die eigene Egopflege:-) Forum für Dicke

Hallo meine Lieben...

ich hatte jetzt hier mal so alle alten Threads durchforstet, die die gepasst hätte sind schon dicht gemacht.

Wir haben hier ja viele Threads, die einem das Schöne am Runden vermitteln sollen, das Ego pflegen:-)

Nun, bei mir ist das aber oft so, dass Komplimente von aussen oft gar nicht ankommen, wenn es bei mir selbst drinnen nicht so aussieht. Durch meine Esstörung habe ich sowieso ein gestörtes Selbstbild und mit dem Ekel auf den eigenen Körper zu kämpfen. Ich meine, es ist nicht so, dass ich mich absolut hässlich finde, ich bin mir meines Gesichts und meiner Ausstrahlung durchaus bewusst...

Aber da gibt es auch andere Phasen, z. B. wenn ich aus welchen Gründen auch immer ein Kilo mehr auf der Waage habe, da verzerrt sich bei mir sofort alles. Ich stelle mich dann oft vor den Spiegel und bekomme einen wahnsinnigen Selbstekel...jede Rolle und Delle und Falte stört mich dann...ich fühle den Speck quasi bei jeder Bewegung und werde fast verrückt, sprich, jegliches eigene"realistische" Körpergefühl geht verloren und ich finde mich total hässlich...in diesem Momenten hilft es mir z.B. gar nicht, dass das viele auch ansprechend finden...

Wie helft ihr Euch aus solchen Löchern heraus? Vielleicht gibts da ja auch gar keine Lösung wer weiß, und dass hier zu kommunizieren fällt mir unheimlich schwer( wer gibt den eine solche Schwäche schon gerne freiwillig zu). Aber ich möchte ja einen Ausweg aus dieser Endlosspirale finden, mich selbst aus diesen Löchern holen, bzw, erst gar nicht mehr hineinschlittern...Therpie, Tanz, Sport, das alles mache ich schon....aber vielleicht sinds ja auch manchmal schon die ganz kleinen Dinge, die helfen und auf die man in der Situation selbst nicht kommt...

Ich bin für jede Anregung, Erfahrung und jeden Tip dankbar:-)....
*grübel* Ich mach was dagegen, glaube ich....

Ich weiß, dass ich sehr dick bin und ich sehe - da ich trotzdem gerne körperbetonte Kleidung trage - wenn ich 2-3 kg zunehme. Die landen dann nämlich stets am Bauch und versauen mir die Silhouette. Ansatzpunkt für 2-3 kg weniger: Die Ernährung.

Realistischerweise weiß ich, dass ich gegen Cellulite und Co nicht viel machen kann, außer zu trainieren und mich säurearm zu ernähren.

Wenn ich diese "ES REICHT"-Gefühle habe, mache ich mehr Sport, koche literweise Gemüsesuppe und laufe abends wieder den Berg hinauf, statt die Straßenbahn zu nehmen. Das ist schon okay so. Ein Unwillen "das so zu lassen" motiviert.

Ich finde es okay, die Kilos als "zuviel" zum empfinden. Der Kampf ist es, dann nicht in altbewärte Trostmuster zurückzufallen, sondern Wege zu gehen, die wirklich helfen. Wichtig ist für mich das Gefühl, dass ich die Herrin meiner Kilos bin. Die sind nicht da, weil ich keine Wahl habe, sondern ich kann beeinflußen, ob ich sie da will oder nicht.

Für die schnelle Lösung hilft: ein paar weitere Kleidungstücke oder Bodys im Schrank haben und an "zuviel" Tagen, einfach einiges kaschieren.

Vom Benutzer am 12.11.2012 um 15:20 bearbeitet

Bei dem "kleinen Unwohl-Fühlen" ziehe ich mich einen Abend zurück: Kerzen an, Schaumbad einlassen, in Luxus baden und mich selbst nach allen Regeln der Kunst verwöhnen, d.h. mir gerade das erlauben, was ich mir eigentlich verbieten würde. Das hilft schon mal um wieder ein bisschen heimisch in mir zu werden.

