Das ist kein Jammerthema. Ich würde das gerne ernsthaft hier diskutieren. Es interessiert mich wirklich, vor allem auch beide Seiten... Männer wie Frauen! Was meint ihr? Wo liegen die Hauptprobleme? Warum wird ein netter Kontakt einfach wortlos abgebrochen? Warum ist es oft schwer einen Kontakt zeitnah in die Realität zu bringen? Warum muss man mehrgleisig fahren?
Bitte nur ernst gemeinte und ebenfalls interessierte Beiträge!
Je älter wir werden, desto sicherer werden wir uns unserer eigenen Wünsche und Bedürfnisse.
Männer singen häufiger als Frauen: https://www.youtube.com/watch?v=YHrNmSXAYF0
Das stimmt auf jeden Fall aber ich sehe das eher als Vorteil...wenn man dann noch selbstreflektiert genug ist um zu erkennen was man in der Vergangenheit falsch gemacht hat wählt man doch mit Bedacht und das ist gut.
Ich denke das hat auch stark etwas mit dem Alter zu tun. Ab der Altersgrenze Mitte 30 würde ich sagen sind viele in ihrem eigenen Leben und im Lebenswandel eigentlich so gefestigt, dass für einen Partner eigentlich gar kein Platz mehr besteht.
Es gibt zwar den Wunsch nicht allein zu sein, aber niemand möchte auf etwas verzichten und das betrifft sowohl Männer wie Frauen.
Wenn dann noch die Entfernung dazu kommt wird es meistens unmöglich eine gute Lösung zu finden, weil das bedeuten würde, dass immer einer der Partner komplett aus seinem Lebensmittelpunkt gerissen wird. Es mag extrovertierte Menschen geben, denen das nichts ausmacht, aber die meisten haben natürlich deutliche Hemmnisse, da sie im Zweifel Familie, Freunde, gewohnte Umgebung verlieren würden. Das kann meist auch ein geliebter Partner nur schwer oder gar nicht aufwiegen in meinen Augen.
Selbst wenn die räumliche Entfernung nicht so groß ist, dann überwiegen wie oben geschildert meist die unterschiedlichen Ansprüche. Das können gesellschaftliche Ansichten oder persönliche Marotten sein oder geht hin bis zur sexuellen Ausrichtung der Partner. Die einzige Lösung für dieses Dilemma wäre wirklich konkret über die Unterschiede und Anstoßpunkte zu sprechen und aktiv von beiden Seiten einen gemeinsamen Kompromiss zu suchen. Das klappt aber so gut wie nie, da die meisten Menschen A nicht über Probleme sprechen wollen und B lieber einen Partner favorisieren, wo in einer idealisieren Vorstellung einfach alles passen muss.
Es wird also nicht der Versuch unternommen mit einem Partner wo es vielleicht Ecken und Kanten gibt einen Kompromiss zu suchen, sondern man verzichtet auf den Kontakt und sucht die eine Nadel im Heuhaufen, die ja komplett zu einem passen muss.
Das klappt ja auch ganz gut, denn in der Zwischenzeit hat man sich an das "allein sein" ja auch meistens gewöhnt, dass auch hier der Kompromiss sich im Zweifel als viel größerer Einschnitt anfühlt, als weiter zu "suchen" und allein zu bleiben.
Auf dem Weg dahin gibt es viele, die halbherzige Beziehungen eingehen oder vielleicht mit ihren gealterten Beziehungen unzufrieden sind. Da wird sich halt entweder nach Ablenkung umgeschaut, weil man finanziell oder emotional nicht aus der aktuellen Beziehung aussteigen will. Im Grunde würde glaube ich fast jeder Mensch gern warm wechseln, es sei den die Beziehung ist schon so in die Brüche gegangen, dass ein Zusammenleben nicht mehr möglich ist. Aber bevor man eben ganz allein dasteht nimmt man halt die Partnerschaft, die man kriegen kann und bleibt lieber in Beziehungen die vielleicht für beide Partner nicht 100%ig optimal sind.
Ich selber stecke ja im Grunde in genau dem gleichen Verhaltensmuster drin und suche diese Nadel im Heuhaufen obwohl man das alles weiß und ich hier schön reflektiert darüber schreiben kann würde ich mein Verhalten nicht ändern, weil ich zu wenig Vertrauen habe, dass eine Beziehung für mich ohne meinen Selbstschutz funktionieren würde. Wenn aber jede Seite so denkt, wird es nicht zu einer Beziehung kommen und das ist leider die Realität, wenn man ehrlich zu sich selbst ist. Wir alle sind Teil des Problems, aber im Grunde will es keiner ändern oder jeder sagt von sich es interessiert mich nicht in dem Maße, dass ich MEIN Verhalten ändern müsste.
