Virtuelles Flaschendrehen Nr. 22 - Fragen und Antworten aus dem Alltag

in „Spiel, Spaß und Sinnlosigkeit“

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Ich habe als Kind zwar mal 2,5 Jahre auf dem Land gelebt. Aber ob das Bullerbü ähnlich war. Keine Ahnung. ( Ich kenne den Film nicht. Bin lange ohne TV groß geworden)
Ich denke in der Pubertät hätte ich es da unerträglich gefunden.



Wie lebst du ? Ländlich, Städtisch oder was dazwischen ?

In Berlin habe ich Großstadt, mein Viertel ist allerdings auch sehr grün,
in Portugal eher ländlich, mit Kikereki, Esellauten, Pferdewiehern, Hunde und Katzen......und viiiiieeellll Garten.....Zitronen, Orangen, Feigen, Granatäpfel, Quitten usw...
Gefällt mir jetzt im Alter besser.

Was würde dir besser gefallen?

In einer kleinen Stadt mit rd. 12.000 Einwohnern im Grünen. Also nicht städtisch und nicht ganz dörflich, so etwas dazwischen. Jedenfalls gepflegt, ruhig, überschaubar im Grünen. Parken kann man überall kostenlos und so was. Trotzdem, und das ist ein Nachteil, wie ich finde, trifft man, wo immer man hingeht, trotzdem weitgehend immer die gleichen Leute. Aber man kann dem ja ausweichen.

Bullerbü ist übrigens in meinem letzten Posting nicht nur so geographisch und an die Filmreihe angelegt zu sehen, sondern eher als Synonym zu lesen. Synonym für "ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt". Oder anders gesagt: Ich nehme mir die Freiheit, mir meine eigenen Werte und Ziele zu definieren. Das ist doch eigentlich eine schöne Idee. Partizipativ. Die leider nicht immer nachhaltig funktioniert. Also Traumwelt und so. Lasst uns doch mal Dinge probieren. Für mich kam diese Idee auch später, nach der Pubertät. Weg aus der lauten, engen Stadt. Dorthin, wo man den Vögeln zuhören und zuschauen kann. Und Raum hat. Zum Ausprobieren. Ein sehr experimentelles Leben. Und so etwas.

Was kann ich jetzt fragen ... erzähl doch mal, was Du in diesem angehenden Sommer vorhast.

Zwiespältig. Auf der einen Seite sollte die Natur seinen Lauf nehmen, man weiß nicht, wie gestresst der Wal ist und auf der anderen Seite hängt mein Herz an Wale......also, wenn es gut geht, freue ich mich, ansonsten wenn nicht, dann muss das Schicksal seinen Lauf nehmen.

Sollte der Mensch in die Natur eingreifen?

Damit so viele Menschen in ihr Leben können, müssen wir die Natur umgestalten durch Ackerbau, Viehzucht etc. und Gefahren für uns beseitigen (z.B. durch Tiere, die uns gefährlich werden könnnen). Die "Natur" an sich klingt ja idyllisch, aber viele verstehen darunter, die gepflegte, menschenfreundliche Variante davon, mit unbegrenzter Essensversorgung im Café in Laufreichweite - nicht die wirklich "wilde" Natur. Was aber nicht passieren darf, ist das wir kompletten Raubbau an der Natur betreiben. Meine, wir könnten am Energiewandel arbeiten, stattdessen werden gerade wieder Kriege um fossile Energien geführt und 2/3 der Weltbevölkerung möchte sich am liebsten gar nicht anpassen - keine Energie sparen, keine wiederverwendbaren Verpackungen verwenden, am liebsten nicht mal Müll vernünftig entsorgen und das Auto muss einen nicht nur befördern, das sollte ein chices Statussymbol sein.

Bei was verweigerst du dich anzupassen?

Ich/uns verweigern mich/uns dem Auto. Wir brauchen es definitiv nicht. Da wir in Berlin zwei Minuten weg von U-u.-S-Bahn/Bus wohnen oder vieles zu Fuß machen.
Nur in Portugal geht es nicht ohne Auto. Aber inzwischen werden auch E-Autos in den Autovermietungen angeboten. Und unser Vermieter hat eine kleine Auflade-Station beim Carpot eingebaut, der von Sonnenenergie gespeist wird. Wir schauen mal, was im Herbst zu mieten gibt.

Was denkst du zum E-Auto?