Beim "großen Unwohl-Fühlen" kann ich mir selbst nicht wirklich helfen. Da helfen nur Komplimente und Aufmerksamkeiten von anderen. Die kann man sich bewusst im Netz suchen oder indem man gute Freunde einfach mal fragt, was an einem Besonders und liebenswert ist. Ich habe solche Sachen auch mal aufgeschrieben oder aus meiner beruflichen Tätigkeit öfters mal Workshops gehabt, wo ich so etwas reflektiert bekommen habe. Das lese ich mir dann durch, dann geht es meistens wieder.
Wir haben mal, in der Mädels-Runde, uns gegenseitig Plakate gebastelt, auf die alle anderen geschrieben haben, was sie jeweils an einer von uns toll finden - also sowohl die optischen Faktoren, wie auch positive Eigenschaften. Die hängen nun bei jeder von uns im Schlafzimmer, so daß es das allererste ist was man morgens beim Augen-Aufmachen sieht :-)
Ich muß gestehen, damals dacht ich - mei, so ein Quark, aber spielste halt mal mit... Mittlerweile sag ich - dieses Plakat hat mir schon so manchen Tag gerettet *g*
Himbeerbonbon, das ist ja eine tolle, hilfreiche, schöne Idee!!!
Das ist wirklich eine wunderschöne Idee! Ich überlege gerade, wie ich das für eine Freundin abwandeln könnte, die sich zur Zeit auch so gar nicht selbst mag.

Vom Benutzer am 12.11.2012 um 21:39 bearbeitet

Alles was die anderen so tun um sich gut zu fühlen, find ich toll.

Ich bin auch Jahre lang mit einem schlechten Selbstwertgefühl rumgelaufen.

Jetzt wo ich hier in RF bin, fühle ich zum ersten mal mein gutes Selbstwertgefühl und jetzt arbeite daran dieses Gefühl weiterhin zu behalten.
Natürlich muss man immer wieder mit Rückschlägen rechnen. Nur Aufgeben sollte man nicht.

immer wenn es einem am dreckigsten geht sollte man für sich was tun: Pflegen, Schminken, Haare frisieren und schön einkleiden.

Am Besten ist es jeden Morgen in den Spiegel zu schauen, egal wie man aussieht. Sich selbst dabei anlächeln oder anlachen und dazu sich sagen das man in sich selber am meisten liebt.

Es gibt auch die Möglichkeit, alle seine eigenen positiven und negativen Eigenschaften aufzuschreiben. Dann so nach und nach die negativen Eigenschaften in Positive umzuwandeln.

Ach, es gibt so viele Möglichkeiten sein Ego zu pflegen...
Manchmal soll auch eine Psychotherapie helfen!
Ich kann Dich gut verstehen. Ich kenne das Gefühl zu gut, sich unattraktiv zu fühlen.
Was mir hilft, ist ein nettes Gespräch, Musik , sogar der Tanz , ein neuer Duft, schöne Kleidung.
Manchmal gönne ich mir eine Massage oder lasse mich in einem Kosmetiksalon verwöhnen.
Den Spruch finde ich schön:

