Die lieben Kleinen früher vs. heute

in „Smalltalk“

Zu diesem Thema gibt es 26 Antworten

„Biberach an der Riß“ (Anonymer Beitrag)

Bilde ich mir das nur ein, oder kreischen, brüllen und schreien Kinder heute einfach extrem viel mehr als früher? Gar kein richtiges Spielen, nur unkoordiniertes Kreischen.
Ich wohne in einer kinderreichen Gegend. Vor 15 oder 20 Jahren hat man die Kids draußen mal laut Namen rufen hören, oder Gelächter, rennende Beinchen.
Und heutzutage wirklich nonstop Kreischen, Schreien, Brüllen, also einfach nur Töne, nicht mal Worte. Ahhhhhh, ahhhh, ehhhhh, brüll, quietsch. Und die Eltern scheint es nicht zu stören, man hört nie mal Ermahnungen zur Rücksicht, wenn es zum Beispiel Mittwochabend 22 Uhr ist und die Leute drumherum schlafen wollen, weil sie morgens zur Arbeit müssen. Das ist auch so ein Ding. Unsere Kinder mussten früher in der Woche um 18 Uhr drinnen sein, Essen, Abendroutine, Bett, weil am nächsten Tag Schule war. Heute turnen und brüllen sie teilweise bis Mitternacht draußen herum.

Was ist das? Täuscht mein Eindruck und ich bin ein alter, empfindlicher Typ geworden mit null Plan von den Kindern und deren Eltern und Erziehung heutzutage?
Oder hat sich da wirklich was verändert?
Wenn ja, warum? Woran liegt das? Empfindet die Mehrheit das dann positiv? Oder seid ihr auch oft mal genervt und kopfschmerzgeplagt dadurch?

„Rhein-Pfalz-Kreis“ (Anonymer Beitrag)

Genau den Eindruck habe ich auch. Ich habe auch Nachbarn, deren Kinder sich alles erlauben (dürfen). Papa steht daneben und traut sich nix zu sagen, weil er sonst Anschiss von Mama bekommt. Die kleine Tochter ist ca. 5 Jahre alt und quiekt und kreischt ständig - dass es im Spiel mal lauter wird ist klar, aber die quiekt nur aus Spaß an der Freude (oder weil sie es lustig findet, den Papa zu nerven, weil Mama ihr den Rücken stärkt...).

„Rheinfelden“ (Anonymer Beitrag)

und ich bin ein alter, empfindlicher Typ geworden mit null Plan

Man wird empfindlicher mit voranschreitendem Alter, das ist keine Frage.


Und die Eltern scheint es nicht zu stören, man hört nie mal Ermahnungen zur Rücksicht, wenn es zum Beispiel Mittwochabend 22 Uhr ist und die Leute drumherum schlafen wollen, weil sie morgens zur Arbeit müssen.

Bei uns ist das kein Problem, dafür umso mehr, dass immer irgendwo Party ist, vier oder fünf Leute stundenlang laut rumquatschen und lachen und ähnliches. Ruhe ist nie.

„Dresden“ (Anonymer Beitrag)

Ja, du bildest dir das ein. Man wird eben empfindlicher im Alter.
Ich war ein braves, angepasstes Kind, gespielt und getobt wurde trotzdem. In der Nähe war ein kleines Architektenbüro, das hatte eine steile Abfahrt auf ein Garagentor zu. Da sind wir als Kinder ganze Nachmittage mit den Rollschuhen runter und gegen das Garagentor aus Metall gedonnert. Mit lautem Kreischen.
Wenn ich heute daran vorbeikomme denke ich daran und vermute, dass den Architekten jedes Mal die Stifte aus der Hand geflogen sind, wenn wir dagegen knallten. Und sie haben trotzdem nicht geschimpft. Manche Opis und Omis damals schon 🤷‍♀️ man wird eben empfindlicher im Alter.

„Dresden“ (Anonymer Beitrag)

die quiekt nur aus Spaß an der Freude

Ist ja unglaublich! 🤨




😂

„Biberach an der Riß“ (Anonymer Beitrag)

Klar waren wir früher auch mal laut, das wollte ich nicht abstreiten.
Es geht mir eher darum, dass den ganzen Tag total unkoordiniert einfach nur geschrien wird. Ohne Spiel, ohne Rollschuhe, einfach nur Brüllen. Sie schreien allein, sie schreien sich gegenseitig permanent an, sie laufen im Kreis und brüllen.

„St. Ingbert“ (Anonymer Beitrag)

Sonst wird sich darüber mokiert, daß Kinder nicht mehr draußen spielen, sondern nur drinnen auf den Fernseher, Konsole oder Smartphone starren.

