Moin, aktuell noch vom Mount Schnelsen.
Ich habe darüber gerade in der Teufelszeug "Debatte" wieder aktuell gelesen und wollte da nicht das Zitat vom Zitat mit aberdu und selber....
Was ich ja im Überflug aufschnappte, dass ja scheinbar genannter Smalltalk noch teufelszeugiger sei als Gefühle?
Mir scheint es so, dass es bei den beiden Dingen vor allem um selbstgewertete Ansprüche und Definitionen geht. Bleiben wir hier aber (bitte) mal beim Smalltalk.
Ich halte Smalltalk erst mal für einen extrem praktikablen Eisbrecher. Vielleicht auch schon für die erste Prüfung, um bei partnerschaftlichen und kopulativen Absichten zu schauen, wessen Geistes Kind ich denn beginne zu begehren.
Wobei ich persönlich jedoch glaube, dass "Hallo, wie gehts?" - Du hast aber ein schönes Foto." - "Einen schönen Morgen(Mittag/Abend wünsche ich" - "Warum bist du denn hier?" eher schon der Beginn des verzweifelten Rückzugsgefechtes ist, denn Smalltalk.
Smalltalk ist für mich, und auch fast immer Bestandteil von Geschäftsgesprächen als auch privaten Unterhaltungen, wie : " Na, was haste denn am WE gemacht?" - "Schon was für die Sommerferien geplant?" - Haste gelesen?" - so in der Art etwa und irgendwann wird dann zu den Ernsthaftigkeiten abgebogen, auch weil ich jetzt so ungefähr die Stimmung meines Gegenüber kenne.
Ich kann und will da nicht immer sofort mit meiner brachialen Statur ins Haus fallen.
Wobei es ja dann erst richtig, je nach Absichten, schwer wird. Wollen mir die Verfechter der Anti-Smalltalk-Theorie ernsthaft einreden, dass dann ein intensiveres und interessantes Gespräch aus: "Aber du hast doch gesagt!"- "Selber" - "ich zitiere dich mal wörtlich."- "ich kann es dir nicht besser erklären, nur öfter" bestehen soll?
Was ist so schlimm daran, sich einfach still umzudrehen, wenn das einzige Echo der nackte Schall der Hirnrückwand ist oder die Erkenntnis, dass das Leben des Gegenüber (scheinbar) viel zu wild oder viel zu ruhig ist, um sich selber darin vorstellen zu können?
Wenn ich meinem Gegenüber jedoch erst mal ganz genau erkläre und bestimme, was, wie und mit welchem Inhalt eine, wie auch immer geartete, Annäherung vonstatten zu gehen hat, dann halte ich das für einen groben Fehler.
Und ihr so?
M
...und dafür braucht's jetzt den nächsten Thread.
Smalltalk bezeichnet für mich einfach recht oberflächliche Gespräche: z.B. über den Alltag oder offensichtliche Dinge. Dinge, die man einander erzählen kann, ohne sich vertrauen zu müssen.
Sie sind eine gute Möglichkeit die Umgangsformen, aber auch die Lebenssituation des Gegenübers auf Kompatibilität zu prüfen. Wenn z.B. sehr einsilbige Antworten kommen, fehlt es ganz oft an rudimentärer Höflichkeit. Wer sich aber gleich in einem Verbalschwall über sein Gegenüber erbricht, outet sich oft als wenig empathisch.
Smalltalk ist vorsichtiges Abtasten und beim Abtasten findet man hoffentlich ein Thema, bei dem beide Lust auf Deeptalk und ein näheres Kennenlernen haben.
Moin Frau Herz.
Setzten Sie jetzt einen Punkt der Bestätigung oder milderten Sie ihr doppeltes Fragezeichen lediglich gegen einen Punkt ab, um mich nicht zu sehr zu verletzen?
Falls Ihr Punkt ein Fragezeichen sein sollte, dann:
Ja, fand ich schon. Deshalb hab ichs ja gemacht. Und um natürlich anders als die anderen Mädchen zu sein!
Moin Frau Care.
Da sind wir ja quasi meinungstechnisch bei der Geburt getrennt worden. Ich erkenne dann nur nicht, was am Smalltalk dann so schrecklich sein sollte. Vor allem eingedenk der Tatsache, dass ich (also so für mich gefühlt) mehr insgesamt ernsthafte Gespräche führe, als es mir eigentlich lieb ist.
Allein vorhin schon wieder zum Thema Bilanz, Umsatzsteuerrückerstattung, dazugehörigen Honorarrechnungen...extrem ernsthaft und für mich, auch nach den vielen Jahren, immer noch ein Graus!
M
Smalltalk ist einfach ein Einstieg in eine Kommunikation mit Menschen.
