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in „Smalltalk“

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Zwei Nazis treffen sich heimlich im Dunkeln,
damit keine Menschen sie sehen.
Sie wollen nämlich gerne
einen Döner essen gehen.
Nun ist Döner ja nicht Deutsch, daher wäre es ein Skandal,
sähe man zwei Nazis in einem Döner-Lokal.
Ein guter Nazi ißt keinen Döner, das wäre ja Verrat.
Ein guter Nazi ißt von früh bis spät - Kartoffelsalat.
Unsere zwei Nazis aber, die wollen es riskieren.
Sie sagen sich in diesem Fall
muss man es differenzieren.
Vielfalt ist schlecht, bei Sexualität und Pässen,
aber doch nicht,
bei unserem Lieblingsessen.
Sie bestellen die Döner online,
ganz heimlich und leise,
zur Abholung - auf Mamas Namen und machen sich auf die Reise.
Doch als sie dann da sind, müssen sie direkt wieder gehen,
weil sie vor dem Laden Parteikollegen sehen.
So liegen dann später abends, traurig und hungrig im Bett,
und denken sich, vielleicht wäre Vielfalt doch ganz nett.
Und so leisten Döner ihren Beitrag gegen Faschisten.
Sie schmecken einfach zu gut,
selbst Nationalsozialisten.
PS: Um hier ein anderes Problem gleich mit zu thematisieren,
das macht es praktisch noch schöner,
wir sprechen in diesem Gedicht von einem Falaffel-Döner.

Leichte Variation eines Gedichtes von Clara Lösel