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Wechselmodell bei getrennten Eltern Forum für Dicke

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09.05.2019, 17:48

Was haltet ihr davon? Hat jemand damit gute Erfahrungen gemacht? Mein Expartner möchte von heute auf morgen , nachdem die Kinder 8 Jahre bei mir waren und er nur WEUmgang hatte, dass wie auf dieses Modell überwechseln. Klar...ich begrüße es sehr, dass er sich jetzt mehr einbringen möchte...aber von jetzt auf gleich und sofort 50:50 , sprich eine Woche bei ihm, eine Woche bei mir? Zudem wohnt er ne gute halbe Stunde von uns Weg, für unsere Jungs würde das unter der Woche mindestens eine halbe Stunde weniger Schlaf am MOrgen bedeuten, sprich schon um halb sechs aufstehen..und einen deutlich längeren Schulweg, den sie auch nicht mehr komplett selbstständig bewältigen können...Freundeskreis und Sport/Hobbies sind auch hier bei mir und an ihrer Schule angesiedelt, wie das von seinem Wohnort aus funktionieren soll weiß ich überhaupt nicht...und bei ihm hätten meine Jungs auch kein eigenes Zimmer ...arbeiten tut er auch 50 Stunden die Woche, seine Eltern würden halt tagsüber einspringen...das überrumpelt mich jetzt doch sehr...durch das gemeinsame Sorgerecht kann ich erstmal nicht verweigern und mache eben mit...auch finanziell hatte ich jetzt gar nicht Zeit mich darauf einzustellen...ihm geht es ums Wohl der Kinder sagt er...ich denke auch, dass er es so meint...aber da zur Zeit gerichtlich festgelegt wurde, dass er mir noch zwei Jahre Ausbildungsunterhalt zum Kinderunterhalt bezahlen muss...naja, es kommt mir ein wenig übereilt vor. Gehen würde es schon...ich müsste arbeitstechnisch aufstocken, ja und es würde mit dem Studium nebenher anstrengender...ich hätte nur gerne Zeit gehabt, mich auch emotional drauf einzustellen...ich bin darauf einfach nicht vorbereitet gewesen...und mache mir eben Sorgen, ob das für meine Jungs das richtige ist. Ein anderes Wechselmodell für den Anfang, wie z.b. 3 Tage bei mir und 2 bei ihm mit abwechselnden WE lehnt er ab...ich bin ratlos...einerseits finde ich es sehr gut, dass die Jungs mehr vom Papa hätte, wenn er denn einfach auch da wäre...auf der anderen Seite bringt es mein Leben von heute auf morgen einfach mal durcheinander...aber vielleicht brauche ich auch nur Zeit mich an diesen Gedanken und das Gefühl, meine Kinder mehr loszulassen, zu gewöhnen. Beratung beim JA läuft schon, aber ich will kein Zerren an den Kindern...bin also auf eine Lösung aus, mit der wir alle leben können und möglichst ohne Streit...vielleicht mache ich mir auch zu viele Sorgen...aber so fühlt es sich für mich nicht richtig an...


Wie schaut das bei euch aus...gibt es bei euch Mamas und Papas , bei denen das Wechselmodell gut funktioniert, auch wenn man weiter auseinander lebt und nicht optimal miteinander kommunizieren kann?

09.05.2019, 18:44

@*.*.*, eine andere Frage dazu - hat er das mit den Kindern denn schon ausgiebig besprochen? Und hast du sie gefragt? Wie stehen sie denn dazu? Also mit allen Vor- und Nachteilen, für sie und für dich/ihren Vater. Sie sind alt genug, um sich eine eigene Meinung zu bilden und selbst zu äußern, was sie möchten. Und das JA wird sie dazu auch befragen.
Ich drücke dir die Daumen, dass eine gute Lösung gefunden wird.

09.05.2019, 18:57

Kann das sein..dass es ihm um das Geld geht?Hälfte Hälfte..weniger Unterhalt und evtl Anspruch aufs Kindergeld.

Wenn es unpraktisch ist an neutraler Stelle sich treffen und das besprechen, dass es besser wäre es würde so bleiben.

Wenn es bisher so gut geklappt hat dürft das ja auf Verständnis treffen zum Wohle der Kids.

