Seid ihr zufrieden mit eurer Gesundheitsversorgung?

in „Rundum Leben“

Zu diesem Thema gibt es 51 Antworten

@ Alea
Zuerst muss ich sagen dass ich das mit der Krankschreibung richtig finde. Bei uns im Konzern galt das sowieso per Betriebsvereinbarung schon. Attest vom Arzt ab dem ersten Tag halt bei uns schon seit Jahren. Von daher überrascht mich das nicht.

Mit der medizinischen Versorgung bin ich vor allen Dingen aus einem Grund unzufrieden. Nämlich der Tatsache, das medizinische Versorgung immer sehr individuell ist. Wenn es nicht nur um einen kleinen Schnupfen geht. Ich persönlich habe z.B. auch mindestens zwei Probleme, wo einem Ärzte im Grunde genommen gar nicht helfen wollen. Diagnosen wären viel zu aufwendig und zu teuer und man wird mit 0815 Lösungen abgespeist, die eigentlich nur die Wirkung kaschieren.
Warum funktioniert das so gut? Weil die Pharmaindustrie an solchen Präparaten die die Wirkung nicht beheben sehr gut verdienen kann und das sogar über einen langen Zeitraum.
Ursachenanalyse wäre in meinen Augen angesagt, aber dafür fehlt sowohl die Qualifizierung als auch die Kapazität.

Von daher kann ich schon sagen dass ich unzufrieden mit dem Gesundheitssystem bin. Und wir warten an vielen Stellen einfach zu lange, bis aus einem kleinen Problem wirklich eine schwerwiegende Symptomatik geworden ist. Und dann wundern wir uns auch noch über die Kosten...

"Und wir warten an vielen Stellen einfach zu lange, bis aus einem kleinen Problem wirklich eine schwerwiegende Symptomatik geworden ist. Und dann wundern wir uns auch noch über die Kosten..."

Mit "wir" meinst du ...?

Zur Krankschreibung:
Als jemand, der vor Kurzem mit noch akutem Magen-Darm am 3. Tag Arzt mußte, kann ich sagen, dass das für alle von uns eine höchst unangenehme Erfahrung geworden wäre, hätte ich am 1. Tag davon am Montagmorgen mit 50 anderen Hanseln und diversen anderen potenziell ansteckenden Krankheiten in einem Wartezimmer 2h warten müssen. Ich habe eventuell vor Jahren schon bei so einem Infekt mich hinter den Busch einer Arztpraxis übergeben, weil die Toilette besetzt waren. Wegen der blöden Krankschreibung. Krankschreibungen sind jetzt schon hart zu besorgen, wenn du krank bist.

Glaube, das ist einfach keine besonders realistische Regelung. Du holst dir eher noch was anderes und wenn du kaum aufstehen kannst, wie willst du dann zum Arzt. Hausbesuche macht auch keiner.

Wenn hier einer der Hausärzte in der Gegend Urlaub macht, kommst du bei den anderen vertretungshalber kaum rein. Wenn die jetzt nochmal 30% mehr Termine für Pille-Palle-Infekte machen sollen, wann kommen dann die Leute dran, die wirklich Hilfe brauchen?

Was ich vermute, ist eher das der Trend in Richtung Tele-Medizin geht. Meine Krankenkasse bietet das jetzt an, Krankschreibung per virtueller Sprechstunde. Wenns unbedingt sein muss, dann das. Aber wenn ich krank bin, dann i.d.R. weil ich ins Bett gehöre und nicht unter Menschen, sitzend in ein Wartezimmer... und mein Körpergefühl sagt mir auch, ob ich einfach Schlaf oder Pillen brauche.

