Oberflächlichkeit?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 60 Antworten

„Schwanewede“ (Pseudonym)

@insron….. 78 Jahre ist das her…. Das ist nichts …. Ein Tropfen in der historischen Zeitrechnung. Natürlich leben noch Zeitzeugen und natürlich auch direkte Nachkommen die das Leid ihrer Lieben hautnah miterlebt haben. Ich kann das so nicht sehen wie du es schreibst. Ich bin auch dafür nach vorn zu schauen. Aber nicht auf Kosten anderer.

PS …. Meine Eltern haben diese Zeit sehr lebendig miterlebt

@Sarahlina:

Geschmälert wird nichts auch von mir nicht. Aber die Sorge, daß sich so etwas wiederholen könnte ist mittlerweile so groß, daß der Druck auf die Gesellschaft in eine andere Richtung läuft. Wir sind am besten Weg eine linskorientierte Diktatur aufzubauen, in der Worte nicht mehr gesagt werden dürfen, in der Straßen umbenannt werden müssen, Bücher geändert, in der das Grundrecht auf freier Meinungsäußerung eingeschränkt wird.

Extreme sind nie gut - egal aus welcher Richtung oder Gesinnung sie handeln.

Die Greultaten gab es. Sie dürfen sich nicht wiederholen. Auch jeder Krieg ist im Grunde eine Greultat - aber dennoch werden Kriege geführt. Vermutlich wäre die Vergasung von Menschen auch noch weiter gegangen wenn sich die USA nicht eingeklingt hätten. Oder haben die USA gar billigend zugeshehn (imerhin haben sie viele Vorteile davon gehabt, wie auch Rußland) ... Wer kann das heute noch so genau sagen.

@Justme63: Das ist auch nur eine Einschätzung

Mir ist durchaus bewußt, daß man mich hier in die politisch rechte Ecke stellen möchte, aber ich bin vermutlich Toleranter und fremdenfreundlicher als die, die mich gerne in dieser Ecke sehen wollen.

„Menden“ (Pseudonym)

Nun das hat nichts mit dazu lernen zu tun - wollen wir eine Welt in der es verbotene Wörter, verbotene Formuliereungen gibt?


Wer hat Dir diese Formulierung verboten?
Du versuchst doch eher umgekehrt andere zu überzeugen unbedingt dabei zu bleiben

Du kannst den Satz ruhig verwenden, wenn er Dir so wichtig ist – ich lasse mir aber deshalb nicht vorschreiben, wie der Satz bei mir anzukommen hat. Und darum geht es ja.

Dass man die Antike (zeitlich wesentlich weiter entfernt), mit Zitaten lebendig erhält, das dritte Reich aber gefälligst aus dem Gedächtnis streicht, leuchtet mir auch nicht ein.
Beides sind objektiv Teil unserer Geschichte und damit auch Teil von uns selbst – beides haben wir nicht persönlich miterlebt.

@seaangel

niemand hat hier von schuld gesprochen. es ging nur um das verwenden von bestimmten Vokabular . Immer wieder wirft jemand das mit der schuld in den raum , dabei gab es keinerlei schuldzuweisungen. Warum ruft die Erinnerung an solche greuelltaten immer ein schlechtes gewissen ´hervor?
Keiner von uns konnte es verhindern. Aber dass es nicht vergessen wird dafür kann ich sorgen.

Nun, es geht immer um Schuld und um das Leid, das "wir" Menschen zugefügt haben.

Sarahlina...ich habe weder Erinnerung, noch ein schlechtes Gewissen. Und verhindern konntest weder du noch ich irgendwas...es war schlicht vor unserer Zeit...also lasst uns doch bitte aufhören, das immer wieder hervorzukramen...

Warum fragen sich gerade total unsympathische Menschen warum sie blockiert sind? Du bist blockiert,scheinste wohl nicht so toll zu sein. Punkt.

Warum verfassen gerade diejenigen hier die längsten und ausgefeiltesten Antworten die ein .. eigentlich...soooo tolles Privatleben haben? Scheinbar ja nicht.

Von diesem Thema auf das Thema KZ umzuswitchen ist einfach nur krank.

Lest ihr euch eigentlich mal selbst?

Irgendwann ist auch mal gut. Wir sind nicht automatisch Nazis weil unser Vorfahren es waren. Viele waren auch einfach nur Mitläufer um zu überleben.

Oberflächlicher bzw verharmlosender geht es fast nicht. Das dreht mir echt den Magen um.

Ja, die Feststellungen der oben zitierten Sätze mag richtig sein, aber was impliziert denn der Inhalt? Wer heutzutage noch "einfach nur Mitläufer" als Entschuldigung angibt, der ist m.M.n. aus der Zeit gefallen.