09.05.2019, 19:03

PeppermintPatty: Sie wollen mehr Zeit mit ihrem Papa, aber habendeutlich gesagt, dass sie nicht so weit fahren und früh aufstehen wollen, weil sie dann den ganzen Tag so müde sind...und sie wollen entweder bei mir sein , oder bei Papa...aber nicht so viel bei Oma und Opa...sie hätten gerne zum bisherigen Umgang einfach noch ein, zwei Tage zum PapaWE dazu. Das wollen sie aber schon ganz lange...und ihre Freunde wollen sie auch öfter wieder sehen. So zumindest haben sie es mir erzählt. Aber der Papa meinte auch zu ihnen, dass sie sich nur daran gewöhnen müssen und Oma und Opa auch Zeit mit ihnen haben wollen, weil sie sie lieb haben und darum machen sie das jetzt eben so mit. Am We meinte mein KLeiner aber, dass er hofft, dass er bald wieder mehr bei mir sein darf.

Und nein, er hat mit ihnen genauso wenig geredet, wie mit mir...sie waren über die Osterferien bei ihm und er hat mir am Donnerstag vor Ende dieser mitgeteilt, dass die Kinder diese Woche bei ihm blieben und ich sie erst in zwei Wochen für zwei Wochen haben kann und er hätte das so den Kindern heute beim Mittagessen auch so gesagt.....ich konnte ihn dann am WE wenigstens zu einem wöchentlichen Wechsel überreden...zumindest bis die Beratung im JA ist...wie gesagt...war ziemlich geschockt.

Vom Benutzer am 09.05.2019 um 19:10 bearbeitet

09.05.2019, 19:07

ster74: wenn ich böse wäre, würde ich das denken...aber ich verwehre mich noch gegen dieses Gedanken, weil ich weiß, dass er seine Kinder liebt und ansich ein guter Papa ist. Ich hätte es mir bisher eigentlich nicht vorstellen können, dass er die Kinder dafür benutzt...vielleicht spielt das mit rein, aber ich denke( hoffe)glaube nicht, dass das sein Hauptbeweggrund ist...falls doch, dann wäre ich sehr erschüttert und enttäuscht...wobei ich das gerade auch schon bin.

09.05.2019, 19:10

Ich würde 2 Probemonate machen unter Absprache mit dem Jugendamt und unter Vorbehalt.
Falls das doch der Fall sein sollte wegen des weniger Unterhaltbezahlenwollen.

Klappt es und die Kinder sind zufrieden..wird es auch für dich ok sein.
Sind sie zu viel bei Opa und Oma werden sie darauf bald keine Lust mehr haben und dann auch ihres dazu sagen.

Ansonsten gibt es ja auch verlängerte Wochenenden und Ferien...dann hätten sie doch den Papa und ihre Freunde auch.

09.05.2019, 19:13

Mal schauen...ich denke auch nicht, dass es bei Oma und Opa lange gut geht...es ist nur irgendwie schade, dass das so erzwungen wird...ich hätte nichts gegen ein Wechselmodel...es sollte nur den Bedürfnissen der Kinder angepasst sein...finde ich zumindest.

09.05.2019, 19:15

Sei mir bitte nicht böse aber ich halte diese Regelung so lange die Kids dort nicht wenigstens ihren eigenen Rückzugsort bzw Zimmer haben für keine gute Idee..Ich habe dieses Wechselmodell einige Jahre gemacht zwar nicht mit eigenen Kindern sondern mit den Kindern meines ex Partners.
Es ist sehr wichtig das in beiden Haushalten alles so eingerichtet ist als wären die Kinder immer dort.

09.05.2019, 19:20

Ganz ehrlich..ich halte davon nichts,wenn der Exgatte sich nicht hauptsächlich selber darum kümmern kann.Dann gehts auf lange Sicht nur ums sparen und nicht um die Kids. Wenn es ihm um die Kinder gehn würd..würd er mit ihnen reden und es auf die langen Wochenenden oder Urlaube verschieben ..dann hätte er doch selber mehr Zeit.
Ausserdem ändern sich auch die Freundschaften..Schulen werden geqechselt und das Leben geht von jedem weiter.