Bei uns wird man, wenn man auffällig viele Krankentage hat, von HR angesprochen, ob sie irgendwie helfen können. Finde ich fair. Meistens bespricht man die Situation aber auch mit seinem Vorgesetzten, wenn was Besonderes ist. Ist bei uns jedenfalls üblich. Habe in den letzten 10 Jahren in meinem größeren Umfeld niemanden erlebt, der das groß ausgenutzt hätte. Der allgemeine Umgang mit Krankschreibungen ist professionell und wenn jemand z.B. aufgrund von Lebenskrisen mal mental struggelt, werden Lösungen gefunden. Auch Beurlaubungen und kurzfristige Arbeitszeitreduzierungen (habe ich z.B. während der Begleitung der Heilungs-, letztendlich Sterbephase meiner Mutter gemacht) werden gewährt. Wichtig ist eben, dass man sich selbst kümmert, dann ist eine unterstützende Kultur da. Das bedeutet aber eben auch, dass jeder ohne großes Murren auch mal die Arbeit für zwei macht, wenn der/die Kollegin krank ist, damit die Firma trotzdem läuft. Für sowas z.B. die richtige Kultur und die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, ist das Management verantwortlich. In Firmen mit "Ich will nur 6,34h täglich arbeiten"-, "Nur Handgriffe A-E"- und "Arbeit nur nach direkter Anweisung, sonst verlange ich Zulage 68"-Kultur arbeitest dann klappt das nicht. Dann mußt du vielleicht auch deine MItarbeiter tot kontrollieren.

Zum Gesundheitssystem:
Glaube das GK-Gesetz, das da letzte Woche verabschiedet wurde, werden wir als Patienten merken. Das sind so signifikante Einsparungen, dass Fachärzte weniger Termine machen und weniger Patienten akzeptieren werden. Sie dürfen nicht umsonst behandeln und ab Budgetüberschreitung y werden sie nicht mehr bezahlt d.h. gegen Monatende werden Terminabsagen erfolgen. Ich weiß nicht, ob wir uns nicht lieber irgendeine Wirtschaftsförderung Y hätten verkneifen sollen, die Rentenerhöhung oder vielleicht die Fahrradwege in Peru.

Wie Kurvenfan schon sagt, werden gewisse Diagnosen weil sie teuer wären, bei "normalen" Menschen einfach gar nicht gestellt. Ich vermute z.B. ich habe etwas, dass regelmäßige B12 Spritzen und Kontrollen erfordern würde. Ich mußte mit dem Arzt wirklich diskutieren und nen Teil selbst zahlen, damit wir die Diagnostik machen.

Ich kann mir denken das es nun durch die neue Regelung zur Krankschreibung insgesamt zu mehr Krankentagen kommen wird.

Vorher ist man z.B. bei einer Erkältung viell. eben nur 1 oder 2 Tage zu Hause geblieben. Jetzt kann ich mir vorstellen das eher direkt eine Woche krankgeschrieben wird.

Auch kann es eben nicht angehen, wie SelfCare das so schön beschrieben hat, mit solchen Szenen in den Hausarztpraxen die ja nun mal Anlaufstelle dafür sein werde.

"Wirtschaftsförderung Y hätten verkneifen sollen, die Rentenerhöhung oder vielleicht die Fahrradwege in Peru."


Es soll kein Politikthread werden, aber DAMIT (zumal es zu einem großen Teil keine Geschenke sind) würden wir unser Gesundheitswesen definitiv nicht retten, aber dem Klima (hat auch etwas mit Gesundheit zu tun) schaden:


https://www.tagesschau.de/faktenfinder/entwicklungshilfe-radwege-peru-100.html

https://volksverpetzer.de/analyse/radwege-in-peru-afd-luege/

Der beste Schutz gegen "unnötige" Krankheitstage sind ein gutes Betriebsklima, faire Arbeitsbedingungen und MItarbeiter, die das Gefühl haben, dass ihre Arbeit einen Unterschied macht. Nicht mehr Kontrollen, die auch noch Kosten und weitere Engpässe verursachen. Oder sowas wie einfache Home-Office-Möglichkeiten: An den Endtagen einer Magen-Darm-Erkrankung schafst du es vielleicht wieder an den heimischen Schreibtisch, aber vielleicht noch nicht wieder ins Büro.

Außerdem ist die ganze Diskussion eh Humbug, weil die Krankheitstage nicht spontan so stark gestiegen sind, sondern durch das neue elektronische Verfahren sind sie einfach besser nachverfolgbar.

