Bericht hier heute gelesen.
Paßt ganz gut.
Erstaunliche Zusammenhänge vom Testosteronspiegel der Väter und Söhne.
Noch nicht gänzlich erforscht. Aber ich finde : Spannend.
Die "kümmernden" Väter sorgen nicht nur in der Sozialisation für Veränderungen bei den Söhnen, sondern beeinflussen wohl auch den Hormonspiegel. 😳🤔

Was nun mit alleinerziehenden Müttern und der Abwesenheit von Vätern/ Großvätern betr Testosteronspiegel ist, fände ich auch noch spannend.

Als doppelte JungsMama kann ich dir verraten, dass inzwischen in Kiga und Schule die Jungs im Hintertreffen sind und die Mädchen unangemessen gepampert werden. Nicht nur meine Meinung. 🤷🏻‍♀️

Erstellt von einem Mann oder einer Frau
28.09.2022, 16:26

Ich stimme euch inhaltlich durchaus zu...habe nur leider die Erfahrung gemacht, dass diese Toleranz hauptsächlich von Mädchen/Frauen gefordert wird um zu verhindern, dass diese ihre durchaus angemessene Wut nicht konstruktiv einsetzen.
Der Begriff also missbräuchlich eingesetzt wird..
Klar sollte jeder Mensch lernen mit Rückschlägen, Fehlern und Anforderungen konstruktiv umzugehen. Nicht nur zum gesellschaftlichen sondern vorallem zum eigenen Nutzen.
Aber wir brauchen auch-und nicht nur für Jungen- eine Kultur des Frust auslebens.

Ich mag weder "Frust" als Synonym für Trauer, Verletztheit, Mutlosigkeit, Scheitern...und auch nicht die Vorstellung dies/bzw die damit verbundenen Gefühle zu "tolerieren".
Ist vermutlich nur ne Wortklauberei🤷‍♀️

Ich sehe das wie @Vieldranvieldrin. Frust gehört zwangsläufig zum Leben dazu. Es ist ein Gefühl, das empfunden werden solte. Es macht Sinn, hier eine Kompetenz zu entwickeln, gut und sinnvoll damit umzugehen. Das geht am besten mit Toleranz. Mit dem tiefen verstehen, dass die Dinge im Leben nicht immer zu meinen Gunsten laufen. Das Wachstum das daraus entsteht ist oft sehr viel mehr wert, als die Dinge die uns in Schoss fallen.

Ich finde Frustrationstoleranz extrem wichtig. Frustrane Erlebnisse gehören zwangsläufig zum Leben und zum Reifen dazu. Auch die Fähigkeit dann nicht frustriert aufzugeben, sondern am Ball zu bleiben. Neuer Anlauf, neuer Versuch.Durchkämpfen, daran wachsen.

Erstellt von einem Mann oder einer Frau
28.09.2022, 13:19

Ich bewundere diese Generation der bis zu ca 35jährigen.
Vorallem die jungen Männer. Sensibel, zugewandt, sozial kompetent, smart, selbstbewußt und völlig auf Augenhöhe in einer Partnerschaft..
Diesen Typus gibts in meiner Altersklasse nur als sehr seltenen Einzelfall.Zu meinem großen Bedauern.☹️

Ich teile nicht das Mütterbashing der Frauen, die auch ihre Jungs zu empathischen Menschen erzogen haben.
Ich finde es riecht oft verdächtig nach Neid, nicht soo viel Aufmerksamkeit, Mühe und Zuspruch erhalten zu haben..
Für mich gibts kaum einen gruseligeren Satz als "das hat mir/uns damals auch nicht geschadet..."
Die Vorstellung, dass vorsätzliche Härte zu mehr Lebenskompetenz führt ist für mich indiskutabel. Härte macht schlicht nur hart...sich selbst und anderen gegenüber.
Als Feministin habe ich mich auch immer für eine größere Bandbreite an Lebensentwürfen auch für Männer eingesetzt.

Ein kluger Mann hat mich mal (völlig zurecht) darauf aufmerksam gemacht, dass "Frustrationstoleranz" ein in sich dämliches Anliegen ist:
Warum sollte ein freier Mensch Frustrationen tolerieren..??🙄

Vom Benutzer am 28.09.2022 um 13:25 bearbeitet

@Magic,
vielleicht war es für dich kein Problem. Für andere aber schon immer, aus unterschiedlichen Gründen.
Grönemeier fragte nicht umsonst, "Wann ist ein Mann, ein Mann".
Als mein Sohn geboren wurde, schenkte mein Vater mir ein Buch.....den Titel weis ich nicht mehr aber irgendwie so etwas wie: Söhne erziehen- der richtige Weg zum Mann sein.
Er legte mir nahe das richtig anzugehen. Nicht so wie seine Mutter.... Mein Vater war übrigens keiner und er ist der letzte Mensch, von dem ich Erziehungstipps annehmen wollte.
Aber zurück zum Topic.
Früher hatten Männer eben den klaren militärischen Drill und damit eine klare Richtschnur ihrer Rolle innerhalb der Gesellschaft. Daraus viel aber jeder, der nicht passte. Der Gruppenzwang ist nur größer gewesen, das bloß nicht nach Außen zu tragen.
Heute dürfen Männer sein, wie sie wollen. Wie es so ist, mit mehr Freiheiten und Wahlmöglichkeiten. Es macht die Sache nicht zwangsläufig einfacher.