09.05.2019, 19:27

allundra: genau so empfinde ich es auch...aber ich kann es ihm ja nicht verbieten und ich werde jetzt nicht offen um die Kinder rumzerren oder mit lautem Streit belasten. Ich hoffe, dass wir gemeinsam beim JA eine Lösung finden, die dann einvernehmlich ist. Es ist zwar gerade sehr schwer für mich auszuhalten, aber meinen Kindern zu Liebe gehe ich eben diesen Weg.

stern74: ich befürchte es fast, aber hoffe dennoch, dass ich mich irre...das wird sich dann in den Gesprächen herauskristallisieren...die Beraterin, mit der ich bereits sprach meinte ähnlichen, wie hier schon gesagt wurde...die Vorrausetzungen müssten stimmen und er idealerweise zu uns in die Nähe ziehen...mal sehen

09.05.2019, 19:36

Drücke Euch die Daumen und lass Dich nicht unterkriegen.
Zum Wohle des Kindes!
Aber nicht wenns dadurch nur Probleme gibt, die Du als Mum dann ausbaden kannst.Die Kinder werden es später verstehn.Die Fragen kommen ganz von allein,weil sie es in der Schule auch oft mitbekommen wie andere sowas handhaben.

Halt Dich wacker..alles Liebe

09.05.2019, 20:03

Nach 8 Jahren will er von heute auf morgen das Wechselmodell, hat kein Zimmer für die Kinder und kümmert sich nicht mal selbst, sondern überlässt das seinen Eltern? Inwiefern soll das dem Kindeswohl entsprechen?
Ich hoffe für dich nicht, dass es so ist, aber mein Gedanke geht auch in die Richtung, dass es um den Unterhalt geht.

Edit: Und nein, auch beim geteilten Sorgerecht musst du nicht allem zustimmen, wenn ihr vorher eine andere Vereinbarung hattet.

09.05.2019, 20:12

aber habendeutlich gesagt, dass sie nicht so weit fahren und früh aufstehen wollen, weil sie dann den ganzen Tag so müde sind...und sie wollen entweder bei mir sein , oder bei Papa...aber nicht so viel bei Oma und Opa..

Wieso Probemonate o.ä. die "Hauptbetroffenen" haben damit doch alles gesagt?
Mehr Zeit mit Papa muss dann anders eingebaut werden.
Müsste Dein Ex sich vielleicht etwas anderes überlegen? Z.B. einmal die Woche früher Schluss bei der Arbeit machen und einen Nachmittag mehr mit Ihnen verbringen....?

09.05.2019, 20:43

Also ich hab jetzt nicht alles durchgelesen aber möchte nur einen wichtigen Punkt feststellen - das gemeinsame Sorgerecht ist eine Sache , das Aufenthaltsbestimmungsrecht eine andere. Und das bekommt nur ein Partner. Ich vermute also stark das DU Sternchen das Aufenthaltsbestimmungsrecht hast. Und daher kannst du das sehr wohl auch ablehnen dieses Modell. Grundsätzlich ist dagegen ja nichts einzuwenden aber wenn ich höre das die Kinder weder eigenes Zimmer haben noch das der Mann überhaupt die Zeit aufbringt , frage ich mich warum überhaupt? Für die Kinder ist dieses Modell unter Umständen Stress pur. Ich würde da erstmal schauen wie das Aufenthaltsbestimmungsrecht geregelt ist bei Euch ( müsstest du schriftlich haben) und dann schau genau hin ob es wirklich für deine Kinder eine gute Lösung ist

09.05.2019, 20:58

Genau das Aufenthaltbestimmungsrecht wollte ich auch gerade noch erwähnen.

Aber ganz ehrlich ich glaube im Grunde weißt du jetzt schon das die Lösung nicht gut ist vor allem nicht für die Kinder. Sprich mit deinem ex sag ihm das bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen bevor das klappen kann.

Hast du mal mit den Großeltern gesprochen sind die überhaupt einverstanden und sich auch der Verantwortung bewusst?