"Zum Gesundheitssystem:
Glaube das GK-Gesetz, das da letzte Woche verabschiedet wurde, werden wir als Patienten merken. Das sind so signifikante Einsparungen, dass Fachärzte weniger Termine machen und weniger Patienten akzeptieren werden. Sie dürfen nicht umsonst behandeln und ab Budgetüberschreitung y werden sie nicht mehr bezahlt d.h. gegen Monatende werden Terminabsagen erfolgen."

Wie ist die Situation JETZT für dich? Bist du abgesehen von dem Diagnosethema zufrieden?

@Alea Ja, das wurde instrumentalisiert, aber ganz falsch ist es auch nicht. 44 Mio. für ein solches Projekt wären auch hinterfragbar, wenn zuhause die gesundheitliche Hütte brennt.

Finde es ist schon gut wenn grundsätzlich Transparenz über potenziell falsch eingesetzte Steuergelder geschaffen wird. https://www.schwarzbuch.de/aufgedeckt/steuergeldverschwendung-alle-faelle?page=3

"Der Staat" zahlt ja nicht Dinge, wir alle sind der Staat und wir dürfen und sollten seine Ausgaben so persönlich nehmen, als wären es unsere eigenen. Dafür hat ja jeder bei Wahlen dann eine Stimme, um das zu priorisieren was ihm selbst wichtig ist.

Mir wäre ein besserer Gesundheitsapparat, der sich mehr am Patienten orientiert und eine Abschaffung der medizinischen Zweiklassengesellschaft wichtig. Ich glaube z.B. daran, dass eine wirklich gute, effiziente Digitalisierung in Krankenhäusern wichtig wäre und Leben retten würde.

Bei dem Thema Krankschreibung bin ich raus. EU Rente.
Ich weiß nur, daß ich Phasen hatte, wo ich vom 3 Schichtdienst/ Wechsel und Personalmangel und Überstunden so erschöpft war, daß ich mich bei den Gedanken ertappt habe auf dem Weg zur Arbeit in einen Graben zu fahren, um mal etwas länger nicht arbeiten zu müssen.😲 Ich bin dann über diese Gedanke echt erschrocken und lieber mal nur 2 Tage zuhause geblieben (meist nur um zu schlafen und zu versuchen mich etwas zu erholen)
Anderseits haben ich und Kollegen auch andere angesteckt, weil wir krank arbeiten gegangen sind. Der Frühdienst mußte halt irgendwie abgedeckt sein, weil der Nachtdienst sonst nicht nach Hause kann.... Und man mußte sich die Finger wund telefonieren, um Kollegen zu finden, die einspringen...


Bei dem Thema Facharzt Termin und Behandlung habe ich schon seit Jahren Probleme. Letztes Jahr hatte ich seit dem Frühjahr Husten, Husten, Husten (z.t bis an die Würgegrenze)
Ein Termin bei Lungenfacharzt regulär hat 6 Mon gedauert, einer über die 116 117 dann 4 Wochen. Ich habe die abenteuerlichsten Diagnosen gehört. Abgehört worden bin ich von der Hausärztin und 2x von der Urlaubsvertretung. 4 verschiedene Asthmasprays bekommen. Konnte keines wirken.
Letztlich war ich im Sept körperlich so durch und die Lungenfunktuon so scheiße, daß ich im Krankenhaus aufgenommen wurde. Nach einem CT und einer Bronchoskopie stellte sich heraus, daß ich eine tiefsitzene Lungenentzündung hatte. 5 Monate lang
Der Rotz meiner Nebenhöhle war in die Lunge.. Eine HNO OP brauchte es dann auch noch.
Meine Lunge und Nebenhöhlen sind immer noch nicht ok.
Verschleppt...

Ein anderer Facharzt erzählte mir, daß er zwar mehr Patienten behandeln könnte, er aber dann heftig drauf zahlt an Strafe, weil er über seinem Budget geht... Das kann es auch nicht sein.
So reduziert man arbeitswillige Ärzte/ Praxen.
Meine Hausärztin will gerne in Rente. Aber sie findet keine Nachfolger, da die jungen Ärzte das Risiko der eigenen Praxis scheuen (Bürokratie und Budget und hohe Schulden durch eine eigene Praxis) und lieber als Angestellte in Krankenhäusern oder MVZs arbeiten wollen.
Ich hoffe sie bleibt noch länger, weil in meinem Wohnort Hausarztmangel herrscht. In Nachbarorten kommt man nicht unter, weil die die Patienten aus ihren Ort und schließenden Praxen mit
Übernehmen müssen.

