Wechselmodell bei getrennten Eltern Forum für Dicke

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Was haltet ihr davon? Hat jemand damit gute Erfahrungen gemacht? Mein Expartner möchte von heute auf morgen , nachdem die Kinder 8 Jahre bei mir waren und er nur WEUmgang hatte, dass wie auf dieses Modell überwechseln. Klar...ich begrüße es sehr, dass er sich jetzt mehr einbringen möchte...aber von jetzt auf gleich und sofort 50:50 , sprich eine Woche bei ihm, eine Woche bei mir? Zudem wohnt er ne gute halbe Stunde von uns Weg, für unsere Jungs würde das unter der Woche mindestens eine halbe Stunde weniger Schlaf am MOrgen bedeuten, sprich schon um halb sechs aufstehen..und einen deutlich längeren Schulweg, den sie auch nicht mehr komplett selbstständig bewältigen können...Freundeskreis und Sport/Hobbies sind auch hier bei mir und an ihrer Schule angesiedelt, wie das von seinem Wohnort aus funktionieren soll weiß ich überhaupt nicht...und bei ihm hätten meine Jungs auch kein eigenes Zimmer ...arbeiten tut er auch 50 Stunden die Woche, seine Eltern würden halt tagsüber einspringen...das überrumpelt mich jetzt doch sehr...durch das gemeinsame Sorgerecht kann ich erstmal nicht verweigern und mache eben mit...auch finanziell hatte ich jetzt gar nicht Zeit mich darauf einzustellen...ihm geht es ums Wohl der Kinder sagt er...ich denke auch, dass er es so meint...aber da zur Zeit gerichtlich festgelegt wurde, dass er mir noch zwei Jahre Ausbildungsunterhalt zum Kinderunterhalt bezahlen muss...naja, es kommt mir ein wenig übereilt vor. Gehen würde es schon...ich müsste arbeitstechnisch aufstocken, ja und es würde mit dem Studium nebenher anstrengender...ich hätte nur gerne Zeit gehabt, mich auch emotional drauf einzustellen...ich bin darauf einfach nicht vorbereitet gewesen...und mache mir eben Sorgen, ob das für meine Jungs das richtige ist. Ein anderes Wechselmodell für den Anfang, wie z.b. 3 Tage bei mir und 2 bei ihm mit abwechselnden WE lehnt er ab...ich bin ratlos...einerseits finde ich es sehr gut, dass die Jungs mehr vom Papa hätte, wenn er denn einfach auch da wäre...auf der anderen Seite bringt es mein Leben von heute auf morgen einfach mal durcheinander...aber vielleicht brauche ich auch nur Zeit mich an diesen Gedanken und das Gefühl, meine Kinder mehr loszulassen, zu gewöhnen. Beratung beim JA läuft schon, aber ich will kein Zerren an den Kindern...bin also auf eine Lösung aus, mit der wir alle leben können und möglichst ohne Streit...vielleicht mache ich mir auch zu viele Sorgen...aber so fühlt es sich für mich nicht richtig an...


Wie schaut das bei euch aus...gibt es bei euch Mamas und Papas , bei denen das Wechselmodell gut funktioniert, auch wenn man weiter auseinander lebt und nicht optimal miteinander kommunizieren kann?
@*.*.*, eine andere Frage dazu - hat er das mit den Kindern denn schon ausgiebig besprochen? Und hast du sie gefragt? Wie stehen sie denn dazu? Also mit allen Vor- und Nachteilen, für sie und für dich/ihren Vater. Sie sind alt genug, um sich eine eigene Meinung zu bilden und selbst zu äußern, was sie möchten. Und das JA wird sie dazu auch befragen.
Ich drücke dir die Daumen, dass eine gute Lösung gefunden wird.
Kann das sein..dass es ihm um das Geld geht?Hälfte Hälfte..weniger Unterhalt und evtl Anspruch aufs Kindergeld.

Wenn es unpraktisch ist an neutraler Stelle sich treffen und das besprechen, dass es besser wäre es würde so bleiben.