„Dresden“ (Anonymer Beitrag)

Ich weiß nicht, ob man das bei Kindern jetzt unbedingt immer direkt eindeutig erkennen kann, ob sie spielen oder "nur" kreischen.
Gerade kleinere Kinder haben doch noch viel Phantasie im Spiel. Jagen vielleicht einem unsichtbaren Drachen hinterher?

„Vogtlandkreis“ (Anonymer Beitrag)

Teils teils. In meiner Wohnanlage gibts wirklich ne nette kleine Gang. Die spielen noch so klassische Dinge wie Verstecken und Fangen. Echt nett das Trüppchen. Ich höre und sehe ihnen wirklich gern beim Spielen zu. Klar, sind die auch mal etwas lauter.

Aber der Eine scheint ne echte Nervensäge als Bruder zu haben. Manchmal haben sie den im Schlepptau. Der brüllt alle paar Minuten die ganze Wohnanlage zusammen. Dann sitzt er schreiend auf der Wiese, bis Mama kommt. Dann hört er schlagartig auf und läuft ihr lachend entgegen. Also der schreit definitiv nur um des Schreiens willen. Der nervt die anderen Kinder auch. Aber ich meine mich zu erinnern, dass es solche Schreier immer schon gab.

Mir fällt in Bezug auf Kinder neuerdings was ganz anderes auf: Ist es eigentlich heutzutage normal, dass richtig große Kinder noch im Kinderwagen bzw. Buggy durch die Gegend gekarrt werden? Wir haben da in letzter Zeit wirklich mal drauf geachtet. Da hocken echte Riesen in den Wagen. Da schleifen teils die Beine schon neben den Rädern. Es scheinen gesunde Kinder zu sein, die einfach noch gefahren werden.

Auch an der Windeltragezeit scheint sich in den letzten Jahren was geändert zu haben. Ich sehe oft ziemlich große Kinder mit Windelpaketen am Hintern. Scheint ganz normal zu sein heute. Zumindest in einigen Familien. Keine Ahnung.

Na ja, Zeiten ändern sich.

„Zug“ (Anonymer Beitrag)

Genau den Eindruck habe ich auch!
Ich wohne in der Nähe einer Grundschule und wenn ich es nicht genau wüsste würde ich fest und steif behaupten ich wohne in der Nähe eines Schlachthofs.

Zw. spielen und einfach nur im Kreis laufen oder unkoordiniert umherrennen und dabei schreien und wie ein abgestochenes Schwein quieken ohne Luft zu holen, finde ich schon einen kleinen aber feinen Unterschied.

Ob wir damals auch so waren? Lt. Nachfrage bei Eltern/Verwandtschaft war es wohl nicht so. Ich selber kann mich auch nicht daran erinnern so was auf dem Schulhof erlebt zu haben. (Ok das kann auch nur subjektiv sein)

Viell. gibt es hier ja Pädagogen die ihren Job schon ein wenig länger ausüben und das viell. objektiver beurteilen können?

„Vogtlandkreis“ (Anonymer Beitrag)

Wir mussten auf dem Schulhof im Kreis laufen in der Pause. Rennen war verboten. Also bitteschön, sowas will doch auch keiner mehr haben oder?

„Borna“ (Anonymer Beitrag)

The times, they are changing ... das sang Bob Dylan schon 1964. Aber auch vorher war das so ... immerfort, ein ewiger Wandel.

Ich weiß nicht, ob Kreischen der bemerkenswerteste Ausdruck dieser Veränderungen heutzutage ist. Ich finde eher den Sachverhalt, dass elfjährige fast schon als entwicklungsverzögert gelten müssen, die nicht wissen, dass sie nur zwei Klicks von den härtesten Pornos aller Genres entfernt sind.

„Pirmasens“ (Anonymer Beitrag)

Diese Veänderung liegt meiner Meinung nach ganz extrem an der Erziehung.
Es wird oftmals kein Respekt und Miteinander vermittelt.
Ich glaube das sind Dinge, die absolut in den Hintergrund geraten sind.

In meiner Familie / meinem Umfeld wird das den Kindern heute noch gelernt.
Und ich finde das auch absolit wichtig!!

„Erding“ (Anonymer Beitrag)

Absolut fehlt der Respekt, den zu vermitteln ist jedoch viel schwieriger als früher.
Allein der Medienkosum, den zu begrenzen ist ein täglicher Kampf. Handy, PC Spiele und sogar Kinderserien sind heutzutage der reinste Stress für ein kleines Gehirn im wachsen. Diese vermitteln schon Geschrei, Stress, von den komischen Gestalten ganz abzusehen. Gruselig waren Märchen früher, ganz klar, haben ein Kind lange nicht so aufgewühlt wie die heutigen Sendungen. Was zu dem auch vielen Kinder fehlt ist Bewegung und wenn sie das mal ausleben dann kreischend und laut, irgendwie muss die Energie raus.