Daher kann man denke ich sich nur mit der Situation abfinden oder eine Partnerschaft müsste einem SO wichtig sein, dass man in all den oben genannten Bereichen massive persönlich Einschnitte in Kauf nehmen würde. Die andere Option ist einfach weiter zu warten und zu hoffen diese eine Nadel im Heuhaufen zu finden, die 100% zu einem passt. Dann wären ja in einer idealen Welt keine Kompromisse oder nur sehr geringe Kompromisse nötig, weil man sich blind versteht und im Zweifel die gleichen Interessen teilt. Also mach dir das Leben nicht schwer und wahrscheinlich ist alles vollkommen ok so wie es ist. Du kannst die Sache nur einfach nicht ändern. 🤗
Kompromisse beiderseits sind angebracht, besonders wenn es zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine große Diskrepanz gibt. Nicht wenige Frauen glauben Partnersuche sei wie Shopping als läge der für alles passende Mann einfach im Regal, darauf wartend bis sie ihn auserwählt. 🤣 Viele Menschen, mehr noch Frauen, gerade über 40 sollten sich das Leben nicht unnötig kompliziert machen und trotz etwaiger negativer Erfahrungen nicht in der Altersarroganz - und Besserwisserei verharren sondern gelegentlich denken und fühlen wie mit 20. Die Realität: immer mehr Alleinstehende, weil es den Traumprinz eben seltenst gibt.
Männliche Realität: "Es gibt so viele Alleinstehende, weil Frauen zu anspruchsvoll sind."
Weibliche Realität: Männer, die sich am liebsten seit den 90ern nicht weiterentwickeln wollen....
" eine Partnerschaft müsste einem SO wichtig sein, dass man in all den oben genannten Bereichen massive persönlich Einschnitte in Kauf nehmen würde. Die andere Option ist einfach weiter zu warten und zu hoffen diese eine Nadel im Heuhaufen zu finden, die 100% zu einem passt"
Mach 90% draus, aber er muss lustig sein und ein guter Partner. Denke es muss einfach schön sein, zusammen Zeit zu verbringen. Sowas ergibt sich oder eben nicht.
Je älter man wird, je mehr Erfahrungen man gemacht hat, desto weniger unbedarft wird man.
Wenn ich mir überlege, wie naiv ich früher zuweilen an Dinge herangegangen bin, schwanke ich schon derbe, ob das was Gutes oder Schlechtes war.
Aber bevor ich gegen mein Bauchgefühl handele, bleibe ich lieber Single.
@ SelfCare Wenn man genauer hin schaut war man in den 90ern bei vielem weiter als heute. Die Entwicklung ist seit der Jahrtausendwende rückläufig ... so als Wink mit dem Zaunpfahl erwähnt.
@Your Next Lover Aus männlicher Perspektive mag das so sein, aus weiblicher Perspektive möchten die aller-allermeisten keine 40 Jahre in der Zeit zurückreisen. Keine Ahnung was du mit "der Entwicklung" die "rückläufig ist" meinst.
Wir sind gerade in einer Phase in der Frauen sehr selbständig sind und viele (40%? der) Männer immer unselbständiger werden/bleiben wollen, teilweise nie in ihrem Leben Verantwortung übernehmen wollen, aber gleichzeitig ihre Erwartungen an die Frauen auch immer weiter hochschrauben: Wunderschön bitte, sehr fügsam und SEHR anspruchslos.
Denke die Gesellschaft wird einfach Wege finden, um z.B. das Thema Kinderwunsch für die kommenden Generationen zu vereinfachen. In China und Japan wird ja immer weniger geheiratet, weil Frauen realisieren, dass die "traditionelle" Ehe ein unglaublich schlechter Deal ist. Es geht eher in die andere Richtung: Gerade ältere chinesische Frauen führen sich durchaus auf wie Männer in den 80ern - inkl. des ganzen Sexismus.... Auch nichts was ich für erstrebenswert halte, aber es zeigt eigentlich, dass sich die Geschlechter ähnlicher sind als man denkt und Machtmissbrauch einfach dort auftritt, wo Macht vorhanden ist. Frauen treffen jetzt auch egoistische Entscheidungen - wie es Männer schon immer getan haben.
