Oberflächlichkeit?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 60 Antworten

@ Rudi

ich kann es manchmal nicht nachvollzieehn, daß gerade manche Mituser sofort negativ persönlich werden müssen und merken es offensichtlich nicht.

Es mit Absicht zu tun, kann ich nachvollziehen, eine Show daraus machen zu müssen auch. Eine Disskusionkultur die sicher viele vor einer Beiteilung abschreckt.

@Talion *Gähn*

Na und? Sollte man die Worte jetzt aus dem Wortschatz streichen, weil jeder der die Worte "Jedem" , " das" und auch "Seine" - ein Nazi ist? oder rechte ist?

Das ist doch ausgekochter Unsinn, wenn Du das denkst - aber ich hoffe Du denkst nicht so oder?

@ChatGPT - Ask me anything:

Genau du "Dachtest"- aber da hast Du falsch gedacht.

ich habe geschrieben und es unverändert gelassen:
"Aber wie kommt es , daß manche Frauen einen anderen Menschen hier auf Igno setzten ohne ..."

Wenn ich das auf mich beziehen hätte wollen, dann hätte ich es wie folgt ausgedrückt:
"Aber wie kommt es , daß manche Frauen MICH hier auf Igno setzten ohne ..."

Habe ich aber nicht - also?

Man kann sich über eine Person auch eine Meinung bilden, einen vorläufigen Eindruck verschaffen, ohne je ein persönliches Gespräch geführt zu haben. Bei Prominenten oder historischen Persönlichkeiten ist das sogar die Regel.

Und hauptsächlich wird die Plattform hier zur Partnersuche genutzt und da gehören oberflächliche Kriterien wie Alter, Geschlecht, Optik usw. halt dazu.

Und auch sonst im Leben filtert man bewusst oder unbewusst unpassende Kontakte raus. Sich mit jedem, der einem über den Weg läuft, sich persönlich auseinanderzusetzen wäre eine ziemliche Energieverschwendung. Ignoriert zu werden sollte man von daher nicht persönlich nehmen.

„Schwanewede“ (Pseudonym)

Naja aber „jedem das Seine „ ist ein sehr gebräuchlicher Ausdruck. Und inhaltlich auch null in der Nähe des braunen Gedankentums…. Warum das da am Tor stand erschließt sich mir nicht. Wenn die Nazis mal das beherzigt hätten dann wäre vieles anders gekommen… ☠️

Mm ok ich hab gerade etwas nachgelesen… ich verstehe es inhaltlich so wie „Leben und Leben lassen „ … es hat aber offensichtlich noch andere Bedeutungen die von den Nazis zynisch instrumentalisiert wurden . @Talion - danke für die Info

„Menden“ (Pseudonym)

@Herbstlicht

Diese Sätze waren primär nach außen gerichtet – um eine Art Rechtfertigung für Verbrechen zu bieten.
„Jedem das Seine“* war in dem Fall natürlich nicht in der Bedeutung: „Jeder soll nach seiner Façon glücklich werden" gemeint, sondern im Sinne von: „Jeder bekommt das, was er verdient.“ (Und diese Bedeutung steckt ja im ursprünglichen Satz tatsächlich AUCH drin)
Es stellt eine Verhöhnung der Opfer dar und eine Beschwichtigung der Bevölkerung rund um die KZs, die natürlich mitbekamen, was da geschieht.

Vielleicht wird es jetzt klarer, warum dieser Satz so besonders widerlich ist und viele ihn deshalb einfach weglassen. Es gibt ja auch genug Alternativen.

Früher war ja z.B. auch der Ausdruck "Etwas bis zum Vergasen machen." völlig üblich, ich habe das sehr häuftig gesagt, bis mir irgendwann der Ursprung klar wurde. Sich auf "Etwas bis zum Abwinken machen" umzustellen, dauert keine zwei Tage.
Oder man lässt es - dann lebt man eben damit, dass die Dinge, die man Ernst meint gegebenenfalls mit einer gewissen Reibung ankommen.
Nur dadurch, dass Du das es gebräuchlichen Ausdruck empfindest, ändert sich ja nicht der Eindruck der Anderen davon plötzlich.
Das würde man eigentlich der besseren und klarerern Kommunikation mit anderen machen und weniger für sich selbst.

* Schau mal, das zeigt mir sogar mein Rechtschreibprogramm an.

„Schwanewede“ (Pseudonym)

@Mupfel…. Grad auch gelesen… ja wieder was dazu gelernt mit 53 😅

Nun ursprünglich kommt es aus der Antike und ich kenne es noch aus dem Lateinischen zu Schulzeiten.