Aus dem Krankhaus weiß ich noch von unzähligen Kostentreibern. Bürokratisch, haftungstechnisch, abrechnungsbedingt, Brandschutz und Hygiene Auflagen, die nicht immer logisch begründet sind.
Der Verwaltungsaufgaben ist massiv erhöht. Krankenhäuser bleiben auf Mio Beträgen sitzen von akut behandelten Patienten, wo die Finanzierung nicht klar ist (Psychiatrie noch mehr, weil akut Psychosekranken eben nicht immer klare Angaben machen( können) oder nicht versichert sind)

Es gibt doch in vielen europäischen Ländern Gesundheitssysteme, die besser funktionieren. Kann man sich nicht dort orientieren und sich aus deren guten Konzepten die guten Ideen raus suchen. Kann doch nicht so schwierig sein. Aber auch unser Gesundheitssystem ist Lobbyisten durchseucht. Da mischen reichlich Leute/ Unternehmen mit, die aus Krankheit Geld machen. Warum gehören Krankhäuser Aktiengesellschaften, die mit Kranken Profit machen wollen und Aktionäre eine Dividende bieten müssen.
Auch haben wir zu viele Krankenkassen. Es braucht keine 30 , 5-6 reichen allemal. Der Verwaltungsapperat kostet richtig viel Geld 💰

Ich sehe schwarz für die nächsten Jahre.
Etwas zynisch formuliert. Wenn die Alten und Kranken früher sterben, kostet es weniger Rente und Heimkosten.
Und unter einer AFD Regierung wird es noch viel schlimmer, weil die auf Alte, Kranke oder gar Behinderten sche##en. ( Als Anmerkung für die Blauzi Fans hier)

"@Alea Ja, das wurde instrumentalisiert, aber ganz falsch ist es auch nicht. 44 Mio. für ein solches Projekt wären auch hinterfragbar, wenn zuhause die gesundheitliche Hütte brennt."


44 Mio., die wie gesagt - Klima - auch unserer Gesundheit zu gute kommen.


Hingegen:

https://www.spiegel.de/mobilitaet/auto/dienstwagen-subventionen-kosten-den-staat-jaehrlich-mehr-als-vier-milliarden-euro-a-a3f83f4c-a707-4e9f-b1da-ac011cf6e77c

Ergänzung, ganz abgesehen von der dringend nötigen Regulierung und gerechter Besteuerung des Finanzmarktes, im Verhältnis zum Arbeitsmarkt.

"Auch haben wir zu viele Krankenkassen. Es braucht keine 30 , 5-6 reichen allemal. Der Verwaltungsapperat kostet richtig viel Geld 💰"


Meiner bescheidenen Ansicht nach sollten vor allem private KV abgeschafft werden.

Aber nochmal weg von der großen Politik, mir ging es ja vor allem um eure persönlichen Erfahrungen.
Übrigens frage ich mich bei den Befragten der Studie wie viele betroffen sind von z.B. chronischer Krankheit. Mich würde interessieren wie hoch die Unzufriedenheitsrate ist unter den Patienten, welche Krankenversorgung regelmäßig und dringend brauchen.