Die Gesellschaft wird weiblich dominierter, weil Frauen einfach oft gute Arbeit leisten und auf das soziale Gleichgewicht achten, sie stabilisieren Gesellschaften eher, als sie durch kurzfristige Machtdemonstrationen nachhaltig zu schädigen. Selbst hart gesottene Konservative, wünschen sich mitunter im Angesicht von Merz & Spahn Merkel zurück.
Denke Darwin wird das schon regeln, die Gesellschaft und das Verhältnis der Geschlechter wird sich anpassen, wenn Männer sich nicht anpassen und da gibt es in der Natur ja unterschiedliche Vorbilder - Drohnen z.B.. Wenn Männer keine Partner auf Augenhöhe sein wollen, dann sind sie eben MIttel zum Zweck. Als Mann würde ich versuchen der Partner zu sein, den ich selbst wollen würde..... Dann wäre schon viel gewonnen und viele schwer vermittelbare Exemplare wären auf einmal mit Kusshand weg vom Markt. 😉 Kuscheln ist ja schon schön.
Also ich bin durchaus eine Frau mit viel Lebenserfahrung, auch was Beziehungen angeht. Ich war und bin immer noch absolut zu Kompromissen bereit, bin eher chillig und akzeptiere durchaus Ecken und Kanten, bin offen und ehrlich, habe durchaus Humor, bin emotional und liebevoll, würde sogar umziehen auf Dauer...was also ist verkehrt an mir? BAlso ich würde mich schon mit 80% zufrieden geben...ist das zu anspruchsvoll? 🤔
Im großen und ganzen denke ich auch das der "Spaß" in einer Beziehung im Vordergrund steht und erstmal muss der Sex passen ...und dann mal schauen ob da eine Beziehung draus werden kann und dann noch dieser Alltag oder eventuelle Probleme die da kommen könnten...ach belassen wir es doch lieber bei einer Freundschaft plus...😂...so ist es oft !
Man könnte sich auch umgekehrt erstmal fragen, warum es früher angeblich so einfach war einen Menschen für ein gemeinsames Leben zu finden.
Der gesellschaftliche Druck eine Beziehung zu führen war nicht vergleichbar mit heute und wenn man erstmal in einer Beziehung war, war ein Ende sozial und finanziell oft viel einschneidender als heute
"Sie MUSSTEN heiraten." ist ein Spruch, den ich aus der Generation meiner Eltern öfter gehört habe - einfach nur weil das Umfeld mitbekommen hat, dass man miteinander geschlafen hat und ganz besonders, wenn dann ein Kind unterwegs war.
Mögliche Gründe können sicherlich sein, dass nicht jeder auf Kompromisse eingehen will. Im zunehmenden Alter entwickelt man Eigenarten/Macken, die man nicht teilen möchte.
Oder auch durch das Online-Dating gibt es natürlich eine größere Auswahl. Da wählt man mehr aus. Oder passt es nicht? Zack kommt die nächste.
Was meine Meinung aber ist, dass es zunehmend schwer ist, überhaupt eine Basis zu schaffen. Da braucht man Jahre, um ein gewisses Vertrauen was das andere Leben angeht, zu erlangen. Dann kommt man ins Gespräch und wird entweder zum Sexobjekt degradiert oder nach ein paar Gesprächen ist Schluss. Will sagen es ist überhaupt manchmal schwierig, den Anfang zu finden.
Meine Aussagen meine ich völlig wertfrei.
Man sollte die positiven und unbeschwerteren Elemente aus den 90ern einfach in die heutige Zeit adaptieren und trotzdem mit der Zeit gehen. Frauen haben mehr Einfluss als früher, weil sie in der Schule oft besser sind als Männer, somit wird die Gesellschaft weiblich dominanter womit ich als selbstbewusster Mann überhaupt kein Problem habe. Dennoch schätzen viele Frauen die Polarität der Geschlechter bezogen vor allem auf die Intimität, also das echte Feuer der Leidenschaft. Wie sähe für mich z.B eine Freundschaft/Beziehung aus? In der Regel hat jeder sein Leben, Arbeit, Alltag so dass der Schwerpunkt des Zusammenseins zunächst oder dauerhaft vorwiegend am Wochenende stattfindet, also Beziehung stationär statt ambulant. Je näher die Wohnorte entfernt sind, desto besser. 😄
Soll heißen Beziehung ambulant, also getrennte Wohnungen. 😏
Jo das ist halt die bequeme Art einer Beziehung...auf Zeit...mit zunehmenden Alter möchte man aber gerne ankommen zusammen mit seinem Lieblingsmenschen. Klar war der "Zwang" einer Beziehung/Ehe früher auch nicht das Ideal und klar hat sich das Frauenbild geändert aber es war auch nicht alles schlecht. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und das hat sich auch auf Beziehungen übertragen...wegwerfen statt reparieren!