09.05.2019, 21:35

Meine Beiden sind auch jedes 2. WE und zusätzlich an einem Tag in der Woche bei mir. Wenn die Mutter Spät- oder Nachtschicht hat, bin ich entweder dort oder sie sind bei mir.
Allerdings beissen sich bei dem Vater Deiner Kinder der Wunsch nach mehr gemeinsamer Zeit und dem Einschalten der Großeltern.
Ich kann mir gut vorstellen, daß das Geld eine Rolle spielt oder vielleicht auch der Wunsch der Großeltern.
Und es ist gar nicht gut, wenn er Fakten schafft anstatt vorher zu reden. Damit instrumentalisiert er die Kinder.
Wenn Du jetzt das JA einschaltest, bist Du die "Böse".
Dazu fällt mir nur ein "hualp" ein.

09.05.2019, 21:37

*.*:*

Offensichtlich habe ich Null Ahnung vom Thema, entschuldige also bitte dass ich mich dazu äussere. Ich denke nur einfach dass man immer (egal worum es geht) vorsichtig sein und sehr genau nach den Motiven schauen sollte, wenn jemand quasi über Nacht etwas verändern will, was an sich gut funktioniert.

Natürlich sollte es hauptsächlich um das Wohl der Kinder gehen, aber von aussen gesehen wirkt die Fülle dessen, was sich dabei für Dich (zu Deinem Nachteil) quasi auf Fingerschnips von heute auf morgen ändern soll nicht besonders fair und zumutbar.

Wenn wenigstens die Kinder damit glücklich wären, aber auch da wirkt es eher wie eine Mogelpackung, bei der ihre Meinung dazu eigentlich gar nicht wirklich vom Vater gefragt ist.

Bitte lass Dich nicht zu etwas breitschlagen, dass Du langfristig bereust, aus dem Wunsch heraus die Dinge friedlich zu regeln ... zumindest solange Du nicht weißt warum er das wirklich möchte und weshalb es plötzlich so eilt.

09.05.2019, 21:59

Ich empfinde den Akt des "Des-mal-eben-so-Beschliessens" (das du deine Kinder erst in 14 Tagen wieder sehen sollst) als ziemlich respektlos. Auch, dass er erst die Kinder informiert und dann dich, womit er eigentlich wissen sollte, dass er die Kinder belastet hätte, hättest du nicht sofort mitgezogen bei allem, was er sich so überlegt hat.

Ich würde ihm klar machen, dass ALLES was die Aufenthaltsbestimmung der Kinder angeht, etwas ist, was ihr zwei miteinander besprecht und klären müßt, BEVOR die Kinder informiert werden. Dein "Übergangsmodell" a la "hier mal ein Tag mehr, dann noch ein Tag mehr", wäre vermutlich viel vernünftiger gewesen. Oder was Hmm vorgeschlagen hat, dass er versucht 1-2 Tage die Woche weniger zu arbeiten, damit die Kinder auch mehr von ihm haben.

Ich kann verstehen, dass du deine Kinder nicht in irgendeine Streit-Konfliktsituation hineinziehen willst, aber ich glaube, dein Ex braucht eine Ansage, dass "gemeinsames Sorgerecht" nicht bedeutet, dass jeder zu 50% ein "Recht" auf die Kinder hat, sondern dass man gemeinsam zum Wohl der Kinder Entscheidungen trifft und das setzt gemeinsames Agieren voraus. Eventuell war das jetzt wirklich eine Trotzreaktion, weil dir noch der Unterhalt zugesprochen wurde.

Versuch in einem ruhigen Moment mit ihm zu reden. Ergebnisoffen und ihm z.B. auch deutlich zu machen, dass das mit dem Rückzugsort für die Kinder wichtig ist. Vielleicht gäbe es da ja Möglichkeiten.

Auch hier - ich habe keine eigene praktische Erfahrung.... ist nur mein subjektiver Eindruck.

Vom Benutzer am 09.05.2019 um 22:19 bearbeitet

09.05.2019, 22:09

Ich bin gar kein Freund von diesem Wechselmodell und für mich wäre es auch keinesfalls in Frage gekommen. Dem hätte ich nie zugestimmt.

Ich glaube auch nicht, dass es ok ist, dass er von Knall auf Fall diesen Wunsch äußert und direkt durchsetzen kann.

Ich würde mir auf alle Fälle eine gute Anwältin suchen und mich ggf. mal beraten lassen. Beim Jugendamt bin ich immer etwas skeptisch. Kommt vielleicht auch auf die Leute an, aber da hab ich nie sonderlich wertvolle Unterstützung erhalten.