„Dresden“ (Anonymer Beitrag)

Ich finde während Covid hat man ganz gut gesehen, welche Generationen 'Miteinander' beherrschen. Selbst kleine Kinder haben Masken getragen, die Unis voller Menschen die mitmachen, das obwohl es in diesen Alterssegmenten deutlich schwieriger sein muß durch eine Pandemie zu gehen.
Fridays for Future für die Zukunft aller, während Querdenker und Schwurbler ganz anderer Generationen für ihr Recht auf ihre persönliche Freiheit auf die Straße gingen und für sonst nichts und jede noch so kleine Einschränkung als persönlichen Affront begriffen.
Andere waren genau nur so lange wichtig, wie diese als Argument für die eigene Sache herhalten konnten.
Wenn ich wählen kann was mir besser gefällt... der 'Respekt' und das 'Miteinander' das an äußerer Anpassung gemessen wird oder das Miteinander und Respekt von Teilen jüngerer Generationen, das das Miteinander aller meint, auch derer die nicht Teil der eigenen Familie, Freundesgruppe und gesellschaftlichen Gruppe sind, dann weiß ich was ich wähle.
Und ja: Dafür nehme ich auch Kinder in Kauf die nur mal aus Spaß an der Freude quieken. 🙄
Wann sind eigentlich alle so verbohrt, verbittert und hart geworden?
Kinder mit Schweinen im Schlachthof vergleichen. Was geht hier eigentlich ab?

„Dresden“ (Anonymer Beitrag)

Gruselig waren Märchen früher

Wie alt bist du denn? 😂 Ausser man ist wirklich noch in den Vierzigern und Fünfzigern und das dann auch nur in sehr konservativen Kreisen aufgewachsen, ist doch keiner hier nur mit Märchen aufgewachsen?
Ich war in den Siebzigern und Achtzigern Kind und da gab es auch Comics, Fernsehen, Werbung, Kino, Bücher und nicht nur den Struwwelpeter, Schneewittchen und einen Beutel Murmeln für Kinder.
Und auch da gab es genau diese Klagen schon, nur eben auf die Glotze und auf Das Lustige Taschenbuch bezogen.

„Dresden“ (Anonymer Beitrag)

Und konsequenterweise hätte man den Thread wohl auch lieber "Die lästigen Kleinen" genannt.

„Erding“ (Anonymer Beitrag)

Mir scheint es, dass du das Thema verfehlst @ Dresden

„Stolberg“ (Anonymer Beitrag)

Das macht Carla gerne mal...

„St. Ingbert“ (Anonymer Beitrag)

Unkoordiniertes Schreien oder Kreischen kann ja trotzdem auch Worte beinhalten - wenn sie nicht auf Deutsch sind, bloss eventuell halt schwieriger zu verstehen. Mit dem Alter lässt halt auch das differenzierte Hören nach - ein 🙉Hörgerät könnte helfen.

„Erding“ (Anonymer Beitrag)

Vorurteile der Sprache wegen - Thema auch verfehlt.

„Rheinfelden“ (Anonymer Beitrag)

Sonst wird sich darüber mokiert, daß Kinder nicht mehr draußen spielen, sondern nur drinnen auf den Fernseher, Konsole oder Smartphone starren.

St. Ingbert siehst du, es gibt doch eine gute Erklärung für diese Diskrepanz:

Was zu dem auch vielen Kinder fehlt ist Bewegung und wenn sie das mal ausleben dann kreischend und laut, irgendwie muss die Energie raus.

Sie spielen nicht mehr draußen und haben zu wenig Bewegung, aber wenn, dann machen sie es falsch.

„Bünde“ (Anonymer Beitrag)

Ich frag mich gerade wie wohl so mancher User hier als Kind war ? Da muss auch ziemlich viel schief gelaufen sein…. Und schon bin ich wieder weg und werde auch das ausblenden ( nur ein Hinweis für Carla & Co die alles und jedes kommentieren müssen) .

„Dresden“ (Anonymer Beitrag)

Und ich frag mich warum das hier eigentlich anonym läuft?
Würde man Kinder offen auch mit abgestochenen Schweinen vergleichen?
Oder ist man wenn es nicht anonym ist doch mehr aufs eigene Image fixiert und lässt hier nur mal die Sau raus? 🤢

„Rhein-Pfalz-Kreis“ (Anonymer Beitrag)

Wenn es anonym ist, fallen die persönlichen Verdächtigungen schwerer, die sonst gern quer über Threads laufen