"Über Gewicht: Mein dickes Leben" - Natalie Rosenke schreibt für die SZ Forum für Dicke

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Natalie Rosenke, die Gründerin der "Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung"
http://www.gewichtsdiskriminierung.de/

schreibt in ihrer Kolumne sehr berührend über ihre Entwicklungsprozesse als dicker Mensch.👍🏽

Natürlich darf ich glücklich sein

»Nie im Leben kannst du dich so wohlfühlen. Du machst dir doch was vor!« Diese Sätze begleiten Natalie Rosenke seit ihrer Kindheit. Es hat viele Jahre gedauert, ehe sie verstand: Gewicht und Glück gehören nicht zwingend zusammen. Die erste Folge ihrer Kolumne »Über Gewicht«.

Zitat: SZ

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/ueber-gewicht-mein-dickes-leben/natuerlich-darf-ich-gluecklich-sein-86372
danke Mattilda, besonders für den sz-link. Die Schilderung der Autorin, wie sie ihre Kindheit erlebte, macht mir einiges klar.
Mich hat ihre Schilderung auch an Vieles erinnert, was bis heute (unterbewusst) mein Verhalten und Reaktionen beeinflusst. Die Auseinandersetzung mit frühkindlichen Weichenstellungen spielt aktuell mal wieder eine wichtige Rolle in meiner Entwicklung.
Ich mag Natalie Rosenkes Umgang und Sprache mit ihren Erfahrungen.
Bin gespannt auf die nächste Folge.
Oh wie schön! Danke für den Link!

Ich mag Natalie Rosenke schon immer sehr. Zu Zeiten als sie noch viel in dicken Foren schrieb, war sie mir immer eine der liebsten User, sie ist eine tolle, junge, konstruktive und starke Stimme in der deutschen Dicken-Bewegung. Wie schön, dass sie eine Kolumne und Stimme in einer so grossen Zeitung bekommen hat. Das freut mich wirklich sehr. Das ist eine wirkliche Freude von ihr zu lesen.
Dass sie schon 41 ist, war mir gar nicht bewusst, ich habe sie immer wesentlich jünger geschätzt.
Ihren Weg in so jungen Jahren eine so lange Auszeit zu nehmen und so reflektiert mit dem Thema umzugehen bewundere ich sehr.
Über Gewicht: Mein dickes Leben

Ich schwimme, also bin ich

https://sz-magazin.sueddeutsche.de/ueber-gewicht-mein-dickes-leben/ich-schwimme-also-bin-ich-86468


Sooo wunderbar getroffen und seehr nah an meinem Empfinden...*seufz
Und nicht nur in den kritischen Passagen...
Vorallem dies hat mir aus der Seele gesprochen und mich zum Weinen gebracht:
Heute weiß ich, meine Wasserliebe beruht auf Physik: Fett hat eine geringere Dichte als Wasser – das sorgt für Auftrieb. Im Wasser bin ich ein Federchen und damit ziemlich nah am Traum vom Fliegen. Und noch etwas ist schön: Im Alltag ist mein dicker Körper ständig unter Beschuss, gleitet er jedoch ins Wasser, fühlt sich das wie eine bedingungslose, liebevolle Umarmung an.
(Zitat Natalie Rosenke s.o.)
Ich hab den Link gelesen...nur den Rest von Euch nicht...und ich kann sagen, sie hatte nur schwein
Wieder eine tolle Kolumne!
Schön dass sie es auch so deutlich auspricht, ich glaube die wenigsten Normaslos haben eine Vorstellung davon wieviel blöde Blicke und Bemerkungen Dicke im ganz normalen Alltag abbekommen können.

Beim Fitnessstudio muss ich aber sagen, dass es sehr darauf ankommt welches man wählt. Ich war einige Zeit beim Kieser Training und bin dort absolut normal und freundlich aufgenommen worden. Kein blödes Gelaber übers Gewicht, im Gegenteil, als ich den Trainer, der die Einführung an den Geräten machte vorher darauf ansprach, ob die Geräte mich auch aushalten, lachte der total erstaunt auf und sagte nur: "Ich bitte Sie, natürlich - die sind doch aus Stahl!". Der fand meine Befürchtungen glaube ich total absurd. Dort sind alle Arten von Menschen anzutreffen, von dick bis dünn, von trainiert bis untrainiert, von alt bis jung.
Allerdings hat das auch seinen Preis und das mag Teil des Problems sein. 😕 Mir wurde es offen gesagt auf Dauer auch zu langweilig ... mir gehts wie Frau Rosenke, Bewegung im Wasser ist Spaß, ich mache das gern und nicht weil ich muss. Bewegung im kargen Kieser Studio machte leider irgendwann keinen so grossen Spaß mehr (obwohl es viel brachte).
Eine ganz ähnliche Form der Ablehnung hat eine schwergewichtige Bekannte letzten Sommer beim DLRG gemacht. Man(n) war über ihr telefonisches Interesse an einer aktiven Mitgliedschaft entzückt und hat sie ins "Vereins"bad zum persönlichen Gespräch gebeten (was wir beide ziemlich obskur fande...aber naja)
Als sie dann im Badekleid vor ihm stand war jegliches Entzücken einem klaren NEIN gewichen...UNFASSBAR!

Es ist eben seehr unterschiedlich...
In meinem Lieblingsbad werde ich von den Leistungsschwimmern auch eher mit Respekt behandelt und man versucht mich zu ermuntern und hilft wo es nur geht...
DAS hilft ungemein innere Hürden zu überwinden
Ja scheisse...aber auch berechtigt
Von dieser Einstellung: »Beweg deinen fetten Arsch, aber zeig ihn mir nicht«. berichtet auch oft die Vlogger- und Bloggerin Anna O'Brien, die sehr dick ist, zum Teil eher ungewöhnliche Sportarten treibt und dafür leider regelmässig ordentlich zu spüren bekommt, dass das nicht gefällt.