Ein unverbindliches Herantasten an mir nicht wirklich bekannte Menschen.
Wenn sich jemand beim Smalltalk mit mir wohl fühlt und ein gegenseitiges Interesse besteht, wird die Gesprächebene ggf tiefer bzw intimer. Je nach Umgebung und Situation.
Im Job und Alltag ist Smalltalk das Schmiermittel für Kommunikation.
In meinem Job mußte ich immer in Kontakt mit mir unbekannten Menschen kommen und eine Basis schaffen, daß sie mir von ihren Problemen erzählen.
Da sind die ersten Sätze auch Smalltalk....
Im Alltag finde ich es netter und angenehmer, wenn ich mit Menschen ein paar freundliche Worte wechsel. Ob nun im Geschäft, bei der Sprechstundenhilfe, Alltag wie z B im Café, Kaufhaus usw usw
Aber das bin ich und meine Haltung zum Smalltalk.
Und ich bin Rheinländerin 😀
Die Quatschen eh mit allen und jedem. Spätestens im Karneval 😀😇
"Monolith: Ich erkenne dann nur nicht, was am Smalltalk dann so schrecklich sein sollte."
Menschen, mit denen man nur Smalltalk führen kann, werden schnell langweilig, weil die Gespräche eigentlich sehr belanglos sind. Sie füllen den sozialen Akku auf, wenn man z.B. sonst keinen sieht, nicht umsonst gibt es in einigen Läden jetzt "Rentnerkassen", aber auf menschlicher Ebene sind sie eben auch schnell vergessen. Die Menschen, mit denen man Smalltalk hält, sind im Grunde völlig austauschbar.
Neurodiverse Menschen meiden Smalltalk oft, weil sie die ganzen Untertöne ("Was ist zum jetzigen Zeitpunkt angemessen zu sagen?", "Wie GENAU hat mein Gegenüber jetzt reagiert oder das gemeint?"), die dabei im Spiel sind, manchmal nicht richtig lesen und interpretieren können, weshalb das Ganze für sie in Stress und eine ganze Reihe von Missverständnissen ausarten kann.
Ich kann Smalltalk, ich würde ihn jetzt nur nicht ohne Not initiieren. Mich kostet sowas eher Energie (introvertiert) als das Smalltalk per se mir Energie gibt (extrovertiert). Finds immer ganz gut, wenns auch ein bißchen echte Information auszutauschen gibt, wenn man redet und wenn es nur ein ernst gemeintes: "Schön, von dir zu hören ist." Sowas wäre in einem Smalltalk-Gespräch auch gerne mal gelogen. 😉
Smalltalk sind für mich Gespräche, wo beinahe alle einfach und unverbindlich etwas beitragen können, man nichts allzu persönliches preisgeben muss und sich der Unterhaltung jederzeit wieder entziehen kann. Beispielsweise das Wetter, lokale Ereignisse, lokale Besonderheiten, Höflichkeitsfloskeln, banale oder informelle Dinge
...Menschen, mit denen man nur Smalltalk führen kann, werden schnell langweilig, weil die Gespräche eigentlich sehr belanglos sind...
Der Aussage stimme umfänglich selbst zu. Smalltalk begleitet ggf. von zusätzlichen Phrasen on top, hat mich noch nie wirklich 'abgeholt'.
....Sowas wäre in einem Smalltalk-Gespräch auch gerne mal gelogen. 😉
Smalltalk muss auch nicht an Wahrheit(en) gekoppelt sein, gar keine Frage.
Wie viele Menschen antworten bei der Frage nach dem eigenen Befinden - Danke, gut. Obwohl es gar nicht danach ausschaut? Schließlich möchte man(n) ja nicht jammern.
Meiner Meinung nach kann "ohne Frage" ggf. in eine flüssige Unterhaltung abgetaucht werden. Aber mit mir komplett fremden Menschen, doch eher unwahrscheinlich.
Weil Tiefe, Vertrauen für mich voraussetzt.
Ob man über Smalltalk hinaus kommt hängt ja auch von vielen verschiedenen Faktoren ab. Von der Tagesform zum Beispiel als Morgenmuffel, nach einem langen anstrengenden Tag, wenn man kürzlich einen schweren Verlust erlitten hat, sind viele halt eher weniger für tiefgründige Gespräche bereit.
Oder ob man schon durch die Optik einer gemeinsamen Bubble oder Subkultur angehört. Oder wie empathisch oder vertrauenswürdig man rüberkommt: ich habe mal mit Freunden eine Bustour nach London gemacht, mit an Bord war eine Gruppe von Senioren, die mitbekommen haben, dass 3 von unserer Gruppe Ärzte waren, nur 1 haben sie dann tatsächlich von ihren Altersgebrechen erzählt, der ist dann auch später Hausarzt geworden.
