Parentifizierung in der Partnerschaft

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es elf Antworten

„Forchheim“ (Anonymer Beitrag)

Hi,

hat jemand die Doku über Josua Kimmich (Fußballer) gesehen?
Der Mann hat 4 Kinder mit seiner Frau (Juristin) und war anscheinend noch nie selbständig für die Familie einkaufen.
Doku: "Kapitän Kimmich"
https://www.zdf.de/dokus/kapitaen-kimmich-movie-100

Es geht mir nicht per se um ihn und soll kein Angriff sein.

Instagram zeigte mir bezugnehmend auf diese Einkaufsszene in der o.g. Doku folgendes: https://www.instagram.com/p/DJEaXXjstEB/

Yvi Blum beschreibt, dass in solchen Dynamiken (oftmals unbewusst) eine Parentifizierung in der Partnerschaft stattfinden kann und die Augenhöhe verloren geht und der Partner dadurch eher zu einem (weiteren) Kind wird.

Wie ist Eure Sichtweise darauf?

„Velbert“ (Anonymer Beitrag)

Hab mir jetzt nur den Instagram Beitrag angeschaut und den finde ich sehr passend.

Was man sicherlich noch zu Leuten sagen muss, die Spitze in ihrem Job sind und z.B. ihren Teil der "Arbeit" durch z.B. Hausangestellte, statt durch die eigene Partnerin auffangen lassen können: Das ist auch in Ordnung. Wenn wenig Zeit da ist, sollte die Quality Time lieber mit der Familie verbracht werden, als darin einzukaufen oder zu putzen.

„Bad Mergentheim“ (Anonymer Beitrag)

Naja, manchmal denke ich mir ein wenig Bodenständigkeit würde diesen Leuten nicht schaden. Wenn man im normalen Alltag komplett lebensunfähig ist, dann weiß ich nicht, ob es so gut ist wenn diese Menschen so viel Reichweite haben. Die können doch die Realität überhaupt nicht mehr einschätzen.

„Velbert“ (Anonymer Beitrag)

Ne, die werden während ihrer aktiven Zeit von oben bis unten vom Verein gepampert, ist schon so. Dafür müssen sie Weltspitze bleiben, sonst ist das schnell und hart vorbei.

„Calw“ (Anonymer Beitrag)

Warum diskutiert man sowas anonym?

„Forchheim“ (Anonymer Beitrag)

Weil manche sich mit ihren Ansichten ggf. nicht offiziell outen möchten.
Es könnte, dadurch, dass der Fokus von der Außenwirkung wegfällt, ein ehrlicherer Austausch stattfinden.

„Calw“ (Anonymer Beitrag)

Ich sehe tatsächlich überhaupt keinen Grund, sich über Joshua Kimmich auszutauschen.

„Forchheim“ (Anonymer Beitrag)

Es geht auch nicht um ihn als Person. Steht auch oben im Eingangstext.

„Fellbach“ (Anonymer Beitrag)

In vielen Partnerschaften gibt es eine Aufgabenteilung. Der Mann kümmert sich traditionell zum Beispiel darum das oder die Autos zu pflegen und in die Werkstatt zu bringen, hält die IT im Haushalt am laufen, baut Möbel auf, steht am Grill.

Etwas nicht zu machen oder überhaupt nicht zu können bzw aus strategischer Inkompetenz zu verweigern zu lernen, sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

„Recklinghausen“ (Anonymer Beitrag)

"steht am Grill"

Das kenne ich noch aus meiner Kindheit. Meine Mutter bereitet die Salate zu. Bereitet Fleisch, Wurst, Gemüse und Kartoffeln vor. Auch Obst, für gegrillte Ananas und Banane. Bereitet Dips und Marinaden und anderes zu. Richtet alles an. Bereitet Getränke Bowle und Cocktails etc. zu. Deckt den Tisch. Räumt später auf, spült, etc.
Mein Vater. Macht Feuer. Steht am Grill. Dreht um. Nimmt runter.
Alle Gäste lobpreisen meinen Vater für das köstliche und herausragende Mahl.
Ich ❤️ meinen Vater sehr, aber er hätte sagen müssen, dass es nur zu einem geringen Anteil sein Verdienst ist.

Bevor jetzt übrigens jemand wieder kommt mit der Höhle und dem jagenden Mann usw.
Bitte vorher erstmal nachlesen, was die heutige Wissenschaft zu diesen veralteten Theorien sagt.

„Fellbach“ (Anonymer Beitrag)

@Recklinghausen - haben die Gäste echt nicht mitbekommen, wer den Löwenanteil der Arbeit gemacht? Das kann ich mir nicht vorstellen. Primär ist es erstmal an den Gästen Lob und Anerkennung richtig zu adressieren und erst sekundär an deinem Vater da etwas richtig zu stellen.

Das Verdienste des Partners beansprucht werden war früher sehr üblich. Deine Mutter hätte sich glatt Frau Oberst oder Frau Doktor nennen können, wenn dein Vater einen entsprechenden Rang oder Titel gehabt hätte. Der Begriff der "Spielerfrau" fällt auch in diese Kategorie und der ist noch gar nicht so alt.

„Brandenburg an der Havel“ (Anonymer Beitrag)

Mir wäre neu, dass es einen Knigge gibt, in dem Partner die Leistung des anderen nicht loben dürfen bevor es die Gäste erwähnen.
Natürlich hätte der Vater (und Millionen anderer Väter) es sagen sollen.
Es wird ja auch heute noch wie ein Wunder gelobt, wenn ein Mann das Kind in die Kita bringt.
Was aber noch nie passiert ist, ist dass man dachte die Frau Doktor hat den Titel oder die Spielerfrau wird eingetauscht.
Was sind das für hanebüchene Vergleiche?