Was die Weitergabe rechten Gedankengutes (und auch einfach falschen, rassistischen oder verschwörerischen Aussagen) innerhalb der Familie/Generationen angeht, so ist das auch heute noch verbreitet. Man darf es nicht unkommentiert lassen. Es ist nicht vorbei und auch nicht wirklich weit weg von uns, leider.

@Zwölfe...das "Was die Weitergabe rechten Gedankengutes (und auch einfach falschen, rassistischen oder verschwörerischen Aussagen) innerhalb der Familie/Generationen angeht, so ist das auch heute noch verbreitet. Man darf es nicht unkommentiert lassen. Es ist nicht vorbei und auch nicht wirklich weit weg von uns, leider. ist falsch.

Ich bin 1955 geboren, mein Vater und auch die Väter all meiner Schulkolleginnen und Freundinnen waren an Kriegshandlungen beteiligt und haben das mehr oder weniger gut überlebt (sonst gäbe es uns ja auch gar nicht). Irgendwas hatte jeder, mein Vater hatte einen Lungendurchschuss, den anderen fehlten Gliedmaßen, Arme, Beine usw. einer hatte kein Gesicht mehr, es wurde ihm weggeschossen. All diese Männer (übrigens auch die Frauen) haben darüber nie gesprochen. Das einzige, worüber sie sprachen, war der Hunger und die Kälte beim Russlandfeldzug und die darauffolgende Kriegsgefangenschaft.

Keiner hat rechtes Gedankengut weitergegeben. Die Menschen, die das er- und überlebt haben, waren davon meilenweit entfernt. Rechtes Gedankengut kam erst wieder in den 90ern auf und hält sich bis heute...und zwar ganz massiv. Man kann es alleine schon daran sehen, dass der Satz "Jedem das Seine" zu einer derartigen Diskussion aufgebauscht wird.

„Menden“ (Pseudonym)

iDie Menschen, die das er- und überlebt haben, waren davon meilenweit entfernt. Rechtes Gedankengut kam erst wieder in den 90ern auf

Alt-Nazis kamen bereits in den Fünfzigerjahren in Justiz, Verwaltung, Ministerien, sogar in Schulen direkt wieder zum Einsatz.
Die 68er Bewegung entstand doch als Widerstand gegen den alten Nazimuff - welchen Sinn hätte eine solche Bewegung gehabt, wenn alle geläutert und in der Bevölkerung nichts mehr von den alten Ideologien übrig gewesen wäre?
Wie der Name sagt, fanden die im Jahr 1968 und den folgenden Jahre statt, nicht 1918.
Auch in der DDR haben viele Ex-Nazis wieder Karriere gemacht.
Das ist kein Vorwurf an diese Menschen, das ist schlicht eine objektiv belegbare Tatsache, Seeangel.

Ja, Mupfel...solche Leute kamen in verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Aber du kannst dir sicher sein, dass sich niemand gewagt hat, sein braunes Gedankengut weiterzugeben. Möglicherweise wurde auch deshalb diese Zeit nicht im Geschichtsunterricht behandelt, war nicht im Lehrplan. Uns wurde vermittelt, wir sollen zum zweiten Weltkrieg unsere Eltern befragen, zum ersten unsere Großeltern...die haben das erlebt.

Du auf jeden Fall hast die Zeit nicht erlebt...und auch nicht 1968. Es ging den 68ern um Muff, aber nicht um Nazimuff, es ging um die verschrobenen Moralvorstellungen von Gesellschaft und Kirche, um Gleichberechtigung und eine gewisse Freiheit.

In der DDR war sicher einiges anders...

„Menden“ (Pseudonym)

@Seangel: Du warst 1968 2 Jahre alt. So unterschwellig zu tun, als hättest Du das im Unterschied zu mir bewusst erlebt, ist schon sehr dreist. 😂

Worauf denkst Du, dass das Motto "Wider den Muff von 1000 Jahren" anspielt, der damals angestimmt wurde?
Er spielt auf das sogenannte "Tausendjähjrige Reich" an.
Selbstverständlich richtete sich der Protest auch gegen den Nazimuff.

„Menden“ (Pseudonym)

Schau mal, das ist ein Bild (© Günter Zint). aus dem Jahr 1968 (entnommen der Website: Bundeszentrale für politische Bildung )

Mupfel...Rechnen Note 6 - setzen...

Wie ich schrieb, bin ich 1955 geboren 1968 war ich 13 Jahre alt...da interessiert man sich schon für allerhand...besonders für Leute, die gegen alles rebellieren....

Im Prinzip hat sich die 68er Bewegunng gegen alles gewandt, was vorher war...