Jegliche Formulierung auf einen Zusammenhang mit Greultaten der Nazis hin abzuklopfen erachte ich als falsch. Es gehört zu Vergangenheit, weil es vergangen ist. Nur zu gern wird auf dieser Vergangenheit hingeweisen. Aber von uns aktuell Lebenden hat keiner mehr einen wirklichen Bezug dazu.

Es wird auch zu viel darauf aufgebaut oder in Zusammenhang gebracht. (auch aus rein finaziellem interesse heraus) Es war eine andere Zeit. Wobei Nazis auch zu Pauschal ist. (aber das hier zu Diskutieren würde den Rahmen sprengen)

„Menden“ (Pseudonym)

@Herbstlicht:
🙂👍

@Herbstlicht

die Frage ist doch mehr, ob wir diese Formuliereung zwanghaft in diesen Kontext setzen müssen oder ob wir nicht es einfach bei der inhaltlichen Aussage belassen können.
ich vermute sogar ohne der Anmerkung von Talion hätte neimand an diesen Zusammenhang gedacht.

Aber es scheint ein aktuelles Problem zu sein, es geht weniger um die Aussage einer Formulierung, sondern um die Worte selbst - ist mir schon beim Gendern-Thema aufgefallen. Es wird akribisch nach Negativem gesucht. Damit wird die Sprache langfristig zum Problem werden.

„Menden“ (Pseudonym)

Jegliche Formulierung auf einen Zusammenhang mit Greultaten der Nazis hin abzuklopfen erachte ich als falsch.

Es geht ja auch nicht um jegliche Formulierungen, sondern nur um diesen einen Satz.
Wenn einem etwas egal ist, sollte das einem dann tatsächlich wirklich egal sein und nicht dazu dienen, sich selbst als Opfer darzustellen, wo man keines ist.


Wer sich permanent als „Nazi“ abgestempelt fühlt, an Stellen, an denen er ganz objektiv nicht so dargestellt wurde, hat vielleicht einfach nur selbst einen Farbfilter vor den Augen und wundert sich, dass alles dadurch braun aussieht.

„Menden“ (Pseudonym)

Ich vermute sogar ohne der Anmerkung von Talion hätte neimand an diesen Zusammenhang gedacht.


Da vermutest Du falsch. Ich habe mich bereits bei airliana, die es hier im Thread verwendete dran gestoßen und bei jemand anderen in einem Parallelhread in den letzten Tagen auch, hatte aber nicht die Nerven es anzusprechen, eben weil das zu endlosen und aus meiner Sicht auch meist sinnlosen Diskussionen führt. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

Dankenswerterweise sprach es ja dann Talion an.


Und wie Du an Herbstlichts Reaktion siehst, gibt es Menschen, die gerne immer weiter dazulernen. Ein Hoch auf solche Menschen. Das ist wahre Größe.

Nun aber es ist doch jetzt so, daß aktuell niemand merh am Leben ist asu der damaligen Zeit, also auch niemand das hätte rückwirkend verhindern können.

Also ist es Teil der Geschichte, ebenso verunglimpft man auch nicht die Opfer. Es ist eine Formulierung - mehr nicht. Selbst wenn man diese Formuliereung in Zusammenhang mit Verbrechen bringen will und dabei den Zusammenhang betrachtet in der sie sthet, muss man doch erkennen, daß kein Zusammenhang mit der damaligen zeit besteht.

Nun das hat nichts mit dazu lernen zu tun - wollen wir eine Welt in der es verbotene Wörter, verbotene Formuliereungen gibt? - Also ich will das nicht.

(Im Übrigen haben die Amerikaner die ersten Gaskammern gebaut und Versuche mit Zyklon-B bis E durchgeführt und wollen es wieder einsetzen)

Ich bin es ehrlich Leid auf die Vergangenheit von Generationen vor meinen Eltern hingewiesen zu werden.

@Herbstlicht: Da stimme ich Dir zu, aber weder Du noch ich, noch unsere Eltern haben Schuld an dem was passiert ist - aber ständig wird versucht uns eine Schuld zuzuweisen.

Irgendwann ist auch mal gut. Wir sind nicht automatisch Nazis weil unser Vorfahren es waren. Viele waren auch einfach nur Mitläufer um zu überleben.

Es wird der deutschen Bevölkerung die Vergangenheit immer vorgeworfen - meißt jedoch aus rein finziellem Interesse und aus Demut und Sorge lässt die Gesellschaft sich das gefallen.