Tendenziell glaub ich, dass die eher auf dem Trichter sind, es zu versuchen. Aber meine Kinder sind keine Versuchskaninchen. So sehe ich das.

Kinder brauche vor allem Konstanz und feste Bezugspunkte. Aus so ein Hin- un her würde ich mich nie einlassen. Vielleicht wenn die Kinder größer wären und das selber wollten. Wenn sie alt genug sind, die Konsequenzen von diesem ständigen Wechsel abzuschätzen.

Wenn das Aufemthaltsbestimmungsrecht bei dir liegt, kannst du auch ablehnen.

09.05.2019, 22:10

Frag doch Deine Kinder, was die wollen. Die sollen das selber entscheiden. Zum Beispiel probeweise machen. Die Kinder sind ja auch nicht mehr ganz klein. Die genießen auch das "Ausbrechen von den jeweiligen Zwängen". Wichtig ist sicher, dass man nicht suggestiv fragt. Eventuell kann eine Freudin/ein Freund das für Dich erledigen.

Das Wechselmodell gibt es noch nicht so lange. Gut möglich, dass es in Deiner Stadt vor 8 Jahren noch nicht praktiziert wurde, deswegen der WE-Umgang als Standardlösung. Ich glaube, das Wechselmodell gibt es auch erst 6 oder 7 Jahre. Bei mir hat das gut funktioniert, trotz absolut unwilliger Expartnerin. Das Gericht hatte es eben anders als sie gesehen und hatte Recht behalten...

09.05.2019, 22:16

Frag doch Deine Kinder, was die wollen.

Hat sie doch schom getan? 🤔

09.05.2019, 22:36

Ich habe als Scheidungskind extrem darunter gelitten, daß über uns Kinder hinweg entschieden wurde.
Dabei kam auch eine sehr beschissene Situation heraus.
Wir wurden nicht gefragt und auch in unseren Anliegen ernst genommen.
Es wurde sogar über unsere Wünsche hinweg entschieden.
Da trafen nur Erwachsene und sogar das Gericht Entscheidungen.
Keine super Voraussetzungen für Urvertrauen in Eltern und das Leben.
Oder zur Resillienz Bildung ;-)

Wenn dein Ex seine Kinder liebt und es darum geht, dann fragt er seine Kindern und trifft nicht Entscheidungen über ihre Wünsche hinweg, oder ?
Und wenn er sich den Unterhalt nicht mehr leisten kann, dann soll er Klartext reden.
Auch das spüren Kinder, wenn es eigentlich um etwas anderes geht und nicht an sie.

09.05.2019, 22:37

vielleicht brauche ich auch nur Zeit mich an diesen Gedanken und das Gefühl, meine Kinder mehr loszulassen, zu gewöhnen.

P.S.
Mit solchen Sätzen wäre ich ihm gegenüber eher vorsichtig, weil Du da etwas ins Spiel bringst was gar nicht Thema ist und ihm ohne Not Argumente lieferst. Das Problem ist doch gar nicht dass Du eine Glucke bist, die nicht loslassen kann oder zu viel verlangst wenn Du Absprache und ein normales Tempo erwartest? Grundsätzlich bist Du doch gar nicht dagegen ...

Das Probelm ist doch eher, dass ihr Euren Alltag (und Du sogar Deine berufliche Situation) von heute auf morgen komplett ändern sollt, obwohl Deine Kinder dabei momentan - weder zeitlich noch räumlich - so richtig einen Platz bei ihm haben und eher in der Luft hängen.

Vom Benutzer am 09.05.2019 um 22:43 bearbeitet

09.05.2019, 23:17

Hallo Ihr Lieben, nun hatte ich ja einiges zu lesen, danke dafür :)


Gesagt , dass er das so nicht machen kann und darf hab ich ihm, sehr deutlich und energisch sogar und ich weiß, dass ich mir das Recht hätte nehmen können....aber das wäre zu Lasten der Kinder gegangen, darum hab ich ERSTMAL drauf verzichtet. Aufenthaltsbestimmungsrecht haben immer beide Eltern, außer man beantragt es anders. Und bei uns in Tübingen ist Beratung beim JA Pflicht, bevor es rechtlich weiter geht....dort bleibt man zwar offiziell erstmal der Kinder zu Liebe neutral, aber die Mitarbeiterin hat mir deutlich zu verstehen gegeben, dass er nicht richtig handelt und mir aber auch gesagt, dass ich mich fürs erste super verhalten habe und das, falls es zu einem Prozess kommt( was ich nicht hoffe) nur für mich zum Vorteil sein kann.