Der Inhalt des Video zeigt für mich aber eher das Problem der Jungend, per se. Eine Jugend, die überwiegend im Wohlstand von egozentrischen Helikopter Eltern groß gezogen wurden. Irgendjemand wird es, irgendwann schon für mich richten. Verantwortung übernehmen? Warum, "Mutti" macht schon. Das ist aber generell ein Problem.

Viel schlimmer finde ich den Trend, der misogynen Red Piller oder Pick up Artist Bewegung.

Übernehme Verantwortung für dein Leben....
Nicht nur ständig meckern,sondern Verantwortung übernehmen, Prioritäten setzen, sich fokussieren und für die eigenen Belange einsetzen. Sowohl im Job,in der Beziehung und privat.....
Wahre Worte.


Letztlich erzählt der Moderator von dem Youtube Video nur Dinge, die für alle wichtig sind. Als eine Art Coach für unsichere junge Leute. Für Frauen gibt es da gerade mehr Möglichkeiten der Identifikation über Medien und realen Frauen.
Es scheint für junge Männer wirklich an Vorbildern und Leitbildern zu fehlen.

Und die jüngeren Generationen scheinen auch viel behüteter und geschonter von den Eltern aufgewachsen zu sein.
Da wurden in Kindheit und Jugend schon viele Unannehmlichkeiten und Härten des Lebens von den Eltern im Vorfeld aus dem Weg geräumt.( Gut und schützend gemeint)
Da kam es nicht zu einer "Reifung" und Training der Frustrationstoleranz.

Letztlich ist es doch gut, wenn sich junge Leute solche Videos suchen, um etwas zu lernen und sich Anleitung holen,wie sie im Leben besser zurecht kommen.

Airlians , der Chef rät dazu gar nichts. Er ist nur verwundert, was die jungen Männer heute für Sorgen herumtragen.

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, wo das kein Thema war. Wir waren noch frei und unbändig. Das Leben ist heute wirklich komplizierter geworden.

Wenn ich heute eine Master These quer lese, dann kommt mir regelmäßig das Kotzen.

Fachliche anspruchsvolle, komplizierte Inhalte sind nicht mehr lesbar. Ich empfehle da die weibliche Form zu wählen, damit man wenigstens die Inhalte wieder transportieren kann.

Der Zeitgeist fährt uns gerade mit Vollgas gegen die Wand.

... tja, auf die Praktikanten muss man schon ein Auge werfen :-)
Ich bin sicher, auf Grund seiner Lebens- (Liebes-) Erfahrung rät der Chef/Vorgesetzte/Meister zum Abschluss einer Elementarversicherung zumindest für Fortgeschrittene :-)

Ich denke, in der heutigen Zeit überlegt so manche/r, ob sie/er ein Weiblein, Männlein oder was auch immer ist - das kann vor allem junge Leute schon unsicher machen.
Hat die Welt nicht schon Probleme genug? Mit etwas mehr Toleranz in jeglicher Hinsicht wäre die ganze "Genderei" m.E. überhaupt nicht notwendig. Ich persönlich hatte noch nie Probleme mit "divers" - in welche Richtung auch immer.
Lasst doch die Jungs ihre Männlichkeit erfahren und erproben - ich gehe da mit Herbstlicht: das gehörte schon immer zum Erwachsenwerden ...

Allen einen lehrreichen und schönen Tag :-)

Erstellt von einem Mann oder einer Frau
28.09.2022, 03:16

Es gibt für ziemlich alles einen Markt denke ich

Die veranstalten da Seminare und das für nicht wenig Geld. Es gibt offenbar einen größeren Bedarf.
Im Umkehrschluss bedeutet es aber, es gibt eine größere Zahl von (jungen) Männern, die sich nicht mehr als Mann sehen.
Sie wollen es lernen .... ein erstaunliches Phänomen.

Erstellt von einem Mann oder einer Frau
27.09.2022, 23:40

Also grundsätzlich ist das nicht verkehrt was der junge Mann da sagt…. Warum das aber explizit für den Mann wichtig ist bzw. ausschlaggebend fürs Mann werden erschließt sich mir nicht. Ich würde das eher unter Erwachsen werden abbuchen. Gut , hab jetzt auch nicht das komplette Video gesehen 😃

Über den Slogan musste ich schmunzeln….

Sei Frei
Sei geil
Sei Mann 🤪

Heute habe ich bei einem Praktikant etwas interessantes entdeckt.

https://youtu.be/urYCBtopJC0

Er guckt Tutorials, wie man ein richtiger Mann wird.
Ich dachte, jetzt fall ich vom Glauben ab.

Scheint ein Mega Geschäft zu sein.
Warum gibt es da so einen Bedarf?

Woher kommt diese Unsicherheit?

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