Auf Zeit, solange die Zeit für beide gut ist. Natürlich ist man in guten wie in schlechten Zeiten zusammen nur sind die Grenzen fließend, was die einen als Freundschaft plus bezeichnen nennen andere Beziehung und vice versa.
Wenn Adam und Eva in der heutigen Zeit stattfinden würde.... 😄😄😄😄
https://youtube.com/shorts/zGJ26n-p0lc?si=i71BPD6m0XQ7ximg
Ich habe schon viel wahres hier gelesen, vieles was ich eher kritisch sehe und bin gespannt auf das was noch kommt. Eigentlich ein interessantes Thema mit den verschiedenen Sichtweisen auf das Thema Beziehung...
@ SelfCare "Selbst hartgesottene Konservative wünschen sich im Angesicht von Merz & Spahn Merkel zurück" In einem neutralen Rechtsstaat, den wir schon lange nicht mehr haben, säßen Lauterbach und Spahn im Gefängnis, Corinna ähm Corona lässt grüßen. Frau Merkel? Hauptsächlich ihretwegen wird die CDU das selbe Schicksal ereilen wie die SPD. Wenn eine Frau rein vom gesunden, logischen Menschenverstand als Bundeskanzlerin geeignet wäre, dann momentan und höchstwahrscheinlich künftig nur Alice Weidel ... auch wenn das diejenigen, die sich dreist als "Unsere Demokratie" bezeichnen anders sehen mögen. Was mich betrifft, ich bin kein Konservativer, sondern Realist, der mit offenen Augen ohne Sprach- und Denkverbot durch die Welt geht, ergo ein gemäßigter Vertreter der extremen Mitte. 🤣
Ich glaube, je älter man wird, desto genauer weiß man, was man will und auf was man gerne verzichten kann - das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.
Wir haben alle unser soziales Umfeld, unsere Jobs unsere Wohnungen, sind unabhängig. Viele hatten vielleicht auch schon mal Familie, also möglicherweise auch Kinder, und wollen einfach ihre Unabhängigkeit leben.
Sich auf eine Partnerschaft wirklich einzulassen heisst auch, seine Konfortzone zu verlassen und Kompromisse einzugehen und viele sind dafür einfach nicht bereit, da sie sich in ihrem Leben wohlfühlen und sind wir mal ehrlich, will man etwas Sex haben, findet man dafür überall jemanden, ohne sein Leben zu verändern.
Ob das jetzt gut oder schlecht so ist, muss jeder selbst entscheiden. Ich für meinen Teil glaube immer noch an die Liebe ❤️
@Sirona da stimm ich dir zu. 🥂
@ Einfach nur nett
" Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und das hat sich auch auf Beziehungen übertragen...wegwerfen statt reparieren!"
Das glaube ich nicht einmal. Die Menschen sind mit Selbstverwirklichung beschäftigt und das hat einen so hohen Stellenwert, dass da gar kein Platz für andere Menschen oder Partner ist.
@ Sirona
Ich bleibe dann auch lieber was den Sex angeht allein. Ich finde dafür muss man auch gemacht sein und ich habe festgestellt, dass mich das emotional nicht befriedigt. 🤷🏻♂️
Jeder so wie er oder sie es gut findet.
Wenn mir jemand erzählen würde er hätte Interesse an einer Beziehung aber nur mit getrennten Wohnungen, dann wäre das für mich nicht mehr diskutabel. Wenn man es mittelfristig nicht schafft einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu finden ist das für mich keine echte Beziehung, so wie ich sie mir wünschen würde.
Deutlich einfacher ist es vielleicht und wenn man nur am Wochenende das Leben gemeinsam verbringen kann, dann werde ich auf diese 2 Tage in der Woche auch noch verzichten können. ✌️
@Kurvenfan
Ich bin da ganz bei Dir - Sex ohne Liebe halte ich auch nicht für erstrebenswert.
Allerdings finde ich Fernbeziehungen nicht so abschreckend wie viele und auch getrennte Wohnungen wären für mich völlig in Ordnung, vor allem, wenn mein Partner Kinder hat.