Wieso sind Diskussionen so schwierig?

in „Smalltalk“

Zu diesem Thema gibt es 543 Antworten

Rk76de, du bist schon ein bisschen besessen von dieser Vorstellung, oder? Wie oft hast du jetzt damit angefangen? Aber so richtig springt er halt nicht drauf an... versuch's einfach weiter, vielleicht hast du mal ein Erfolgserlebnis? Ich drücke dir die Daumen, das hättest du dir verdient <3

"Kurvenfan Heute, 19:02
@ Alea.iacta.est
Ich würde dir im Kern zustimmen jedoch glaube ich nicht an die 50/50 Verteilung.Unsere Gesellschaft ist viel fragmentierter als du glaubst in meinen Augen. "


Genauer schrieb ich:

" ... in zwei Teile aufteilen, so ganz klar trennen lässt sich das natürlich nicht, aber es kommt so grob schon hin ..."


In den großen Fragen, ich nenne jetzt z.B. die Klimakatastrophe ist das schon klar eine Teilung in zwei Teile (50/50 habe ich übrigens nicht geschrieben), es gibt immer und überall Nuancen, Details usw., aber an der großen Kernfrage in dem Bereich jetzt (z.B.) ändert das nichts. So könnte man das jetzt mit anderen Punkten ebenso durchgehen, aber es geht nicht darum, dass man sich in kleinen Teilen, Details innerhalb jeweils dieser zwei Teile uneins ist und sich streitet, aber menschengemachter, sprich, sehr viel schnellerer als natürlicher Klimawandel: Ja oder Nein, da gibt es nichts dazwischen, sondern nur in den Details innerhalb einer dieser beiden Entscheidungen.
Du kannst auch z.B. den Punkt nennen über den hier jetzt aktuell gestritten wird, da sind die Facetten auch immer nur innerhalb der jeweiligen zwei Teile zu finden.


"Früher waren die Leute vielleicht auch unzufrieden."

Logisch, habe ich auch nicht anders geschrieben, aber SO elementar und zwar auf gleichzeitig mehreren Ebenen (das ist dabei wirklich wichtig), SO war das nie in den Generationen, die ich beurteilen kann, also ab den 70ern (wenn da auch noch als Kind).

@ Kurvenfan und Alea.iacta.est

Ich bin ja jetzt demnächst auch ein halbes Jahrhundert alt und habe mir über diese Thematik auch Gedanken gemacht.

Ich habe dann aber mal den Focus nicht auf meine eigene Sichtweise damals sondern die damalige Zeit aus Sicht meines jetzigen Ich's anzuschauen.

Dabei habe ich festgestellt, dass sich lediglich die Inhalte geändert haben, die Verhaltensweisen nicht.

Die "Argumente" der damaligen Gurtpflichtgegner waren beispielsweise dasselbe Geschwurbel wie heute bezüglich Corona.

Bundeskanzler Schmidt plante bundesweiten Glasfaserausbau des Telekommunikationsnetzes, Kohl hat es 1982 wieder verworfen.

@ Alea.iacta.est
Ich glaube der Klimawandel z.B. ist ein schlechtes Beispiel. Da würde ich behaupten, das sogar die Mehrheit den Klimawandel korrekt wahrnimmt und einsieht dass wir Menschen den Klimawandel mindestens beschleunigen. Jedoch ist man selbst wenn man davon ausgeht, dass dies eigentlich die größere Gruppe ist sich vollkommen uneinig darüber wie man dieser Situation begegnen soll.

Das heißt ein Problem wird schon erkannt. Aber die Maßnahmen die zu treffen wären um das Problem zu beseitigen oder die Wirkung zu kompensieren sind überhaupt nicht mehrheitlich durchzusetzen.
Hinzu kommt dass wir die Fähigkeit verloren haben eben über genau diese Problemlösungen gescheit abzustimmen. Jede Gruppe sieht nur ihre Lösung als einzig gangbaren Weg an. Und wenn man dann noch die berücksichtigt, die zwar sagen dass es einen Klimawandel gibt, sogar anerkennen dass man was tun müsste, aber dann direkt fordern dass es sie selbst auf keinen Fall einschränken dürfte. 🤷🏻‍♂️ Ja was will man mit so einer Ausgangssituation noch tun.

Bei Corona ist das letzte Wort längst nicht gesprochen (...) dem ach so gefährlichen Virus

Ja, das war irgendwie klar. Unangenehm wenn einem jedes Vorurteil das man gegen best. Personen hat stehenden Fußes und vorauseilend bestätigt wird. 🥴

Das einzige Vorurteil was noch aussteht hat er ja (noch) nicht bestätigt, obwohl ich ihn schon gefragt habe.

Also, ynl:

Из какой вы области, товарищ?

Deine Tourismusbehörde bietet übrigens gerade sehr günstige Rundreisen auf der Krim an, wär doch was für dich!

Wenn ich meine Zeit in den Neunzigern so resümiere fallen mir weniger irgendwelche Actionhelden ein sondern vielmehr:

- Green Day, Nirvana, Red Hot Chili Peppers und diverse andere die mich zum Gitarre lernen motiviert haben. Das erste Lied auf E-Gitarre was ich spielen konnte war allerdings Return of the warlord von Manowar.