Oder manche brauchen etwas um aufzutauen oder es dauert länger um ein gemeinsames Thema zu finden.
@Selfcare & Raumwunder - wenn ihr zum Beispiel mit eurem gutaussehenden Nachbarn, an dem ihr interessiert seid, nie über Smalltalk hinaus kommt, liegt es vielleicht einfach am falschen Timing, wenn ihr euch immer nur über den Weg lauft, wenn er total fertig von der Arbeit kommt.
"AdMM: Smalltalk sind für mich Gespräche, wo beinahe alle einfach und unverbindlich etwas beitragen können"
Die Spielethreads hier sind alle purer virtueller Smalltalk.
@Selfcare & Raumwunder - wenn ihr zum Beispiel mit eurem gutaussehenden Nachbarn, an dem ihr interessiert seid, nie über Smalltalk hinaus kommt, liegt es vielleicht einfach am falschen Timing, wenn ihr euch immer nur über den Weg lauft, wenn er total fertig von der Arbeit kommt.
Hm 🤔 "das Problem" dabei wäre jetzt nur, @Artikel der Marke Mann 👨🏻
"Isch' abe abba gar keine gutaussehende Nachbar" 🤷🏼♀️
Smalltalk sind Gespräche über das Wetter und den Alltag.
90 % des Forums z.b ist für mich Smalltalk.
In vielen englischsprachigen Ländern ist Smalltalk sehr wichtig. Nicht umsonst haben wir den Begriff daher übernommen. Je nördlicher man in Europa ist desto unwichtiger wird er.
Das kann man sogar schon innerhalb Deutschlands beobachten. Während man in Süddeutschland sehr gerne babbelt und schwätzt, reicht in Norddeutschland oft ein Moin.
In skandinavischen Ländern kann Smalltalk geradezu als unhöflich rüberkommen. Dort gibt es nur Nötiges zu sprechen und das Gegenüber mit Belanglosigkeiten zu verschonen.
Neurodiverse Menschen meiden Smalltalk oft, weil sie die ganzen Untertöne ("Was ist zum jetzigen Zeitpunkt angemessen zu sagen?", "Wie GENAU hat mein Gegenüber jetzt reagiert oder das gemeint?"), die dabei im Spiel sind, manchmal nicht richtig lesen und interpretieren können, weshalb das Ganze für sie in Stress und eine ganze Reihe von Missverständnissen ausarten kann.
Smalltalk ist schlicht langweilig und oft unnötig. Deshalb meiden MANCHE neurodivergente Menschen ihn, manche auch nicht. Wie neurotypische Menschen auch.
Das so (s.o) auszudrücken ist so ungefähr das Niveau, als würde man sagen: Dicke bewegen sich einfach generell nicht gern, deshalb liegen sie dann den ganzen Tag auf der Couch und können nicht tanzen.
Bitte nicht machen.
@Raumwunder, AdMM Habe auch keinen gutaussehenden, alleinstehenden Nachbarn. Das Thema ist daher für mich zu theoretisch. 😄
@Carla Es sollte nicht so klingen, als wären neurodiverse Menschen eine homogene Gruppe. Glaube aber schon, dass zumindest einige damit aufgrund der anderen Verarbeitung von Signalen insbesondere mit Smalltalk Probleme haben.
"Das ist ja das Problem mit unsinnigem Smalltalk beim Dating. Smalltalk ist ok, wenn man den komischen Nachbarn trifft und kurz mit ihm ein paar freundliche aber nichtssagende Worte getauscht werden sollten, aber beim Dating? "Hi, wie geht's?" "Muss ja. Und dir?" "Auch gut, Danke!" "Was machst grad Schönes?" "Wäsche aufhängen." "Supi!" "Und du?" "Ich chill ein bisschen rum." "Was steht am Wochenende so bei dir an?" "Ich muss dringend mal auschlafen und mich um Liegengebliebenes kümmern." "Ausschlafen werde ich auch auf jeden Fall und dann mal sehen." Aussagekraft exakt null."
Ich zitiere mich mal selbst aus dem ach so schlimmen Thread mit meinem geradezu unverschämten Anspruch beim Daten auf nutzlosen Smalltalk zu verzichten. Schließlich bin ich (meine Aussagen) ja auch Anlass für den Thread und da hätte ich dann bitte gerne, dass ich jetzt nicht als großer Verhinderer und Verweigerer freundlicher Gespräche mit alten Ommas beim Bäcker und dem neuen Geschäftspartner verwandelt werde. Es ging ⬆️ ums Daten.
Davon abgesehen stinke ich natürlich. Es ist scheiß bekackter Sommer und ich stehe unter Dauerstress.
Und ich glaube neurodivergente Menschen können sehr gut für selbst sprechen, SelfCare.