Meine letzte Arzterfahrung war übrigens folgendermaßen. Mit einem Problem (meiner Ansicht nach verhältnismäßig einfach zu lösen - ich weiß auch, dass anderen genau so wie ich es meine sehr einfach geholfen wurde), das ich seit Jahren rumtrage und jetzt einfach mal gelöst haben wollte, damit ich mich mit dem Unlösbaren beschäftigen kann, war ich beim nun angeblich zuständigen Facharzt. Nach dem Hausarzt dann mittlerweile bei der dritten unterschiedlichen Fachrichtung und beim sechsten Arzt. Der sagt sofort: dafür bin ich nicht zuständig, das gehört in die Fachrichtung xyz (das war der Arzt, der mich zu ihm überwiesen hatte). Fast schon sauer, dass ich wage es ihn zu belästigen. Ich erkläre, dass ich das nunmal nicht wissen kann, der andere Arzt hätte nunmal gesagt, das gehört zu ihnen. Ob er mir den einen kleinen Bericht schreiben könnte, dass und warum er das nicht in seine Richtung verortet, sondern beim überweisenden Arzt, nämlich seine andere Diagnose. (Es hätte ja gereicht, dass er mir einfach das ausdruckt, was er während des kurzen Gespräches in seinen PC tippte.) Er: "nein, ich schreibe ganz sicher keinen Bericht, ich unterhalte mich jetzt mit ihnen für 17,50€, da schreibe ich sicher nicht auch noch einen Bericht!" Ich frage mich, ob ich ihn wohl um einen Stundenlohn von über 200€ bedauern muss oder soll und ihn frage ich, ob er mir wenigstens das Medikament, das nicht heilt, aber lindert verschreiben kann, damit ich das habe, bis ich wieder bei dem anderen Arzt einen Termin habe. Das könne er, mache er aber nicht.

@ Alea
"Meiner bescheidenen Ansicht nach sollten vor allem private KV abgeschafft werden."
Das halte ich für falsch. Der richtige Weg für mich wäre, die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen zu reduzieren und die Gesetze so zu ändern, dass alle Menschen Grundbeitrag zur gesetzlichen Krankenkasse zahlen müssen. Wer sich darüber hinaus privat versichern möchte, kann das ja weiterhin tun. Nur muss die Grundleistung eben über die gesetzliche Krankenkasse abgewickelt werden. Das heißt private Krankenkassen wären reine Zusatzversicherung. Dann wäre es für mich okay und dann wäre es auch egal wenn das 10.000 Unternehmen wären. Das wäre dann ein Luxus, den sich privat jeder leisten darf der es möchte.

"Nur muss die Grundleistung eben über die gesetzliche Krankenkasse abgewickelt werden. Das heißt private Krankenkassen wären reine Zusatzversicherung."


Ich sprach aber doch überhaupt nicht von Zusatzversicherungen. Die gibt es ja heute schon auch für gesetzlich Versicherte und bleibt davon doch unberührt. Es geht um:

"Nur muss die Grundleistung eben über die gesetzliche Krankenkasse abgewickelt werden."

@Alea Da hätte ich ihm knallhart gesagt, dass er es geschafft hätte, selbst die 17,50€ nicht wert zu sein, wenn er seinen Beruf so wenig mögen würde.

Okay vielleicht hätte ich es nicht gemacht, weil man ja blöderweise von denen auch noch abhängig ist.... aber es wäre angemessen gewesen.

Ich glaube nicht, dass es komplett falsch ist mehrere gesetzliche Kassen zu haben. Je größer "Apparate" werden, desto ineffizienter werden sie auch tendenziell. Von daher würde ich auch die privaten abschaffen, einfach weil das den Anreiz für alle mit Einfluss schafft, den Apparat mal ordentlich zu organisieren, weil sie auch mit drin hängen.

"@Alea Da hätte ich ihm knallhart gesagt, dass er es geschafft hätte, selbst die 17,50€ nicht wert zu sein "

Es lag mir auf der Zunge, aber da stand er schon an der Tür um mich hinaus zu bitten und ich hoffte noch auf ein Rezept. Das habe ich dann "besprochen" während ich ihm hinterher lief auf seinem Weg den nächsten Patienten herein zu rufen.

"Von daher würde ich auch die privaten abschaffen, einfach weil das den Anreiz für alle mit Einfluss schafft, den Apparat mal ordentlich zu organisieren, weil sie auch mit drin hängen."

Alternativ wäre es natürlich auch möglich, dass sich Private bspw. ebenfalls nicht heraus picken dürfen, wen sie nehmen und wen nicht, also z.B. keine chronisch Kranken. Das ist ja wie so oft das Problem, Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen. Das darf einfach keine Option sein.