Türöffner
~~~~~~~
Die Fähigkeit, sich selbst als liebenswert zu empfinden, öffnet der Liebe die Tür.
(Deepak Chopra)

Vom Benutzer am 13.11.2012 um 00:14 bearbeitet

Klar wenn es einem schlecht geht eine Psychotherapie machen, genau her Wolf. *kopfschüttel*..
Was ist denn an einer Psychotherapie schlecht? Ich habe auch das Problem einer negativen Selbstwahrnehmung und das schon seit der Pubertät. Damals war ich schlank, aber weil mich die Jungs mobbten, glaubte ich, ich wäre zu dick. Das wurde dann zur selbsterfüllenden Prophezeiung, außerdem habe ich eine Schilddrüsenunterfunktion, die aber seit 2,3 Monaten behandelt wird.
Wenn man durch negative Erlebnisse oder mangelnde Liebe in der Kindheit kein gutes Selbstwertgefühl hat, ist es schwierig, sich das alleine aus den Rippen zu saugen.
Klar kann man sich mal was Nettes gönnen, shoppen gehen, sich von einer Freundin ein Komplment machen lassen...meiner Meinung nach hilft das aber nur kurzfristig und beseitigt nicht das Problem. Manche sehr starke Menschen mögen das alleine schaffen, ihr Selbstwertgefühl stark zu verbessern, alle anderen brauchen da wohl Hilfe.
Die sie wohl nie bekommen werden,@kitty, weil sie alle selbst mit der Egopflege beschäftigt sind.

Vom Benutzer am 13.11.2012 um 05:23 bearbeitet

Also ich sagte nichts gegen Psychotherapie, aber es wurde etwas sarkastisch geschrieben und es geht um Egopflege. Das sind nur die kleinen Dinge die wir für uns tun können.
Hab selbst ne Therapie, also hab ich sicher nichts gegen, aber du kannst auch nicht einfach mal ne Therapie anfangen nur weil es dir heut grad nich gut geht. Das braucht mehr Gründe.
Und ja ein mangelndes Selbstwertgefühl zum Beispiel. Aber definitiv gings nur um schlechte Tage dachte ich

Vom Benutzer am 13.11.2012 um 07:07 bearbeitet

Wo bitte ist bei "Manchmal soll auch eine Psychotherapie helfen!" Sarkasmus zu lesen?

Ich schreib eben manchmal kurz und knackig ohne ne lange Story zu machen.
So war ich, So bin ich, So werde ich immer sein! ICH...Einfach ICH!
@ crying wolf: Ich hatte da auch was anderes interpretiert - aus deinem kurzen Satz heraus. Aber vielleicht hilft es ja, und da hast du mit deinem letzten Post die richtige Richtung vorgegeben, einfach bei sich zu bleiben und beim Thema Egopflege Aussagen zu treffen, welche auf einen selbst zutreffen und sich beziehen. Dann ist da kein Platz für Missverständnisse oder Interpretationen, die in die falsche Richtung gehen.

Beispiel: "Manchmal hilft mir auch eine Psychotherapie". Oder: "Wenn ich ganz unten bin/es mir ganz schlecht geht/ ich aus eigenem Antrieb über längere Zeit nicht aus meinem Tief heraus komme, hilft mir auch eine Psychotherapie".

Und ganz nebenbei finde ich diese Art der Krisenbewältigung sehr sinnvoll und gut - leider haftet der Inanspruchnahme immer noch ein gesellschaftliches Tabu an. Generell haben Selbstzweifel und im schlimmsten Fall Depressionen keinen Platz in einer Leistungsgesellschaft. Vielleicht trägt das auch dazu bei, dass wir einander kälter begegnen, als es vielleicht die menschliche Natur vorgesehen hat.
Da muß ich dich leider enttäuschen!
Ich brauche weder Psychologen noch Psychiater.

Finde aber auch gut daß es solch Ärzte gibt. (solange sie helfen können und wollen).


Ob es vorgeseben ist daß sich Menschen (ausser zur Fortpflanzung) näher kommen und sich dadurch kälter/wärmer begegnen wage ich zu bezweifeln.

Bei den Urmenschen (so zumindest wurde uns gelehrt) war der Mann der Jäger und die Frau hat sich ums Kind und ums kochen gekümmert.
Typisch altmodische Rollenaufteilung eben.
Ob sie sich außerhalb der Fortpflanzung Wärme oder Kälte entgegen brachten weiß ich nicht.

Und Depressionen heißen in der heutigen Leistungsgesellschaft wie du es bezeichnest jetzt "Burnout" Syndrom.
Viele Leute schauen erstaunt wenn jemandsagt er habe Depressionen, aber bei Burnout nicht - das hat sich anscheinend nun so eingebürgert...