Das Wechselmodell gibt es schon lange, nur dass es in der Rechtsprechung als das optimale Modell gilt, worauf man pochen kann, auch wenn ein Partner nicht einverstanden ist, zumindest wenn die Trennung frisch ist und man sich erst für einen Weg entscheiden muss, ist erst ein paar Jahre alt. In unserem Fall ist das aber etwas anderes...ich habe 8 Jahre lang ihm immer wieder das Angebot gemacht, sich mehr einzubringen, es hätte mich zum einen entlastet und mir meinen beruflichen Werdegang vereinfacht und zum anderen brauchen Jungs ihren Papa auch im Alltag und nicht nur in der Freizeit, den berühmten Spaßpapa... ich war dem nie abgeneigt, er war derjenige, der immer den Beruf vorschob und meinte, es sei nicht möglich.


Mein Pech war eben, dass ich vor den Osterferien schwer erkrankt bin und die Kinder 4 Wochen zu ihm geben musste, da ich körperlich nicht in der Lage war. .. mit den 2 Wochen geplanten Ferien bei ihm sah er es nun als sein Recht an, bestimmen zu dürfen...damit die Kontinuität der Alltages für die Kinder bewahrt bliebe...aber das ist bei den Haaren herbeigezogen und mit dieser Argumentation wird er bei niemandem punkten können...das alles weiß ich schon auch...


Darum geht's mir eigentlich auch gar nicht...den friedlichen Weg gehe ich erstmal deshalb, weil ich denke, eine Einigung beider Eltern immer besser ist für die Kinder, als wenn einfach gegen den Willen von einem entschieden wird. Wenn es ihm ums Wohl der Kinder geht, dann wird er für die Argumentation für ein anderes Wechselmodell offen sein...wenn es ihm ums Geld geht, wird er auf seinen Willen beharren, das wird auch beim JA und eventuell beim Richter dann klar so ankommen...


Das berufliche Argument wird wahrscheinlich nicht gelten, da ich immer nur "ungelernte Nebenjobs" hatte, da sie einfach nur dazu dienten, mich beim Studieren zu unterstützen...leider ging das wirklich nur schleppend voran, denn oft klappte das mit den Kindern im Alltag nicht...da mag es toughere Menschen geben, ich habe das nicht gepackt. Darum wird man es mir so auslegen, dass ich mir einfach einen anderen Job suchen könne...naja, egal...auch darum geht's nicht...


Ich denke, viele von euch hier haben Recht...und das macht mich sehr traurig...auf diesem Niveau streite ich mich nicht gerne , schon gar nicht mag ich Dreckwäsche vor anderen waschen...letzten Endes will ich meinen Kinder so viel wie möglich ersparen, dass es ihnen gut geht und sie Mama und Papa in dem Maß, wie es sie eben brauchen , haben...und nur darum halte ich gerade, auch wenn es mir wirklich weht tut, die Füße still....ich vermisse sie schrecklich und die leere Wohnung über so lange Zeit erdrückt mich..die Vorstellung, meine Kinder regelmäßig für eine Woche nicht bei mir zu haben fühlt sich schmerzhaft an...aber ...sollte er in unsere Nähe ziehen und sich beruflich darauf einrichten, dann werde ich, so fern es das ist, was meine Kinder glücklich macht, dem auch nicht im Weg stehen...Mamasein bedeutet ja immer irgendwie loslassen..aber eben geplant...für den Übergang werde mehr als das, was ich hier schon an Ideen nannte nicht tolerieren ...und ja, dafür gehe ich dann auch zur Not vors Gericht...., egal, wie sehr ich hoffe, dass das nicht notwendig sein wird


Danke für eure guten Wünsche und Gedanken. Ich versuche jetzt mal zu schlafen...denn das klappt seit dem Beginn dieses Theater so gar nicht mehr ….

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