Wenn es bisher so gut geklappt hat dürft das ja auf Verständnis treffen zum Wohle der Kids.
PeppermintPatty: Sie wollen mehr Zeit mit ihrem Papa, aber habendeutlich gesagt, dass sie nicht so weit fahren und früh aufstehen wollen, weil sie dann den ganzen Tag so müde sind...und sie wollen entweder bei mir sein , oder bei Papa...aber nicht so viel bei Oma und Opa...sie hätten gerne zum bisherigen Umgang einfach noch ein, zwei Tage zum PapaWE dazu. Das wollen sie aber schon ganz lange...und ihre Freunde wollen sie auch öfter wieder sehen. So zumindest haben sie es mir erzählt. Aber der Papa meinte auch zu ihnen, dass sie sich nur daran gewöhnen müssen und Oma und Opa auch Zeit mit ihnen haben wollen, weil sie sie lieb haben und darum machen sie das jetzt eben so mit. Am We meinte mein KLeiner aber, dass er hofft, dass er bald wieder mehr bei mir sein darf.

Und nein, er hat mit ihnen genauso wenig geredet, wie mit mir...sie waren über die Osterferien bei ihm und er hat mir am Donnerstag vor Ende dieser mitgeteilt, dass die Kinder diese Woche bei ihm blieben und ich sie erst in zwei Wochen für zwei Wochen haben kann und er hätte das so den Kindern heute beim Mittagessen auch so gesagt.....ich konnte ihn dann am WE wenigstens zu einem wöchentlichen Wechsel überreden...zumindest bis die Beratung im JA ist...wie gesagt...war ziemlich geschockt.

Vom Benutzer am 09.05.2019 um 19:10 bearbeitet

ster74: wenn ich böse wäre, würde ich das denken...aber ich verwehre mich noch gegen dieses Gedanken, weil ich weiß, dass er seine Kinder liebt und ansich ein guter Papa ist. Ich hätte es mir bisher eigentlich nicht vorstellen können, dass er die Kinder dafür benutzt...vielleicht spielt das mit rein, aber ich denke( hoffe)glaube nicht, dass das sein Hauptbeweggrund ist...falls doch, dann wäre ich sehr erschüttert und enttäuscht...wobei ich das gerade auch schon bin.
Ich würde 2 Probemonate machen unter Absprache mit dem Jugendamt und unter Vorbehalt.
Falls das doch der Fall sein sollte wegen des weniger Unterhaltbezahlenwollen.

Klappt es und die Kinder sind zufrieden..wird es auch für dich ok sein.
Sind sie zu viel bei Opa und Oma werden sie darauf bald keine Lust mehr haben und dann auch ihres dazu sagen.

Ansonsten gibt es ja auch verlängerte Wochenenden und Ferien...dann hätten sie doch den Papa und ihre Freunde auch.
Mal schauen...ich denke auch nicht, dass es bei Oma und Opa lange gut geht...es ist nur irgendwie schade, dass das so erzwungen wird...ich hätte nichts gegen ein Wechselmodel...es sollte nur den Bedürfnissen der Kinder angepasst sein...finde ich zumindest.
Sei mir bitte nicht böse aber ich halte diese Regelung so lange die Kids dort nicht wenigstens ihren eigenen Rückzugsort bzw Zimmer haben für keine gute Idee..Ich habe dieses Wechselmodell einige Jahre gemacht zwar nicht mit eigenen Kindern sondern mit den Kindern meines ex Partners.
Es ist sehr wichtig das in beiden Haushalten alles so eingerichtet ist als wären die Kinder immer dort.
Ganz ehrlich..ich halte davon nichts,wenn der Exgatte sich nicht hauptsächlich selber darum kümmern kann.Dann gehts auf lange Sicht nur ums sparen und nicht um die Kids. Wenn es ihm um die Kinder gehn würd..würd er mit ihnen reden und es auf die langen Wochenenden oder Urlaube verschieben ..dann hätte er doch selber mehr Zeit.
Ausserdem ändern sich auch die Freundschaften..Schulen werden geqechselt und das Leben geht von jedem weiter.
allundra: genau so empfinde ich es auch...aber ich kann es ihm ja nicht verbieten und ich werde jetzt nicht offen um die Kinder rumzerren oder mit lautem Streit belasten. Ich hoffe, dass wir gemeinsam beim JA eine Lösung finden, die dann einvernehmlich ist. Es ist zwar gerade sehr schwer für mich auszuhalten, aber meinen Kindern zu Liebe gehe ich eben diesen Weg.

stern74: ich befürchte es fast, aber hoffe dennoch, dass ich mich irre...das wird sich dann in den Gesprächen herauskristallisieren...die Beraterin, mit der ich bereits sprach meinte ähnlichen, wie hier schon gesagt wurde...die Vorrausetzungen müssten stimmen und er idealerweise zu uns in die Nähe ziehen...mal sehen
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