- Motorradtouren (die Lederjacke von damals passt mir immer noch ☝️)

- Feststellen, dass die Neonazis damals auch schon nur Schwächere angegangen sind, und damals schon sofort den Schwanz eingezogen haben und ganz schnell verschwunden sind wenn ich mich ihnen entgegen gestellt habe

- massive Gewichtszunahme aufgrund Krafttraining im Fitnessstudio

Ja, nette Zeit, aber es ist trotzdem aktuell 2026.

Das unbeschwerte Gefühl der Neunziger fußt hier aber doch auf privates Erleben.
Man war jünger, früher war ohnehin immer alles besser, die Zeit des Kalten Krieges ging zuende, den Menschen wurde eine positive Aufbruchstimmung und blühende Landschaften in der Zukunft vermittelt.
Tatsächlich sind aber doch viele der Probleme entstanden, die uns heute auf die Füße fallen, weil die Weichen falsch gestellt wurden.
Die ehemalige DDR wurde mit einer Brutalität und Arroganz abgewickelt, Wandel durch Handel statt gemeinsamenes Überlegen wie ein neues Land zusammen (auch politisch und gesellschaftlich) gestaltet werden soll. Es wurde über die Köpfen der Menschen hinweg entschieden und heute ist man unironisch überrascht, dass Politikverdrossenheit und Misstrauen im Land herrscht.
Wachstum war wichtigstes Ziel, der Lebensstil der westlichen Welt, der Kapitalismus hatte vermeintlich gesiegt, die Gesellschaft entwickelte sich in den Jahren immer weiter davon weg, dass man sich als eine Gemeinschaft fühlt und dahin dass jeder nur noch für sich selbst kämpft.

1992 fand der erste Klimagipfel in Rio statt und der Grundstein für die internationale Klimapolitik wurde geschaffen. Eben weil der Klimawandel und Konsequenzen schon damals bekannt war. Und auch da wurden viele falschen Weichen gestellt, Chancen verpasst, Gefahren heruntergespielt die jetzt zu existenziellen Problemen werden.
Da dachte man: Wird schon nicht so schlimm werden. Wurde es aber.


Die Bundespost, die Bahn, große Energieversorger ... die Neunziger war die Zeit der Privatisierungen. Auch da wurden doch viele Entscheidungen getroffen, die uns heute auf die Füße fallen.

Die völlig marode Bahn von heute ist doch nicht einfach über Nacht so gekommen?

Die katastrophal unmenschlichen Arbeitsbedingungen im Paket- und Transportwesen auch nicht?

Nur zwei kleine Beispiele wie die Neunziger sich auf uns heute auswirken.

Die Zeit war ein von Egoismus, Arroganz und Wachstumswahn bestimmtes Jahrzehnt und heute bezahlen wir die Rechnung für viele falsch gestellte Weichen.

Natürlich ließe sich vieles wieder verändern, das Ruder zum Teil noch herumreissen, aber nicht durch Verherrlichung einer Zeit, die eben zufällig auch unser aller Jugend war und sich auch deshalb leichter anfühlt, weil vieles überheblich zu kurz gedacht wurde.

Sehr wichtiger Aspekt, die persönliche Sicht.
Wenn dann die 90er persönlich nicht so unbeschwert waren, dann möchte man einfach nicht dorthin zurück, eher man kann es nicht. Es ist unterschiedlich, ob ein Zustand gegeben war und man ihn innerlich irgendetwas zwischen augenrollend und zornig akzeptiert hat oder ob man dorthin zurück soll, das zweite ist sehr viel schwieriger. (Warum weiß ich nicht, aber es ist so.)

Kinder sollten es mal besser haben ....

Genaugenommen kann man doch kaum mehr für die Zukunft von Kindern machen, als Maßnahmen gegen den menschengemachten Klimawandel zu ergreifen und durchzusetzen. Auch wenn es jetzt wehtut.
Ohne Zukunft des Planeten nutzt den Kindern von heute auch kein Bausparvertrag, denn dann haben sie gar keinen Ort um es besser zu haben.
Darauf sollte sich gemeinsam unser Blick lenken, nicht nur auf das eigene Kind.

"@Sirona
Corna konnte in Einzelfällen bei Menschen mit Vorkerkrankungen gefährlich sein, doch was steckte hinter Corona?"

Das heißt, irgendjemand hat Corona zu diesem Zweck entwickelt und freigesetzt oder aber alles um Corona herum war weltweit erfunden? Was davon?



In Ländern, in denen Bargeld praktisch nicht mehr existiert wurde (vor Corona auch schon) diskutiert, dass die Bargeldabschaffung Probleme bereitet. Aktuell hat das sogar an Bedeutung gewonnen, durch die Anfälligkeit für Cyberangriffe z.B.

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/schweden-geld-gerechtigkeit-sicherheit-100.html

Die Erkenntnisse aus anderen Ländern dienen uns.