Wenn du Teil einer schlanken Tanzgruppe bist, hast du es als einzige von zwei dicken Mitgliedern vermutlich auch nicht so gern, wenn jemand Schlankes den anderen erklärt was du angeblich nicht kannst oder willst, wenn du direkt daneben stehst. Noch dazu weil dick so ungefähr alles von 75 kg bis 275 kg heißen kann. So ist es mit Neurodivergenz auch.
Man kann es dann vielleicht auch einfach lassen, wenn einen jemand schon freundlich darauf aufmerksam gemacht hat, dass das gerade nicht so angenehm ist.
@Carla Super, jetzt willst du mir also den Mund verbieten? Was bildest du dir eigentlich ein. 😄😄😄😄😄 Mal wieder im Foren-Polizei-Modus?
Nein. Neurodivergent. Mit neurodivergenter Familie, neurodivergentem Freundeskreis und neurodivergentem Partner.
Nicht eingebildet, sondern diagnostiziert.
Ausserdem sehr dick. Auch das diagnostiziert und nicht eingebildet. *zwinker zwonker brüllach
Mit beidem kenne ich mich lebenslang aus, SelfCare.
Zudem hatte ich dich freundlich gebeten und es dir nicht verboten.
Natürlich wäre es schöner wenn du die Sensibilität hättest meinen Vergleich zu sehen und ihn zu verstehen.
Aber wenn du unbedingt ignorant auftreten willst... bitte 🤷♀️ verbieten kann und will ich es dir nicht.
Ach Carla, such dir doch jemand anderen zum Streiten. 😘😘😘
Du bist nicht nur besonders ultra-divergent und extrem überqualifiziert, du hast auch noch das besondere Talent aus harmlose Posts Dramen zu machen.
Vielleicht fällt dir Smalltalk einfach schwer?
Und du benimmst dich schlicht und ergreifend ableistisch, weil du wieder irgendwas nebenbei auf 'Insta' aufgeschnappt hast und auch mal mitreden können wolltest. Statt die Größe zu haben es einfach zu lassen, wenn man dich freundlich bittet reagierst du mit unlustigen Sprüchen wie ein Schulhofbully.
Da wäre ich nun nicht stolz drauf, aber was weiß ich schon. 🤷♀️
@Carla "Nebenbei auf Insta aufgeschnappt hast" Du schließt von dir auf andere Carla. Dafür, dass du nicht "verurteilt" werden willst, bist du immer verdammt schnell dabei das bei anderen zu tun. Auf diese Art des Umgangs miteinander habe ich keine Lust. Psychische Besonderheiten sind auch keine Entschuldigung dafür zu versuchen dem Umfeld das Leben zur Hölle zu machen.
Auf diese Art des Umgangs miteinander habe ich keine Lust.
Ich auch nicht, deshalb habe ich dich (übrigens zwei Mal freundlich und sachlich) darauf hingewiesen.
Psychische Besonderheiten
Neurolobiologische Besonderheiten (das sagt doch schon das Wort: neurodivergent aus) – wenn du dich schon in deiner „Argumentation“ auf dieses noch mal tiefere Niveau herabbegeben willst, dann bitte wenigstens korrekt. Danke.
@ Selfcare
"Die Spielethreads hier sind alle purer virtueller Smalltalk."
Da muss ich ganz klar widersprechen, das wäre selbst für den Smalltalk noch eine Abwertung. 😂
"@Carla Es sollte nicht so klingen, als wären neurodiverse Menschen eine homogene Gruppe. Glaube aber schon, dass zumindest einige damit aufgrund der anderen Verarbeitung von Signalen insbesondere mit Smalltalk Probleme haben."
Ich habe das immer als Problem des Selbstbewusstseins wahrgenommen, denn hätte man genug davon wäre einem die Interpretation dieser Unterschwingungen schlichtweg egal und man würde sich von vorn herein nicht so viel Gedanken darüber machen.
"Da muss ich ganz klar widersprechen, das wäre selbst für den Smalltalk noch eine Abwertung. 😂"
Da hast Du einen Punkt.
Wobei ich den "Virtuelles Flaschendrehen-Thread" interessant finde, da man ein wenig über die Person erfährt.
Ich selber empfinde Small Talk schwierig und teilweise als anstrengend/auslaugend.
Ich finde Smalltalk erfrischend. Mit Menschen, die es auch mögen.
Quatschen, lachen, singen, feiern, manchmal auch weinen und schreien und und und .... das Leben fühlen.
Ohne Verpflichtung, ohne Morgen.
Kopf aus, Lust an. Mir gibt das Energie.
Ich bin Rheinländer, ich bin euer Freund.
@ Bos
Ja es wäre schön, wenn alle das so locker sehen könnten.