@ crying wolf: Enttäuscht bin ich jetzt nicht, das würde mir aber auch zu denken geben, wenn ich darüber enttäuscht wäre, wenn jemand keine Psychotherapie beanspruchen muss.

Was die Urmenschtheorie betrifft: So muss "Wärme" nicht nur zwischen Weiblein und Männlein entstehen. Die Jäger waren doch im Zusammenschluss erst richtig stark und konnten so ein Mammut erlegen und auch die Damen haben sich in Gruppen eingefunden um Beeren zu sammeln oder Kinder großzuziehen (oder beides gleichzeitig). Und ich bin ebenfalls der festen Überzeugung, dass ein Gut wie "Kultur" nur aus einer Gemeinschaft heraus entstehen kann, die sich einander mitteilen möchte.

"Burnout" wiederum ist, wie du es richtig beschreibst, ein Modebegriff, den es in der Psychologie und Psychatrie so nicht gibt. Die Tatsache, dass momentan lieber von "Burnout" statt von "Depressionen" gesprochen wird, zeigt doch noch einmal mehr, wie wenig Platz für Selbstzweifel und das Gefühl des "Nicht genügens" in unserer Gesellschaft sind.

Umso mutiger finde ich es von Katharina hier einmal anzusprechen, was uns sicher alle einmal plagt: Das Gefühl, dass wir uns heute nicht gut fühlen und uns nunmal nicht uneingeschränkt lieben können. Und ich finde es toll, dass wir uns durch unsere Antworten gegenseitig Inspiration sein können, wie wir uns in Zukunft schneller aus so einem emotionalen Tal wieder rauslavieren. Das finde ich hat es was sehr "warmes", "menschelndes" :)
@Crying Burnout und Depressionen würde ich nicht als Synonym verwenden. Depressionen sind eher eine grundsätzliche Niedergeschlagenheit. Ein Burnout entsteht durch eine Überforderungssituation und äußert sich in körperlich, geistiger und seelischer Erschöpfung, kann aber auch Depressionen beeinhalten.

Ich glaube, ich hatte mal einen Burnout. Eine Zeit lang hatte ich einen Vollzeitjob, hab parallel meine Diplomarbeit in meinem ersten Studiengang geschrieben, dann eine Verletzung, bei der nicht sicher war, ob die Funktion meiner Finger nach einem Unfall vollständig wieder hergestellt werden konnte (alles gut), dann die völlig überraschende Trennung von meinem langjährigen Freund, dann ein "Hau-Ruck-Umzug" raus aus der gemeinsamen Wohnung und danach hörte ich irgendwie auf zu funktionieren. Habe mich nur noch mühsam durch den Alltag und zur Arbeit geschleppt, fand es unheimlich "erfüllend" eine weiße Wand anzustarren und hatte Probleme die "normalen" Dinge des Leben geregelt zu bekommen. Als mir das passiert ist, habe ich im zweiten Semester Psychologie nebenberuflich studiert, d.h. ich war mir der groben Mechanismen bewußt und hätte NIE, NIE, NIE gedacht, dass ich der Kandidat für so etwas wäre. Es kam ganz unvorbereitet, so als hätte irgendjemand den Schalter in meinem Hirn auf "aus" gestellt. Wirklich "tief depressiv", das ich alles schwarz, grau und traurig wahrgenommen hätte, war ich nie. Nur völlig "fertig". Meine Gedanken drehten sich in Endlosspiralen. Die Folgen des Burnouts heilte letztendlich die Zeit: Ich habe mich geschont und gelernt, mehr auf meinen Körper zu hören.

Das Problem an Therapien ist, dass sie nur funktionieren, wenn der Patient selbst "arbeitet". Therapeuten können Denkanstöße geben, gewisse Denkmechanismen fördern und neue Perspektiven eröffnen. Letztendlich "passiert" die Heilung aber im Kopf des Patienten und keine noch so so gute Therapie, kann da die Heilung erzwingen. Deshalb ist "Mach doch eine Therapie" keine Lösung, wenn der Betroffene noch nicht bereit ist, an sich und mit sich zu arbeiten. Der "Konsum einer Therapie" bringt gar nichts.

Ich konnte damals keine Therapie machen, weil in der gesamten Gegend nur Therapieplätze für Selbstmordgefärdete zur Verfügung standen. Und... ganz ehrlich: DAS ist dann nochmal eine ganz andere Hausnummer psychischer Probleme! Also habe ich alles gelesen, was ich so zum Thema Burnout/Depression in die Finger kriegen konnte, um zu verstehen, was mit mir los ist. Was ich aber letztendlich brauchte, war nur mal etwas Zeit, um Dinge zu verarbeiten, für deren Verarbeitung ich mir sonst nie die Zeit genommen hatte....

In diesem Sinne ist Egopflege wohl auch, einfach gut auf sich auf zu passen.

Vom Benutzer am 13.11.2012 um 10:41 bearbeitet

Verstehe auch nicht was an dem Vorschlag mit der Psychotherapie falsch verstanden werden kann. Im Eingangsposting ist die Rede von Selbstekel und das sagt für mich schon aus, dass das Problem nicht nur oberflächlich ist und nur einen schlechten Tag betrifft.

Ich finde mich auch nicht jeden Tag schön, aber geekelt habe ich mich noch nie vor mir selbst. Meistens bin ich mit mir zufrieden. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich mich nicht mit den Schönheiten aus dem TV und aus diversen Zeitschriften messe. Was die gesellschaftlichen Ansprüche betrifft, halte ich mich zurück, wenn es auf mich Druck ausübt, sondern nehme nur daran teil, wenn ich Freude daran habe. Viele sind aber in so einer Maschinerie gefangen, dass das ICH völlig in den Hintergrund gerät. Ich muss nicht jeden Trend mitmachen und mich für alles rechtfertigen, damit fahre ich bisher ganz gut.
Zum Thema Burnout kann ich einen superguten Dokumentarfilm empfehlen.
wehwehweh.speed-derfilm.de
Hey ihr Lieben...

viele tolle Anregungen...danke:-)...

Und zum Thema Therapie... auch da schrieb ich im ersten Beitrag
"Wie helft ihr Euch aus solchen Löchern heraus? Vielleicht gibts da ja auch gar keine Lösung wer weiß, und dass hier zu kommunizieren fällt mir unheimlich schwer( wer gibt den eine solche Schwäche schon gerne freiwillig zu). Aber ich möchte ja einen Ausweg aus dieser Endlosspirale finden, mich selbst aus diesen Löchern holen, bzw, erst gar nicht mehr hineinschlittern...Therpie, Tanz, Sport, das alles mache ich schon....aber vielleicht sinds ja auch manchmal schon die ganz kleinen Dinge, die helfen und auf die man in der Situation selbst nicht kommt...

Ich bin für jede Anregung, Erfahrung und jeden Tip dankbar:-)...."

Das ich ein völlig gestörtes Selbstbild habe, weiß ich und dazu steh ich auch, auch vorher es kommt und welche Muster bei mir greifen und ich arbeite jeden Tag hart daran...manchmal recht erfolgreich, manchmal weniger erfolgreich...und in diesem Sinn geht es einfach um die schlechteren Tage...an denen es mir selbst nicht gelingt....

Das mit dem Poster finde ich ne gute Idee...aber leider habe ich keine Freundinnen, die so etwas auf die Beine stellen...also nicht, dass ich keine hätte...nur in unserem Kreis bin ich bei sowas die Initiatorin...die anderen sind da eher die Passiven, die mitziehen;-)...und ich denke ich werde es umwandeln...ich suche mir selbst ein Bild aus, auf dem ich mich hübsch finde, und an einem "guten" Tag...da werde ich all die guten Eigenschaften daneben schreiben....und dann hänge ich es mir an den Kleiderschrank oder so...
Ich weiß im Grunde ja, was andere an mir schätzen, aber in solchen Momenten kommt das ja nicht an mich ran...darum hilft vielleicht etwas, was aus mir selbst herauskommt...ich will ja die Kraft in mir wieder finden;-)...

Und wie gesagt, Eure Anregungen finde ich toll, und auch, dass es anderen, wenn vielleicht auch nicht in dieser Extremform wie mir, ähnlich geht...

Und als letztes...Depression ist das Endstadium, eine Krankheit....Burnout kann, aber muss nicht eine versteckte Form davon sein...aber gemeinsam haben beide Sachen, dass bestimmte, in der Kindheit erworbenen affektive Verhaltensmuster und Vermeidungstrategien dazu führen, dass man diese Erkrankungen bekommt, bzw, im Endstaium( da wo nix mehr geht) landet....an den Krankheiten selber kann man nicht arbeiten, denn sie sind ein Zustand, nur an dem Weg dahin und das ist Schwerstarbeit....denn vor allem muss man sie erkennen, und das Neuerlernen, was man als Kind als "Selbstverständlich" erlernt und übernommen hat, auf welche Art man gelernt hat zu lieben und geliebt zu werden...und da das eines der urprünglichsten Gefühle ist, ist das auch das, was einen am Anfang am meisten zum Wackeln bringt und einem die vermeindliche Sicherheit( tut sie einem nun gut oder nicht, macht sie einen nun krank oder nicht) nimmt....und dass das niemand nachvollziehen kann, dem das nicht so geht ist klar...aber ich schäme mich nicht dafür, denn ich habe mir diese Vergangenheit nicht ausgesucht....und ich bin da auch ehrlich...so ein Kommentar, auch wenn gar nicht böse gemeint, wie von crying wolf trifft mich ganz persönlich sehr, aber ich kann es inzwischen zuordnen und muss es nicht mehr weiter betrachten. Im Kopf weiß ich schon sehr viel...nur noch mein Gefühl und mein Herz müssen noch irgenwann nachziehen...aber ich muss nicht mehr im Affekt handeln...das ist doch schon mal was;-)

Und nochmal...DANKE! Es hilft wirklich, sich mitzuteilen und so viele gute Gedanken dazu mitzubekommen...mir hilft es!
Ebend... man ist nicht das was man ist, oder zu was man gemacht wurde, man ist das, was man daraus macht!

Von daher glaube ich, du bist auf einem sehr guten Weg!

"ich muss nicht mehr im Affekt handeln" --> Recherchiere mal zum Thema Impulskontrolle. Fand ich in dem Rahmen sehr interessant. Es hilft eine Mischung aus Reizvermeidung, dem "Umprogrammieren" eigener Verhaltensmuster (angewandt z.B. "Immer wenn ich X will, koche ich mir einen Tee" oder "Immer wenn ich mich ekelig finde, gönne ich mir ein Pflegeprogramm") und der Reflektion über das eigene Verhalten, wenn es schwer fällt aus Mustern auszubrechen. Im Grunde ist das alles nicht viel anders als Radfahren zu lernen. Am Anfang fällt man häufiger mal auf die Nase und irgendwann klappts einfach. :) Als Menschen haben wir nicht nur die Ebene unseres Bewußtseins, die Prozesse, die wir aktiv steuern, sondern eine ganze Reihe von Prozessen, die unbewußt ablaufen und Entscheidungen, die wir unbewußt fällen. Wenn wir da "ran" wollen, müssen wir sehr subtil vorgehen. Da hilft ein "Ich will" viel weniger als ein "Ich mach das (jetzt immer)". Im Grunde kann man sein Unterbewußtsein so ein bißchen wie einen Hund erziehen: Durch klare Regeln, hinterfragt wird (auf der Ebene) nicht und durch stetige Wiederholung.

*wuff....Schweinehundi läßt grüßen* :)
Ich finde es sehr stark, sich so mitzuteilen, wie Du es tust, Katharina. Es ist überhaupt gar kein Zeichen von Schwäche, sich Rat und Hilfe zu holen und dazu zu stehen, dass man eben nicht perfekt ist und mit allem allein klar kommt.

Das zuzulassen und "Schwächen" zu zeigen, finde ich ganz grossartig und es wäre gut, wenn viel mehr Menschen das könnten/lernen würden.

Vom Benutzer am 13.11.2012 um 12:58 bearbeitet

Wirklich gut dieser Thread..

Also um mich mal etwas zu erklären. Ich hatte einen sogenannten Burnout, weshalb ich eine Therapie begann. Dabei stellte sich heraus dass es eine Depression ist. Es gibt dabei verschiedene Arten von Depressionen. Ich habe so etwas wie eine Ermüdungsdepression, von der Kindheit her angezüchtet, durch das stressige Arbeitsleben richtig ausgebaut und durch noch mehr private Umstände richtig gewuchert.

Man hat immer gute und schlechte Tage. Bei den schlechten Tagen kann ich mittlerweile nicht mehr anders als diese zuzulassen. Dann verschwinde ich einen Tag in der Versenkung und tu das Nötigste , aber trete nicht in Erscheinung. Verwöhnen? Da fehlt mir oft die Kraft zu. Lesen hilft mir, aber das kann ich aufgrund der geminderten Konzentration auch nicht mehr wie früher.

Wenn es nicht nur ein paar schlechte Tage sind, kommt man da ohne Hilfe nicht wirklich ran. Man kann lernen es zu unterdrücken, aber irgendwann kommt es wieder und umso heftiger.

Also wenn dein Psychotherapie ernst gemeint war hast du Recht Wolf

Vom Benutzer am 13.11.2012 um 14:33 bearbeitet

PS: Eine Schilddrüsenunterfunktion kann auch solche Symptome verursachen. Hat bei mir definitiv auch mit hinein gespielt.

Vom Benutzer am 13.11.2012 um 14:45 bearbeitet